Olivia Jones am NPD-Parteitag.

NDR 3 brachte vor einigen Jahren diesen Podcast heraus. Die beste Draq Queen Deutschlands,  Olivia Jones (Übrigens: In Hamburg gibt es jetzt die Olivia Jones Bar, wer mal dort ist!), besucht den NPD-Parteitag. Sehr entlarvend.
Ich finde die Idee sehr gut, und stelle mir vor, der ORF würde auch so etwas machen und Lucy McEvil und Miss Candy zu FPÖ-Parteitagen schicken.
Aber ich vergaß: Der so genannte “Die-größte-Reform-aller-Zeiten-ORF”… Nie machen die sowas! Für die sind Sendungsformate aus den Achtzigern innovativ.
Mit Dank an schadenmeldung für den Link.

Aufgedeckt! Die geheimen Pläne der Kärntner Listen.

Aufgedeckt wurden die geheimsten Pläne der Kärntner Landesparteien.


Eine Satire.
Nachdem das BZÖ heute bekannt gegeben hat, unter welchen Listennamen sie zur Landtagswahl in Kärnten antreten werden, stehen die anderen Parteien vor großen Herausforderungen. Nun gilt es, den orangen Knüller, den Listennamen Die Freiheitlichen – Liste Jörg Haider, BZÖ, zu toppen.
Die Grünen Andersrum wollten es genau wissen, und besuchten das Klagenfurter Lokal Stadtkrämer – seit jeher ein beliebter Ort für Klemmschwester aller Parteien. Mit Vodka “bewaffnet”, konnten sie die geheimsten Geheimpläne den enthemmten Männern entlocken:
Liste 1: Die Freiheitlichen – Liste Jörg Haider, BZÖ
Der Listenname  des BZÖ ist ja bereits bekannt. Was der Öffentlichkeit aber noch vorenthalten wurde, sind die originellen Kampagnenpläne. Als Gimmicks sollten demnach Matchbox-Phaetons und kleine Vodka-Fläschchen verteilt werden. Außerdem ist ein Gewinnspiel geplant, in dem CDs mit Jörg Haider singt zu gewinnen sind. Als Hauptpreis winkt sogar ein tolles Hotel auf der Saualpe. Stefan Petzner soll angeblich der Einheizer bei Wahlkampfveranstaltungen werden. Er interpretiert Udo Jürgens Songs mit dem Bärentaler Bläser-Ensemble.
Liste 2: Die Kärntner Sozialdemokratische Heimatpartei – Liste Fred Sinowatz, SPÖ
Ein besonderes Problem ergab sich bei der Listenbezeichnung für die SPÖ. Sehr rasch war allen klar: “Wir benennen uns nach einem großen Kärntner Sozialdemokraten”, wie es in den Sitzungen geheißen haben soll. Nur konnte man keinen finden. Zwar wurden von Parteihistorikern ein paar Namen vorgeschlagen, aber die waren sogar dem Parteivorstand unbekannt. Der Kompromissvorschlag war Fred Sinowatz, weil “an den kann sich jeder noch erinnern und er trank gern ein Glaserl”, so wurde aus den Vorstandssitzungen berichtet. Die Wahlplakate sollen im Hintergrund den Ulrichsberg zeigen und das rote Logo einen leichten Braunstich erhalten.
Liste 3: Volkspartei Kärntens – Liste Engelbert Dollfuß, ÖVP
Besonders gewagt geht die ÖVP in die Kärntner Wahl. “Die besseren Austrofaschisten sind wird” darf – so die geheimen Informationen aus Klagenfurt – zwar nicht öffentlich gesagt werden, aber das Signal, die Liste nach Engelbert Dollfuß zu benennen, ist eine klare Kampfansage an das BZÖ. Maria Fekter soll eine Hauptrolle im Wahlkampf erhalten. Geplant sind u.a. ein Triumphzug der Innenministerin mit Darstellungen, wie sie über die kosovarischen und  tschetschenischen Stämme siegte. Die katholische Kirche soll eine herausragende Rolle im Wahlkampf spielen. Ziel ist, katholische Werte als Heimatwerte darzustellen. Das Wort “Klerikalfaschismus” soll allerdings öffentlich vermieden werden.
Liste 4: Grün-Alternative Kärnten – Liste Günther Nenning, Die Grünen
oder
Liste 4: Grün-Alternative Kärnten – Liste Ingeborg Bachmann, Die Grünen

Noch nicht entschieden ist der Name der Kärntner Grünen. “Wir sind noch zu jung. Wir haben keine g’scheiten Tote”, soll während einer Pause der Vorbereitungsgespräche gesagt worden sein. Aber zwei Vorschläge kristallisieren sich heraus. Eine Gruppe möchte die Landesliste nach Günter Nenning benennen, weil er der einzige tote Grüne ist, an den man sich noch erinnern könne. Eine Gruppe Grüner Frauen haben bereits Protest angemeldet, und konnten sich bei den ErbInnen von Ingeborg Bachmann die Erlaubnis einholen, ihre Liste nach der Schriftstellerin zu benennen. Allerdings müssten die Grünen dafür Die gestundete Zeit flächendeckend plakatieren, so die Auflage der Nachlassverwaltung. Voggenhuber soll angeblich brieflich den Vorschlag gemacht haben, dass doch beide Listen antreten sollen, denn: “dann sehe man ja, wen die Wähler mehr unterstützen, den grünen kritischen Männern oder den Hofstaat der Frauen”. Der Kompromissvorschlag, die Liste nach Stermann & Grissemann zu benennen, scheiterte allerdings, da das Duo nicht bereit war paritätisch aufzutreten.
Die Grünen werden sich zwei Wochen vor der Wahl aber auf den Listennamen basisdemokratisch einigen. Dann findet eine dafür eingerichtete Sonder-Landesversammlung mit Kampfabstimmung statt.
Als Wahlkampfgag ist auch schon was geplant: Genannte Stermann & Grissemann werden in Klagenfurt auftreten, die BesucherInnen erhalten anschließend Tickets für den öffentlichen Verkehr. “Sicher mit Öffis” als Kampagne gegen Autos, deren Rad-Anbringungen aufgeschraubt wurden.
Liste 5: Die echten Freiheitlichen – Liste Jörg Haider II/Das wahre Erbe, FPÖ

Die geheimen Pläne der FPÖ wurden auch bekannt. Nachdem Emails aus Kärnten von HC Straches Account mit einem Auto-Reply beantwortet werden (Inhalt: “Wir sind das wahre Erbe des Landesführers Dr. Jörg Haider”), machten sich die Kärntner Blauen diese Zeilen ihres großen Führers zueigen. Plakatiert werden Haider neben Strache – gemeinsam auf einem Bild! Darunter stehen heimattreue Slogans in Frakturschrift. Für die Wahlkampf-Gimmicks konnten Nationalratspräsident Martin Graf und seine Mitarbeiter einen kostengünstigen Deal mit einem Deutschen Online-Versand aushandeln. Strache wird auf den aus der deutschen Heimat gelieferten T-Shirts mit den von den Plakaten bekannten Sprüchen in Frakturschrift dargestellt werden.
Lei-lei.

Eurovision 2009: Montenegro

Das ist der Beitrag aus Montenegro, wie soeben bekannt wurde. Könnte es meiner Meinung nach mit etwas Glück und schwächerer Konkurrenz ins Finale schaffen. Andrea Demirović mit Just Get Out Of My Life. Hoffentlich denken sich das die Zuschauer_innen im Semifinale nicht. ;-)

Sozialheim-Bewohner_innen und Homosexuelle dürfen kein Plasma spenden.

Plasmaspender_innen werden bei Werbungen immer gern gesucht. Besonders in U-Bahn Stationen können die Werbetafeln angetroffen werden: Plasmaspender sind durch nichts zu ersetzen! oder Retten Sie Leben! heißt es verlockend. Geld winkt zudem, wenn bei Unternehmen wie Baxter, Plasmapunkt oder Humanplasma gespendet wird. 20 Euro können gerade für Menschen, die gerade knapp bei Kassa sind, eine große Hilfe sein. Besonders bei Menschen, die in Sozialheimen wohnen (und punperlgesund sind).

Dass schwule Männer kein Blut spenden dürfen war bekannt und ist schon lange ein heiß diskutiertes Thema. Dass dies auch bei Plasmaspender_innen der Fall ist, deckte gestern die (unterschätzte) Wiener Zeitung in diesem Artikel auf. Geahnt habe ich das schon lange und wurde mir – allerdings ohne Belege – schon öfter berichtet.
Warum Schwule (inwieweit dieser Ausschluss auch für Lesben gilt, weiß ich nicht, wäre aber interessant zu erfahren – Erfahrungsberichte bitte an mich) ausgeschlossen werden, ist auch bekannt: Sie vögeln scheinbar zu viel durch die Gegend, so das Vorurteil. HIV oder Hepatitis-Risiken seien daher zu groß.
Gibt es also keine promiskuitiven Heterosexuelle? Ich habe bei Gesprächen mit dem Roten Kreuz schon öfter darauf aufmerksam gemacht, dass in den Fragebögen ja einfach gefragt werden könnte: Hatten Sie in den letzten Monaten häufig wechselnde Sexualpartner_innen? Das wäre weniger diskriminierend. Es gibt nämlich promiskuitive Heteros und Homos, aber auch eben nicht. Das ist ja wohl keine Frage der sexuellen Orientierung!
Außerdem hoffe ich ja doch, dass die Pharma-Unternehmen und Rettungsorganisationen die Blut- und Plasmaspenden auch kontrollieren. Denn immerhin kann auch ein Spender oder eine Spenderin im Fragebogen schlicht die Unwahrheit sagen oder eben heterosexuell Leben – und das ausgiebig. Was ich im übrigen jedem und jeder herzlich gönne…