Heute ist BlogDay, und da sollich nun fünf Blogs erwähnen, die ich gerne lese. Nun lese ich ja mehrere Blogs sehr gerne, daher ist das eine Wahl, die ich heute ganz spontan und nach heutiger Laune mache. Und es tut einem immer leid, die Blogs nicht erwähnt zu haben, die man trotzdem gerne liest. Aber am 31.8.09 schaut es spontan so aus:
BlogDay 2009
Homosexualität: Wider der Natur!
Die Natur hat’s nicht so eingerichtet! So argumentiert VP-Abgeordneter Nikolaus Prinz, warum lesbische und schwule Paare nicht gleichgestellt werden sollten. Im Blog think outside your box findet sich dazu ein hervorragender Eintrag, der mich wiederum zu diesem inspirierte.
- Diese Gottlosigkeit des Storchenpaares Holger und Edgar etwa. Die zwei männlichen Störche lebten doch tatsächlich 16 Jahre gemeinsam im Osnabrücker Zoo. Als ein gottloser Blasphemiker spaßeshalber ein Pinguin-Ei ins Nest legte, brüteten sie dieses schamloserweise abwechselnd. Ein gottesfürchtiger Fuchs riss Holger eines Tages. Nach einem Jahr Trauer lernte Edgar den Storch Norbert kennen. Gemeinsam bauten sie ein Nest. Rosa Flamingos wurden in einem britischen Zoo ebenfalls in solch sodomistischen homo-perversen Verhältnissen beobachtet.
- Im Kölner Zoo widerum wird die Unnatürlichkeit dieser Welt bei einer Pinguin-Kolonie auf widerlichste Art und Weise demonstriert. Pinguine sind an und für sich gottesfürchtige Wesen und leben in Partnerschaften treu und lebenslang zusammen. So wie sich’s gehört! Dass es in der Kolonie auch ein gleichgeschlechtliches Paar gibt, die von der Kolonie akzeptiert wird und die ihre Kolonie mit verteidigt, darf als Beweis gelten, dass die Antarktis noch nicht genug missioniert wurde.
- Delphinweibchen schieben ihre Flossen mitunter in den Genitalschlitz der Partnerin.
- Delphinmännchen hingegen missbrauchen das Blasloch ihrer männlichen Kollegen und schieben dort ihren Penis hinein. Da sieht man, dass unsere Flipper und Flipperinnen dieser Welt völlig unnatürlich sind. Delphine sind sowas von wider der Natur!
- Dass der afrikanische Kontinent auch von den westlichen Werten unterzugehen droht, beweisen Giraffenmännchen. Es wurden welche beobachtet, die sich liebevoll den Hals umeinanderlegen.
- Schwule Schwäne sind überhaupt das Letzte. Das gibt es Paare, die verjagen Heteros, um an deren Kindern ranzukommen und großzuziehen.
- Zwergschimpansen beweisen, dass Mensch und Affe unmöglich verwandt sein können, und dass die Adam-und-Eva-Theorie wahrscheinlicher ist. Manche von diesen Zwergenschimpansen saugen nämlich am Penis von anderen Männchen.
- Man muss es ja nicht gleich machen wie die Bonobos. Die scheinen alles zu vögeln, was zu vögeln ist. Ich meine jetzt nicht Vögel, sondern andere Bonobos, Geschlecht egal.
- Besonders fies sind Silbermöwen. Oder besser die Silbermöwinnen. Manche von denen gaukeln Heterosexualität vor und lassen sich von Männchen befruchten. Aber was machen diese blasphemischen und betrügerischen Weibchen? Sie gehen sofort zu ihren Lebensgefährtinnen und ziehen die Kinder mit denen auf!
- Austernfischer wurden bei Dreier beobachtet. Widerliches bisexuelles Pack! Da braucht es eine neue Moralenzyklika, oder wie das heißt… Benedikt, tu was!
- Tatächlich hatte ich in meiner Schulklasse in Bad Ischl eine Kollegin. Die hatte einen schwulen Hund mit dem Namen Peppino. Der interessierte sich nur für Männchen. Als ich öfter mit ihm spazieren ging, war ich dann doch überrascht, wie viele andere Hundemännchen sich auch für ihn interessierten.
Ein Teil der oben genannten Verhaltensweisen von Tieren habe ich dem Buch Anderes Ufer, andere Sitten (von Ariane und Björn Grundies) entnommen. Ein hervorragendes Buch, nämlich eine Gebrauchsanleitung für Heteros! Erschienen im Deuticke Verlag und sehr empfehlenswert! ISBN 3-552-06050-2
Klimawandel und Geschichtschreibung. Zum Beispiel das Jahr 1816.
Dass der Klimawandel nach wie vor ein brandaktuelles und akutes politisches Thema ist, brauche ich auf einem Blog eines Grünen Politikers wohl nicht näher erläutern. Was aber auffällt: Wir beschäftigen uns vorwiegend – und das durchaus zu Recht – mit der Zukunft. Zukunft ist aber immer etwas Ungewisses, etwas, dass man bestenfalls erahnen kann. Wie sieht es aber mit der Vergangenheit aus? Gibt es Ereignisse, aus denen wir Lehren ziehen können? Ereignisse, die auch Menschen betraf und nicht nur etwa Dinosaurier?
In diesem Sommer hatte ich das einzigartige Erlebnis, ein ganz neues, kleines aber feines Vulkanmuseum zu besuchen, das Eldfjallasafn Volcano Museum in Stykkishólmur. Auf der isländischen Halbinsel Snæfellsnes befindet sich einer der berühmtesten Vulkane der Welt, der Snæfellsjökull. Dieser beeindruckende Berg inspirierte schon viele Menschen, unter anderem Jules Verne, der hier seine Reise zum Mittelpunkt der Erde beginnen ließ. Aus dem kleinen Städtchen Stykkishólmur stammt auch der Vulkanologe Haraldur Sigurðsson, der kleine Objekte und künstlerische Darstellungen von Vulkanen aus seiner Privatsammlung in diesem Museum zeigt und liebevoll interessierte Menschen durch das frühere Kino führt. Es ist sicher kein mit großen Naturhistorischen Tankern und deren Sammlungen vergleichbares Museum, aber ein persönliches Museum mit einer Passion – und einer Botschaft!
- Flüsse traten nach Unwettern immer wieder über die Ufern, insbesondere der Rhein.
- In den westlichen Alpen – vor allem in der Schweiz und in Vorarlberg – schneite es auch im Sommer. Die Schneeschmelze fand kaum statt. Mit den erneuten Schneefällen im Sommer kam es immer wieder zu Überschwemmungen.
- Missernten waren eine katastrophale Folge der Unwetter und der Kälte.
- Die Getreidepreise verdoppelten bis verdreifachten sich.
- Hungersnot brach aus.
- Tausende Westeuropäer_innen wanderten deshalb in die USA aus.
- Reformen in der Landwirtschaft wurden allerortens gemacht, die bis heute Auswirkungen haben. So lässt sich das traditionelle Cannstatter Volksfest in Baden-Württemberg ebenso auf dieses Ereignis zurückführen wie die Errichtung der Universität Hohenheim.
- Justus von Liebig forschte aufgrund der Missernten und entwickelte die mineralische Düngung.
- Die Erfindung der Draisine (und somit des späteren Fahrrads) geht auf den Vulkanausbruch zurück, da tausende Pferde starben.
- Mary Shelley verbrachte ihren Sommer 1816 im Haus von Lord Byron am Genfer See. Das Wetter war so schlecht, dass sie ständig im Haus sitzen mussten. Zum Zeitvertreib schrieben sie Schauergeschichten. Ohne den Vulkanausbruch hätte also Shelleys Frankenstein oder die erste Vampirgeschichte der Welt, Der Vampyr von John Polidori, nicht das Licht der Welt erblickt. Im Gedicht Darkness von Lord Byron wird das Jahr ohne Sommer poetisch beschrieben.
Dem Casino Baumgarten droht der Abriss. Petition online.
Noch prangt auf dem historischen Casino Baumgarten das SPÖ-Logo, die sich im historischen Gebäude in Wien-Penzing einquartiert hat. Logisch, denn der Eigentümer und somit Vermieter ist der SP-nahe Verband Wiener Arbeiterheime, dessen Geschäftsführer Helmut Laska ist, der Mann der ehemaligen Stadträtin. Dieser Verband läuft einem im roten Filz dieser Stadt immer wieder über den Weg, sei es beim Gewista-Monopol oder bei merkwürdigen Vermietungen im Rathaus (vergleiche dazu den ausgezeichneten Text Freundschaftspiel des Magazins Datum aus 2008).
Und hier noch ein Video von wienTV.org zum Baumgartner Casino:






