Microsoft und die sexuelle Orientierung. Besser nicht.

Auf ars technica ist in diesem Artikel eine unfassbare Geschichte erzählt. Eine XBox Live Userin wurde gesperrt. Der Grund: Sie hatte sich als Lesbe geoutet. Angeblich wurde schon davor ein User gesperrt, weil er das Wort “gay” in seinem Profil hat. Unglaublich, aber wahr.

Neue Termine für Führungen am Jüdischen Friedhof Währing

Ich darf wieder herzlich einladen!  Gemeinsam mit Historikerin Tina Walzer führen wir durch den Jüdischen Friedhof in Währing (Wikipedia Link). Noch immer warten wir auf eine Lösung für den Erhalt und Pflege der Jüdischen Friedhöfe in Österreich. Die Republik hat sich 2001 im Washingtoner Abkommen verpflichtet, dazu finanziell beizutragen. Acht Jahre später ist nach wie vor nichts passiert. Auch die Stadt Wien – während der NS-Herrschaft Grundeigentümerin der Jüdischen Friedhöfe Wiens – hat bislang keine Lösung und lässt die kulturhistorisch wertvollen Anlagen verfallen.


Um die Einzigartigkeit des Areals am Währinger Jüdischen Friedhof (der heute in Döbling liegt) zu verdeutlichen, laden die Grünen Wien wieder zu Führungen durch das Juwel des Biedermeier:

19. April, jeweils um 11 und 15 Uhr
10. Mai, 11 und 15 Uhr
7. Juni, 11 und 15 Uhr

ACHTUNG: NUR GEGEN VORANMELDUNG
telefonisch: (01) 4000 DW 81581

Bei Schlechtwetter (vor allem bei Sturm oder starken Wind) muss der Termin aus Sicherheitsgründen ersatzlos gestrichen werden. Das Betreten des Areals erfolgt auf eigene Gefahr. Männer werden gebeten als Zeichen des Respekts eine Kopfbedeckung zu tragen. Wir empfehlen festes Schuhwerk.

 

Gemeinderat am 23.2. – LiveBlog

Ein Gemeinderat an einem Montag ist selten und ungewohnt, aber ein standesgemäßer Start in die Arbeitswoche. Die Sitzung beginnt mit einer Trauerminute. Gemeinderätin Rosemarie Polkorab (SP, siehe noch nicht aktualisierten Wikipedia Eintrag) ist überraschend am 12.2. gestorben. Wir nehmen Abschied von unserer Kollegin. Sie saß mit mir im Kulturausschuss und dementsprechend geschockt bin ich über diese Nachricht.


Die Fragestunde beginnt mit der grünen Anfrage von GRin Smolik an SRin Laska zur Nachmittagsbetreuung an Wiener Schulen. Aigner (VP) fragt Bgm Häupl über die Kosten der Fanzone Hanappi-Stadion, GR Hora (SP) fragt SR Mailath-Pokorny über Bezirksfestwochen neu, Gudenus (FP) fragt Bgm Häupl über Ausschreibungsverfahren der Wien marketing GmbH und lat but not least eine weitere Grüne Anfrage von GR Margulies an SRin Brauner über die Auflösung der Cross Border Leasing-Verträge.

Die Aktuelle Stunde darf heute von den Grünen thematisch vorgegeben werden, und das Ende der Untersuchungskommission zum Psychiatrie-Skandal ist das Thema, denn – wie üblich – gibt es zwei unterschiedliche Berichte: Ein Mehrheitsbericht der SPÖ (eh alles super, wir arbeiten an Verbesserungen) und einen Minderheitsbericht der Grünen mit der ÖVP (mit klarer Auflistung der Versäumnisse, sowie notwendigen Maßnahmen). Zum Abschlussbericht vergleiche diesen Artikel. Eines hat die U-Kommission deutlich gezeigt, wie Sigrid Pilz deutlich hervorstreicht: Die Psychiatrie Wiens hat eine Zweiklassenmedizin, auch wenn die SPÖ das nicht einsehen will.


Schwerpunkt war der Akt zur Förderung an den Fußballclub FK Austria Wien. Martin Margulies erneuerte seine Kritik (OTS hier nachzulesen).

 

Die Containerklassen sind auch wieder Thema. Susi Jerusalem wiederholt ihren doch einleuchtenden Standpunkt: Containerschulen bieten enorm eingeschränkten Raum, und somit auch keine Möglichkeit moderne, innovative Pädagogik anzubieten. Die SP bezeichnet die Containerklassen (oder Mobilklassen) plötzlich Pavillon-Klassen. Haben Sie So kann man eine Unart sprachlich auch überdecken. Schön aber eine Wortkreation von GRin Anger-Koch: Die Outsourcing (autsursing ausgesprochen!).

Der nächste Akt: In Aderklaa soll eine Garage gebaut werden. Im Umfeld stehen die Garagen leer! Martin Margulies erklärt warum dort trotzdem gebaut werden darf. Personengeflechte, die merkwürdigerweise zum gescheiterten Austria/Stronach/Rothneusiedl-Deal führen. Man hält wohl einen Investor bei Laune, auch wenn niemand diese Garage braucht.
Höhepunkt der Sitzung ist der Bericht zur Untersuchungskommission zum Otto-Wagner-Spital. Sigrid Pilz hat den Umgang der SPÖ in klaren Worten zusammengefasst: Wer nichts sehen will, kann nichts sehen. Wer nichts feststellen wird, kann nichts verändern. Und tatsächlich tut die Wiener SPÖ so, als sei gar nichts passiert und eh alles in Butter. Völlig zurecht fragte der FP-GR Lazar die SPÖ, ob sie in einer anderen Untersuchungskommission gewesen wären…
Sigrid Pilz wirft der SP auch vor, dass sie keine Angehörigen und Betroffenen zuließen. Das bedeutet, dass diese Perspektive völlig ausgeblendet wurde – eine Kritik, die seitens der Roten einfach nicht verstanden werden will. Auch dass Angestellte sich sehr wohl zu Wort gemeldet haben, obwohl sie dadurch den Konflikt mit der regierenden Mehrheitsfraktion zu erwarten haben, und berufliche Konsequenzen befürchten müssen.
Irgendwie sind die Skandale des Wagner-Spitals bezeichnend für das rote System in Wien. Schade, dass konstruktive Kritik, ein Miteinander nicht geht. Immer, wenn Missstände aufgedeckt werden, geht die “Walze SPÖ” (so Sigrid Pilz) einfach drüber und ignoriert, wo es geht.

Eurovision 2009: Norwegen, Schweiz, Griechenland, Mazedonien, Bulgarien, Georgien

Jede Menge neuer ESC Beiträge gibt es seit dieser Woche.

Mein Lieblingsbeirag ist jetzt schon Norwegen. Top-Favorit Alexander Rybak gewann wie erwartet die Norwegische Vorausscheidung mit Fairytale. Und das Lied kann jetzt schon als heißer Tipp für einen Sieg in Moskau gehandelt werden. Ich glaube, das könnte gelingen und bin auch voll dafür. Ich werde Norwegen sicher mal die Daumen drücken!

Vor wenigen Minuten wurde auch der Schweizer Beitrag bekannt. The Highest Heights heißt die Rock-Pop Nummer der Gruppe Lovebugs. Einmal was anderes aus der Schweiz! Mir gefällt der an New Order erinnernder Sound irgendwie.

Griechenland probiert es wieder mal mit Sakis Rouvas, der nicht nur mit seinem Aussehen beeindruckt. Die Klasse seines 2004-Beitrags Shake It hat die 2009 Edition aber nicht. Ich glaube nicht, dass This Is Our Night ein Siegerlied ist. Landet wohl so um den 5. Platz oder so…
Bulgarien hatte schon seit Oktober 2008 eine unglaublich aufwändige Vorausscheidung mit zahlreichen Vorrunden, Viertelfinali und Semifinali. Als Sieger ging Krassimir Avramov mit Illusion hervor. Mir gefällt sein Vorname besser als das Lied.
Mazedonien, oder wie es beim ESC immer so schön heißt: The Former Yugoslav Republic of Macedonia, schickt Rock nach Moskau. Ich glaube aber nicht, dass dieses Lied ins Finale kommt. Next Time heißt die Band und das Lied Nesto sto ke ostane.
Der irische Beitrag wird immer mit großer Spannung erwartet, geht es doch um das erfolgreichste ESC Land überhaupt. Ich glaube aber nicht, dass Sinéad Mulvey & Black Daisy an Erfolge der 90-er anknüpfen werden können. Aber netter Rock ist Et cetera schon.

Zuletzt der umstrittenste Beitrag 2009. Man darf gespannt sein, ob Georgien den Songtext noch ändern wird müssen, oder ob die EBU sich traut, das Lied in dieser Form freizugeben. We Don’t Wanna Put In wird eben auch als We Don’t Wanna Putin gehört, und deshalb ist Moskau schon in heller Aufregung. Der Pressesprecher Putins hat schon Protest angemeldet. Zur Erinnerung: Vor kurzem gab es einen Krieg zwischen Georgien und Russland, weswegen Georgien gar nicht zum ESC nach Moskau fahren wollte. Tut das Land aber jetzt doch. Und

wie auch noch!