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	<title>Marco Schreuder</title>
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		<title>Aserbaidschans Präsident kommt nach Wien. Das sagt die Opposition.</title>
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		<pubDate>Sat, 11 May 2013 13:54:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marco</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev wird im Mai Wien besuchen. Das an Erdöl und Gas reiche Land stand vor einem Jahr unter internationaler medialer Beobachtung, als der Eurovision Song Contest in der boomenden Hauptstadt Baku stattfand. Oppositionelle Gruppen und Menschenrechtsaktivist_innen nahmen diese internationale Aufmerksamkeit zum Anlass um auf demokratiepolitische Probleme aufmerksam zu machen. In ihrem Büro [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev wird im Mai Wien besuchen. Das an Erdöl und Gas reiche Land stand vor einem Jahr unter internationaler medialer Beobachtung, als der Eurovision Song Contest in der boomenden Hauptstadt Baku stattfand. Oppositionelle Gruppen und Menschenrechtsaktivist_innen nahmen diese internationale Aufmerksamkeit zum Anlass um auf demokratiepolitische Probleme aufmerksam zu machen. In ihrem Büro zeigten sie Bilder von Deportationen von Hausbewohner_innen, die gewaltsam aus ihren Häusern entfernt wurden, damit die schon zuvor geplante &#8220;Crystal Hall&#8221; samt Zufahrtsstraßen rechtzeitig fertig gebaut werden konnte, und veröffentlichten Namen und Fotos von Journalist_innen, Blogger_innen und Aktivist_innen, die sich in Gefangenschaft befanden (und zu einem großen Teil immer noch befinden).</p>
<p>Der Aktivist Rasul Jafarow war Mitbegründer der Bewegung <a href="http://www.singfordemocracy.org/">Sing for Democracy</a>, die Sprachrohr der Menschenrechtsbewegung wurde. Von den im Vorjahr teilnehmenden Künstler_innen war es nur die spätere schwedische Siegerin Loreen, <a href="http://derstandard.at/1336697475185/Loreen-engagiert-sich-fuer-Menschenrechte">die sich für die Arbeit der Opposition interessierte</a> und die Organisationen besuchte.</p>
<p>Anlässlich des Besuchs von Aserbaidschans Staatspräsident Ilham Aliyev in Wien fragten wir, Grüne Wiener Gemeinderätin <strong><a href="http://monikavana.wordpress.com/">Monika Vana</a></strong> und Bundesrat Marco Schreuder, Rasul Jafarow nach den aktuellen Problemen seines Landes.</p>
<p><strong><a href="http://schreuder.at/wp-content/uploads/2013/05/rasul.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1671" title="rasul" src="http://schreuder.at/wp-content/uploads/2013/05/rasul-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Aserbadschans Präsident Alijew wurde 2012 von der OCCRP (Organized Crime and Corruption Reporting Project) als &#8220;korruptester Mann des Jahres 2012&#8243; nominiert. Kannst du uns erzählen warum?</strong></p>
<p>Es ist offenkundig, dass Präsident Alijew und seine Familie zutiefst korrupt sind. So haben Funktionäre, inklusive der Präsident selbst seit er an der Macht ist, keine Einkommenserklärung vorgelegt. Alijew selbst hat 2005 eine Beschlussfassung unterzeichnet, die aber genau das vorschreibt. 2011 haben die Washington Post, und Anfang 2012 der CNBC Materialen veröffentlicht, die belegen, dass der Präsident und seine Familienmitglieder Besitztümer, Häuser, Villen in Dubai und anderen Regionen besitzen. Kahdija Ismayilova, eine der wenigen investigativen Journalist_innen, hat 2012 auch über Großprojekte in Aserbaidschan recherchiert und nachgewiesen, dass Firmen des Präsidenten und seiner Familienmitglieder den &#8220;Flag Square&#8221; gebaut haben und Geld aus dem Staatsbudget ausgegeben haben. Die Töchter des Präsidenten sind Eigentümerinnen von Mobilfunkanbietern in Aserbaidschan und Goldadern in Gadabay, einer kleinen Region in Westaserbaidschan. Aufgrund dieser Fakten hat OCCRP Alijew als &#8220;korruptesten Mann des Jahres 2012&#8243; nominiert.</p>
<p><strong>Denkst du, dass in Aserbaidschan freie Wahlen und eine demokratische Machtverschiebung möglich sind?</strong></p>
<p>Ich möchte wirklich gern daran glauben, aber es scheint als ob das nicht leicht sein wird. Gesetzliche Änderungen, die Versammlungsfreiheit und NGOs betreffen, Verhaftungen von vielen Kritiker_innen seit Jahresbeginn 2013, ein de facto Verbot Veranstaltungen – sogar in geschlossenen Örtlichkeiten – zu organisieren, Druck auf Journalist_innen und Online-Aktivist_innen zeigt, dass das gegenwärtige Regime einmal mehr plant die Wahlen zu fälschen. Trotz diesen Restriktionen gibt es noch immer einige neue oppositionelle und junge Bewegungen im Land. Das Regime wird von internationalen Organisationen und einigen westliche Staaten kritisiert und die Zivilgesellschaft versucht noch immer aktiv eine wichtige Rolle in der Verbesserung der Situation zu spielen. Also hoffen wir das Beste.<br />
Um demokratische Wahlen zu haben, sollte Ilham Alijew übrigens gar kein Kandidat sein, weil das gegen die Verfassung wäre. Ich glaube, so wie viele unabhängige Jurist_innen und Mitglieder der Republikanischen Alternativen Bewegung, dass &#8211; obwohl die Verfassung 2009 verändert wurde und das Verbot, dass eine Person mehr als zwei Mal gewählt werden kann, außer Kraft gesetzt worden ist &#8211; Alijew dennoch kein Recht hat zu kandidieren. Und zwar weil er unter den Verfassungsbestimmungen von 2008 gewählt wurde (da die Wahlen 2008 waren), also vor den Änderungen von 2009. Daher können die neuen Regelungen der Verfassung nicht für Ilham Alijew gelten, da diese für neue Kandidat_innen bestimmt sind. Daher habe ich, sollte Alijew Kandidat sein, ernsthafte Bedenken ob der Durchführung von freien und fairen Wahlen.</p>
<p><strong>Wie würdest du die Frauenrechte in Aserbaidschan beschreiben?</strong></p>
<p><strong></strong>Unsere Gesellschaft ist ziemlich konservativ und das beeinflusst die Frauenrechte in Aserbaidschan negativ. Es ist vor allem in den Regionen und ländlichen Gebieten in Aserbaidschan sehr schwierig. In vielen Fällen ist es für Frauen nicht möglich ihre eigenen Lebensentscheidungen zu treffen. Es gibt viele Fälle, in denen 14-, 15-, 16-Jährige bereits verheiratet werden. In diesen Fällen haben sie nicht viele Alternativen hinsichtlich Ausbildung, Arbeit oder die Wahl des Jobs, etc. Gleichzeitig gibt es auch ein anderes Gesicht unserer Gesellschaft, vor allem in der Hauptstadt Baku. Da haben Frauen nicht die oben genannten Probleme. Sie leben ziemlich unabhängig. Als Folge davon gibt es jetzt viele Frauen, die in hohen Positionen in den Ministerien oder im Parlament arbeiten. Wenn wir die Situation vom Standpunkt der generellen Menschenrechte aus analysieren, sollte ich sagen, dass es weder für Männer noch für Frauen einfach ist. Wenn du zum Beispiel die Regierung kritisierst und du eine Frau bist, kannst du sehr leicht ins Visier der Regierung kommen.</p>
<p><strong>Man hört eine Menge über Umweltverschmutzung durch die Öl- und Gasindustrie in Aserbaidschan. Unternimmt die Regierung irgendetwas dagegen? Ist das überhaupt ein Thema für die Opposition und Medien?</strong></p>
<p><strong></strong>Es ist kein Hauptthema der Opposition oder der Medien in Aserbaidschan. Es gibt einige gute NGOs, die sich mit Umweltthemen befassen, aber es reicht nicht aus, um es in der Gesellschaft breit zu thematisieren. Der Grund dafür ist, dass Opposition, Zivilgesellschaft und Medien vor allem an sozio-politischen Belangen beteiligt sind und viele Menschen glauben, dass diese wichtiger als Umweltthemen sind. Einige meinen, dass wir zuerst auf Demokratie und auf &#8220;good governance&#8221; im Land fokussieren sollten bevor wir uns den Umweltthemen widmen können. Es ist traurig, aber gleichzeitig Realität. Das Ausmaß der Verschmutzung aufgrund der Öl- und Gasindustrie ist derzeit nicht katastrophal, aber die Regierung sollte mehr dagegen unternehmen. Wir sehen, dass sie von Zeit zu Zeit Bäume pflanzen, und das war&#8217;s dann schon.</p>
<p><strong>Aserbaidschan ist bekannt als ein Land, welches sich in ständigem Konflikt mit seinem Nachbarn Armenien befindet. Hat das generelle Auswirkungen auf die Gesellschaft? Kannst du diese Auswirkungen beschreiben?</strong></p>
<p>Es beeinflusst sehr negativ! 20 Prozent des aserbaidschanischen Landes sind von armenischen Truppen okkupiert, etwa eine Million Aserbaidschaner_innen wurden zu Inlandsflüchtlingen. Es ist leicht zu sehen und zu verstehen, dass dieser Konflikt zumindest das Leben dieser Menschen sehr negativ beeinflusst. Ich denke ein anderer negativer Einfluss dieses Konflikts ist, dass das gegenwärtige Regime die Gesellschaft mit dem Konflikt manipuliert.<br />
Wenn die Gesellschaft andere wichtige Themen zur Sprache bringt, reagiert die Regierung als hätten wir nur ein Problem &#8211; und zwar den Konflikt mit Armenien: Zuerst müssten wir dieses Problem lösen und dann können wir über andere Themen nachdenken. Bedauerlicherweise beobachte ich diese Rhetorik von Seiten der Regierung seit den letzten zehn Jahren.</p>
<p><strong>In einer internationalen Studie des Pew Research Center, welche in allen Ländern mit muslimischem Bevölkerungsanteil durchgeführt wurde, war Aserbaidschan das Land mit der höchsten Rate zugunsten von Rechtsstaatlichkeit und nur 8 Prozent würden demnach Scharia-Gesetze unterstützen. Glaubst du, dass dieser Befund eine Hoffnung für demokratische Veränderungen ist?</strong></p>
<p>Wir haben immer die Hoffnung auf demokratische Veränderungen, und die Ergebnisse dieser Studie belegen dies wieder. Aserbaidschan hatte eine kurze Phase der Unabhängigkeit zwischen 1918 und 1920, direkt nach dem Ersten Weltkrieg. Wir hatten damals eine demokratische Regierung. Frauen besaßen das Wahlrecht, es gab freie und faire Wahlen und die Gesellschaft war liberal. Und sie blieb bis heute liberal! Ich will damit sagen, dass wir eine Tradition der Demokratie und liberalen Gesellschaft haben und es ist nicht leicht diese zu zerstören. Daher ist das Ergebnis dieser Studie Realität und das gibt uns große Hoffnung für mehr demokratische Veränderungen in der nahen Zukunft.</p>
<p><strong>Welche Gruppen sind die wichtigsten oppositionellen Gruppen in Aserbaidschan?</strong></p>
<p><strong></strong>Die oppositionellen Jugendgruppen sind sehr wichtig für unsere Gesellschaft und unser Land. Ich denke sie werden eine wesentliche Rolle in der Demokratisierung Aserbaidschans spielen. Ich kann NIDA Civic Movement, Azad Genclik (Free Youth Organisation), Musbet Deyishiklik (positive Changes Youth Organization) und junge AktivistInnen ohne Zugehörigkeit erwähnen.<br />
Meiner Meinung nach wächst die Republican Alternative Movement (REAL Movement) und wird zu einer beliebten oppositionellen Gruppe, die sich in naher Zukunft in eine politische Partei umwandeln wird. Die Bewegung ist erst kürzlich 2009 gegründet worden und begann seit den Parlamentswahlen 2010 aktiv zu werden. Präsidentschaftskandidat und Vorsitzender der Bewegung, Ilgar Mammadov, wurde illegal verhaftet weil er nach Ismayilli ging, eine Region in Aserbaidschan wo im Jänner 2013 Unruhen stattfanden. Er interessierte sich für die Probleme der Menschen vor Ort und verfolgte aufmerksam die Situation. Die Regierung beschuldigte ihn die Unruhen in Ismayilli organisiert zu haben. Ilgar Mammadov kritisierte das 2009 durchgeführte Referendum, wodurch es eine Beschränkung  auf eine wählbare Person gab; er kritisierte das Parlament und nannte es Anfang 2013 einen Zoo. REAL Movement ist die wichtigste und aktivste Gruppe, welche die Information verbreitet, dass Ilham Alijew nicht das Recht hat für die kommenden Wahlen zu kandidieren, zumindest aus der rechtlichen Perspektive.<br />
Und ich muss die Azerbaijan Popular Front Party und Musavat Party erwähnen, deren Mitglieder aktiv gegen die Diktatur in Aserbaidschan kämpfen, trotz eines riesigen Drucks des Regimes. Neben dem Druck der Regierung finde ich, dass diese Parteien sehr große politische Fehler gemacht haben, durch welche sie jetzt geschwächt sind.</p>
<p><strong>Wie kann eine Stadt wie Wien, ein Land wie Österreich oder die Europäische Union die Demokratie in Azerbaijan unterstützen?</strong></p>
<p>Ich denke Europa sollte hinter Werten wie Respekt für Menschenrechte, Demokratie, „good governance“ und Transparenz stehen. Vor allem Länder, die Mitglieder der Europäischen Union sind, wie Österreich, sollten bei internationalen Foren mehr über Menschenrechtsprobleme in Aserbaidschan reden, zumal Aserbaidschan ein Mitglied des Europarats und der OSZE ist. Europäische Politiker_innen im Europarat sollten aufmerksamer gegenüber den Menschenrechten in Aserbaidschan sein und die Regierung auffordern die Situation zu verändern und dabei nicht zögerlich agieren. Mir hat die Position der europäischen Medien vor und während des Eurovision Song Contest 2012 sehr gefallen, die bemüht waren, Menschenrechtsthemen aufzugreifen. Theoretisch kann Aserbaidschan diesen Wettbewerb wieder gewinnen und wir werden dasselbe Interesse von Europa erwarten. Aserbaidschan wird Gastgeber der ersten Europäischen Olympischen Spiele sein, was wiederum Aufmerksamkeit nach Aserbaidschan bringen wird. Europa sollte diese Möglichkeit nützen hinsichtlich der Erläuterung der Wichtigkeit von Menschenrechten und Demokratie. Wenn Ilham Alijew nach Europa reist und Treffen mit europäischen PolitikerInnen hat, müssen diese Menschenrechtsthemen aufwerfen und nicht nur über Geschäfte und Energiesicherheit reden.</p>
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		<title>Freiheit Gleichheit Schwesterlichkeit. Die Ehe für Alle!</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Apr 2013 14:04:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marco</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Vive la France !&#8221; schallt es aus allen lesbisch-schwulen Communities. Klar, denn mit Frankreich hat &#8211; nach Spanien &#8211; wieder ein mehrheitlich katholisches Land die Ehe für Lesben und Schwule aufgemacht. Und zwar fulminant. Mit gehörigem Widerstand. Noch in keinem Land der Welt, in der die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare aufgemacht wurde (und das sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://schreuder.at/wp-content/uploads/2013/04/fb_ehefueralle21.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-1664" title="fb_ehefueralle2" src="http://schreuder.at/wp-content/uploads/2013/04/fb_ehefueralle21-300x300.png" alt="" width="300" height="300" /></a>&#8220;Vive la France !&#8221; schallt es aus allen lesbisch-schwulen Communities. Klar, denn mit Frankreich hat &#8211; nach Spanien &#8211; wieder ein mehrheitlich katholisches Land die Ehe für Lesben und Schwule aufgemacht. Und zwar fulminant. Mit gehörigem Widerstand.</p>
<p>Noch in keinem Land der Welt, in der die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare aufgemacht wurde (und das sind immerhin schon einige, von den Niederlanden bis Spanien, von Island bis Schweden oder von US-Bundesstaaten über Südafrika bis Uruguay), gab es einen derart massiven Widerstand. Zahlreiche Menschen &#8211; Religiöse, Rechtsradikale, Konservative &#8211; demonstrierten teilweise auch unter Anwendung von Gewalt. Und bewiesen damit, dass nicht nur linke Demonstrationen gewalttätig sein konnten.</p>
<p>Daher kann man der französischen Regierung nur gratulieren, dass sie ihr Konzept &#8220;Mariage pour tous&#8221;, die Ehe für Alle, durchgezogen haben. Immerhin hatten sie allen Umfragen zur Folge eine deutliche Mehrheit der Franzosen und Französinnen auf ihrer Seite.</p>
<p>Zeit wäre es auch für Österreich. Denn nachdem nahezu alle Eheverbote aufgehoben worden sind, etwa Ehe Verbot für Lehrerinnen, Soldaten oder interkonfessionell, ist das Eheverbot für Menschen, die jemanden des gleichen Geschlechts heiraten möchten, das letzte Eheverbot, das es noch gibt. Warum eigentlich, ÖVP?</p>
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		<title>Malmö, ich komme! Meine Top 10.</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Apr 2013 13:31:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marco</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Eurovision Song Contest]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachdem ich 2012 auf derstandard.at aus Baku bloggen konnte, werde ich auch dieses Jahr wieder aus Malmö bloggen. Und nachdem nunmehr alle Beiträge des diesjährigen Eurovision Song Contests fest stehen, mein erstes Fazit und meine Top 10. Man kann aber ruhig behaupten, dass dieser Jahrgang nicht der Beste dieses Jahrzehntz werden wird. Eher das Gegenteil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich 2012 auf <a href="http://derstandard.at/r1336697037003/Eurovisions---Song-Contest-Blog">derstandard.at aus Baku bloggen</a> konnte, werde ich auch dieses Jahr wieder aus Malmö bloggen.</p>
<p>Und nachdem nunmehr alle Beiträge des diesjährigen Eurovision Song Contests fest stehen, mein erstes Fazit und meine Top 10. Man kann aber ruhig behaupten, dass dieser Jahrgang nicht der Beste dieses Jahrzehntz werden wird. Eher das Gegenteil davon.</p>
<p>Aber hier mal meine Top 10 Beiträge für die Ausgabe 2013:</p>
<p>Meine 12 Punkte gehen an Ungarn für dieses wunderbare Stück Musik über die Liebe. Kedvesem heißt nichts anderes als &#8220;Mein Schatz&#8221; oder &#8220;Sweetheart&#8221;.<br />
<iframe width="560" height="315" frameborder="0" src="http://www.youtube.com/embed/UmjsIhihJMY?list=SPmWYEDTNOGUJw7z5JozgKaeLhhaMQbmpA"></iframe></p>
<p>10 Punkte an niederländische Vögel, die nicht fliegen.<br />
<iframe width="560" height="315" frameborder="0" src="http://www.youtube.com/embed/1vtOwHHDAFc?list=SPmWYEDTNOGUKfEugVqo6990shcS51Nmfy"></iframe></p>
<p>8 Punkte an Norwegens Liebesfütterung.<br />
<iframe width="560" height="315" frameborder="0" src="http://www.youtube.com/embed/gjm-kCOMaPY"></iframe></p>
<p>7 Punkte an der lässig-unwahren Ska-Behauptung Alkohol sei frei aus Griechenland.<br />
<iframe width="560" height="315" frameborder="0" src="http://www.youtube.com/embed/G3k2MOJOkKg?list=SPmWYEDTNOGUJw7z5JozgKaeLhhaMQbmpA"></iframe></p>
<p>6 Punkte an Italiens Versuch das Essenziale zu besingen.<br />
<iframe width="560" height="315" frameborder="0" src="http://www.youtube.com/embed/X2C-ePvHfAs?list=PLmWYEDTNOGUL8oC28EQ6VYHWhDMtkuY_p"></iframe></p>
<p>5 Punkte an Islands Behauptung, dass man ein Leben hat.<br />
<iframe width="560" height="315" frameborder="0" src="http://www.youtube.com/embed/PtunhyMW1hM?list=SPmWYEDTNOGUJw7z5JozgKaeLhhaMQbmpA"></iframe></p>
<p>4 Punkte an Österreichs scheinenden Beitrag.<br />
<iframe width="560" height="315" frameborder="0" src="http://www.youtube.com/embed/8dpcKwdSBhM?list=SPmWYEDTNOGUKfEugVqo6990shcS51Nmfy"></iframe></p>
<p>3 Punkte an Schweden-Pop, mehr für die Komposition, weniger für die Stimme.<br />
<iframe width="560" height="315" frameborder="0" src="http://www.youtube.com/embed/jBUJ0u7ZVaE?list=PLmWYEDTNOGUL8oC28EQ6VYHWhDMtkuY_p"></iframe></p>
<p>2 Punkte an Dänemarks Tränen.<br />
<iframe width="560" height="315" frameborder="0" src="http://www.youtube.com/embed/k59E7T0H-Us?list=SPmWYEDTNOGUKfEugVqo6990shcS51Nmfy"></iframe></p>
<p>1 Punkt an San Marinos Doppelpack &#8211; zwei Lieder in einem. Und das ein Ralph Siegel-Lied in meinen Top 10 landet, überrascht mich sogar selbst.<br />
<iframe width="560" height="315" frameborder="0" src="http://www.youtube.com/embed/xi8mZ2ejLcE?list=SPmWYEDTNOGUJw7z5JozgKaeLhhaMQbmpA"></iframe></p>
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		<title>Leistungsschutzrecht in Österreich?</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Mar 2013 13:12:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[politikblog]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[VÖZ]]></category>

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		<description><![CDATA[In Deutschland wird heute intensiv das Leistungsschutzrecht diskutiert. Im Bundesrat in Berlin sitzt nämlich mittlerweile eine rotgrüne Mehrheit. Das führte heute etwa zu einer Mehrheit für die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule. Beim Leistungsschutzrecht bekam die SPD allerdings Angst. und So gibt es in Deutschland demnächst das Leistungsschutzrecht. Vielleicht aus Angst dass gerade [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Deutschland wird heute intensiv das Leistungsschutzrecht diskutiert. Im Bundesrat in Berlin sitzt nämlich mittlerweile eine rotgrüne Mehrheit. Das führte heute etwa zu einer Mehrheit für die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule. Beim Leistungsschutzrecht bekam die SPD allerdings Angst. und So gibt es in Deutschland demnächst das Leistungsschutzrecht. Vielleicht aus Angst dass gerade in einem Wahljahr Zeitungen gegen die SPD kampagnisieren könnten?</p>
<p><strong>Was ist das Leistungsschutzrecht?</strong></p>
<p>Das Leistungsschutzrecht für Presseverlage bedeutet, dass im Internet veröffentlichte Ausschnitte &#8211; so genannte Snippets &#8211; unter Schutz stehen. Nur die Verlage selbst sollen das kommerzielle Recht an Veröffentlichungen im Internet haben.</p>
<p>In Deutschland wurde das Gesetz stetig angepasst und verändert, dass jetzt erst recht Unsicherheit darüber besteht, in welcher Länge andere Unternehmer_innen Snippets online stellen dürfen. Welche Unternehmen? Google wird freilich mit seinem Dienst Google News immer speziell erwähnt, ebenso Links auf Facebook. Es betrifft aber in Wahrheit tausende Startups und Unternehmen.</p>
<p><strong>Das Ende einer Win-Win-Situation</strong></p>
<p>Was die Snippets aber alle gemeinsam haben: Sie verlinken zur Originalquelle, also den Webseiten der Zeitungsverlage. Was also seit vielen Jahren eine Win-Win-Situation ist &#8211; nämlich Verweise im Internet, die zu Traffic auf den Zeitungswebseiten führt, wird plötzlich illegal, halblegal oder unterliegt der Rechtsunsicherheit.</p>
<p><strong>VÖZ</strong></p>
<p>Heute hat der Verband österreichischer Zeitungungen (VÖZ) gleich <a href="http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20130322_OTS0177/leistungsschutzrecht-voez-fordert-zeitplan-fuer-umsetzung-in-oesterreich">reagiert</a>: Österreich braucht auch ein Leistungsschutzrecht. Und zwar as soon as possible. Heuer noch.</p>
<p>Da sage ich klipp und klar: Nein!</p>
<p>Wir können in Österreich nicht etwas einführen, dass in der Öffentlichkeit noch gar nicht debattiert wurde! Das Leistungsschutzrecht betrifft viel zu viele Menschen (User_innen, Journalist_innen, demokratiepolitische Fragen, urheberechtliche Fragen, netzpolitische Kultur, etc.), um es still und heimlich, womöglich noch hinter verschlossenen Türen ausverhandelt, einzuführen.</p>
<p>Dafür gibt es zu viel berechtigte Kritik an das Leistungsschutzrecht. Und diese kommt nicht nur von Google, sondern auch von Jurist_innen, Internet-NGOs und vielen mehr.</p>
<p><strong>Nur einige Beispiele von vielen Kritikpunkten:</strong></p>
<ul>
<li>Verlage zahlen ihre Journalist_innen, nicht Google, lautet ein häufiges Argument. Das stimmt. Nur zwingt niemand Verlage Texte komplett im Internet zu veröffentlichen. Wenn ich einen Text nicht gratis zur Verfügung stellen will, darf ich sie auch nicht veröffentlichen. Das liegt in der Hand der Verleger_innen. Wenn ihr im Internet zur Kassa bitten wollt, dann erledigt das selbst auf Euren Seiten (Paywall zB.) und bemüht bitte nicht die Politik. Denn einfach zu findende Meinungen sind demokratiepolitisch wichtig und es kann nicht Aufgabe der Politik sein, genau das einzuschränken!</li>
<li>Auch Blogger_innen veröffentlichen Texte. Jede und jeder kann mittlerweile Texte veröffentlichen, egal ob bezahlt oder unbezahlt. Wo fängt also kommerzielles Interesse an? Wo hört es auf? Hier hat die Debatte noch nicht einmal begonnen!</li>
<li>Stellt euch vor Ärzt_innen, Dienstleistungsunternehmen, Friseur_innen, Restaurants oder Konzertveranstaltungen sind im Internet nicht mehr zu finden, weil die Suchmaschinen die Arbeit dahinter nicht bezahlen, und die Genannten somit geschützt sind. Absurd? Eben!</li>
<li>So genannte Feeds (RSS) werden bedroht. Und damit eine Kommunikationskultur des Internets.</li>
<li>Start-Ups, die gerade solche News-Dienste implementieren (und nebenbei &#8211; siehe oben &#8211; für Traffic auf die &#8220;Original&#8221;-News-Seiten sorgen), werden bedroht. Und das hemmt die Innovation.</li>
</ul>
<p>Also Leistungsschutzrecht für Österreich? So nicht jedenfalls. Das als Botschaft an die VÖZ.</p>
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