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	<title>Marco Schreuder</title>
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		<title>Bundesrat 02.02.2012 &#8211; Die Reden.</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 14:21:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[politikblog]]></category>
		<category><![CDATA[Austrofaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesrat]]></category>
		<category><![CDATA[Föderalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[WKR-Ball]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Mal hat es leider ein bisschen gedauert bis die Videos da waren. Sorry. 1. Antwort auf Statement von Landeshauptmann Voves (Steiermark) Der steirische Landeshauptmann Voves war zu Gast im Bundesrat, sprach über Reformen, der Steiermark und Möglichkeiten. Hier meine Replik. 2. Aktuelle Stunde mit Finanzministerin Fekter &#8211; Über Finanzpolitik, Schuldenbremse und Sparpaket Das aktuelle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Mal hat es leider ein bisschen gedauert bis die Videos da waren. Sorry.</p>
<p><strong>1. Antwort auf Statement von Landeshauptmann Voves (Steiermark)</strong></p>
<p>Der steirische Landeshauptmann Voves war zu Gast im Bundesrat, sprach über Reformen, der Steiermark und Möglichkeiten. Hier meine Replik.</p>
<p><iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/XR3zkPIidTk" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>2. Aktuelle Stunde mit Finanzministerin Fekter &#8211; Über Finanzpolitik, Schuldenbremse und Sparpaket</strong></p>
<p>Das aktuelle Sparpaket der Bundesregierung war zu diesem Zeitpunkt noch nicht präsentiert. Anlass Grüne Positionen zu verdeutlichen: Wo kann wie eingespart werden und welche Steuern wären sinnvoll.</p>
<p><iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/df66x7gEXbo" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>3. Dringliche Anfrage der FPÖ zum WKR-Ball</strong></p>
<p>Die FPÖ feiert mit rechtsextremen Burschenschafter einen Ball am Shoah-Gedenktag und fühlt sich verfolgt, weil dagegen demonstriert wurde. Die FPÖ: Die Partei, die ständig austeilt, nicht einstecken will und unter Paranoia leidet.</p>
<p><iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/j9b2nZy4Gik" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>4. Rehabilitierung der Opfer des Nationalsozialismus</strong></p>
<p>Ein historischer Moment im Bundesrat. Alle Opfer des Austrofaschismus werden rehabilitiert. Nach langen Verhandlungen ist es unter anderem v.a. meinen Kollegen im Nationalrat, Albert Steinhauser und Harald Walser, gelungen, dass die Opfer rehabilitiert werden. Spät aber doch.</p>
<p><iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/4AQHEnfuhNc" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>5. Kunst- und Kulturbericht 2010</strong></p>
<p>Der Kunst- und Kulturbericht 2010 wurde 2012 (!) im Bundesrat behandelt. Wie auch immer. Einiges läuft ja hervorragend in diesem Land, anderes jedoch nicht. Warum zB. wird eine Studie zu den Bundestheatern nicht öffentlich gemacht, wenn Steuerzahler_innen das bezahlen?</p>
<p><iframe width="420" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/istoud0Oq2s" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Einladung: Vorratsdatenspeicherung und die queere Community.</title>
		<link>http://schreuder.at/2012/02/15/einladung-vorratsdatenspeicherung-und-die-queere-community/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 13:25:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[politikblog]]></category>
		<category><![CDATA[VDS]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[Einladung zur Info-Veranstaltung: Vorratsdatenspeicherung und die queere Community Seit einigen Wochen läuft die Bürger_inneninitiative „Stoppt die Vorratsdatenspeicherung“ – die erste Online-Initiative, die auf der Parlamentswebsite unterzeichnet werden kann und große Erfolge feiert. Über 55.000 Menschen (Stand 15.2.) haben bereits unterzeichnet. In der queeren Community ist das Thema bislang noch nicht intensiv diskutiert. Dabei waren und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einladung zur Info-Veranstaltung:</p>
<p><strong>Vorratsdatenspeicherung und die queere Community</strong></p>
<p>Seit einigen Wochen läuft die Bürger_inneninitiative <a href="http://akvorrat.at/">„Stoppt die Vorratsdatenspeicherung“</a> – die erste Online-Initiative, die auf der Parlamentswebsite <a href="https://zeichnemit.at/">unterzeichnet werden kann</a> und große Erfolge feiert. Über 55.000 Menschen (Stand 15.2.) haben bereits unterzeichnet.</p>
<p>In der queeren Community ist das Thema bislang noch nicht intensiv diskutiert. Dabei waren und sind es vor allem Lesben, Schwule und Transgender, die sich über Kontrolle und Überwachung ihrer elektronischen Daten Gedanken machen sollten!</p>
<p>Am 1. April soll die Vorratsdatenspeicherung (VDS) aufgrund einer EU-Richtlinie auch in Österreich umgesetzt werden. In anderen EU-Staaten wie Deutschland, der Tschechischen Republik, Rumänien und Bulgarien wurde die VDS jedoch bereits für verfassungswidrig erklärt.</p>
<p>Nach der Richtlinie wird sechs Monate gespeichert, wer, wann, wo und mit wem telefoniert hat oder wer, wem, wann und von welchem Anschluss etwa eine Email oder SMS geschickt hat. Die Speicherung der Daten erfolgt verdachtsunabhängig und pauschal für alle Menschen in Österreich.</p>
<p><strong><em>Was bedeutet dies für die queere Community?</em></strong></p>
<p><strong><em>Und was kann man dagegen tun?</em></strong></p>
<p>Dazu laden wir herzlich ein, um Informationen auszutauschen, Fragen zu beantworten und Strategien gemeinsam zu überlegen.</p>
<p>Mit:</p>
<ul>
<li>Thomas Lohninger, Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (<a href="http://www.akvorrat.at/">www.akvorrat.at</a>)</li>
<li>Marco Schreuder, Bundesrat (und auch für Netzpolitik zuständig)</li>
<li>Moderation: Jennifer Kickert, Gemeinderätin</li>
</ul>
<p>Für Getränke ist gesorgt, Eintritt frei.</p>
<p><strong><em>Dienstag, 21. Februar, 19 Uhr</em></strong><br />
<strong><em>Rathaus Wien,</em></strong><br />
<strong><em>Top 24 (Arkadenhof, Eingang Lichtenfelsgasse, Hinweisschilder folgen)</em></strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Social Media Verbot und öffentlich-rechtliches Interesse.</title>
		<link>http://schreuder.at/2012/02/04/socialmedia_orf/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 13:47:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[ORF]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[Die KommAustria-Entscheidung, dass der ORF keine Social Media-Kanäle auf Facebook betreiben darf, sorgt für viel Aufsehen. Der ORF wird berufen und zeigt sich kampfeslustig. Nach dem Pelinka-Debakel eine strategische Möglichkeit ein neues Thema in die Öffentlichkeit zu tragen. Die zwei Perspektiven Der ORF ist nach wie vor die erfolgreichste TV-Anstalt Österreichs. Das trotz der heimischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://www.rtr.at/de/rtr/OrganeKommAustria">KommAustria</a>-Entscheidung, dass der <a href="http://orf.at">ORF</a> keine Social Media-Kanäle auf Facebook betreiben darf, sorgt für viel Aufsehen. Der ORF wird berufen und zeigt sich kampfeslustig. Nach dem Pelinka-Debakel eine strategische Möglichkeit ein neues Thema in die Öffentlichkeit zu tragen.</p>
<p><strong>Die zwei Perspektiven</strong></p>
<p>Der ORF ist nach wie vor die erfolgreichste TV-Anstalt Österreichs. Das trotz der heimischen und vor allem der deutschen Konkurrenz. Das ist gar nicht mal so selbstverständlich, denn in vielen Staaten ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk eher kleiner als die Privaten. Warum das so ist, kann aus zwei Perspektiven gesehen werden: Entweder ist der ORF einfach gut und das Publikum nimmt das Angebot gerne an, hat rechtzeitig reagiert und sich am Markt behauptet. Oder aber man sieht eine klare Bevorteilung, da die Gebührenkonstruktion des öffentlich-rechtlichen TVs Dinge ermöglicht, die privaten Medien nicht möglich sind. Letztere Perspektive hat sich daher auch bei der letzten ORF-Gesetzesnovelle durchgesetzt. Unter anderem wurden die Internetangebote (die Futurezone etwa) stark reduziert bzw. verboten, Kommentarfunktionen wurden abgeschafft, u.a.</p>
<p>Der <a href="http://www.voez.at/">Verband der Zeitungsherausgeber</a> (VÖZ) <a href="http://www.voez.at/b1278m10">jubelt</a> nach der Entscheidung der KommAustria und will nun auch ORF-Auftritte auf Twitter und Co. verbieten. Armin Wolf dürfte somit &#8211; wenn es nach den Verlegern geht &#8211; nicht mehr <a href="https://twitter.com/#!/arminwolf">twittern</a>.</p>
<p><strong>Humbug</strong></p>
<p>Aus meiner Sicht ist ein Social Media-Auftrittsverbot des ORF Humbug. Nun war ich selber voriges Jahr für kurze Zeit verantwortlich für einen Social Media-Auftritt des ORF, bin also durchaus subjektiv. Im Frühjahr 2011 betreute ich den Internet-Auftritt von <a href="http://www.facebook.com/NadineBeilerGoesEurovision">Nadine Beiler</a> beim Eurovision Song Contest in Düsseldorf. Das waren YouTube, Twitter und Facebook. Die Facebook-Seite wird nun unter den &#8220;verbotenen Seiten&#8221; gelistet. Als Grund wird angegeben, dass &#8220;Werbeeinnahmen&#8221; an amerikanische Konzerne gehen würden. VÖZ hat offensichtlich noch nie eine Facebook-Seite, einen YouTube Account oder einen Twitter-Account angelegt, denn dann wüssten sie, dass sowas gratis ist. Und dass man für internationale Auftritte auch international PR machen will, scheint dem VÖZ nicht zu interessieren.</p>
<p>Aber es gibt noch etwas, das aus meiner Sicht für ein Mehr an Internet-Aktivitäten des ORF spricht:</p>
<p><strong>Öffentlich-rechtliches Interesse</strong></p>
<p>Der ORF ist öffentlich-rechtlich. Das heißt, dass beim ORF nicht ausschließlich marktkonforme Fragen gestellt werden müssen, sondern auch Fragen im Sinne des öffentlichen Interesses. Deshalb darf man durchaus und zurecht den ORF kritisieren, wenn man der Meinung ist der öffentlich-rechtliche Auftrag würde nicht erfüllt werden.</p>
<p>Der VÖZ hat sich 2010 auch bei einem anderen Punkt im ORF-Gesetz durchgesetzt. TV-Sendungen des ORF dürfen ausschließlich 7 Tage im Internet abrufbar sein. Danach müssen sie für immer in den Archiven verschwinden.</p>
<p>Warum eigentlich?</p>
<p>Wäre es nicht gerade im öffentlich-rechtlichen Sinne gut, wenn der ORF ein Archiv anbieten würde? Wäre es nicht großartig, wenn Historiker_innen, Politikwissenschaftler_innen oder sonst interessierte Menschen in einem Online-Archiv herumstöbern könnten, Interviews mit Kreisky, Androsch, Schüssel oder Alfred Hrdlicka nachforschen könnten, Klammer-Interviews aus 1976, Kennedy-Besuch in Wien, o.ä.? Die <a href="http://www.bbc.co.uk/archive/">BBC</a> macht es vor.</p>
<p>Dass ein öffentlich-rechtlicher Sender in direktem Kontakt zu Zuseher und Zuseherinnen stehen will, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Daher ist es völlig klar, dass Social Media-Auftritte gut und richtig sind. Es gibt vermutlich nicht wenige Twitter-User, die auf Armin Wolfs Frage &#8220;Habe heute Gast XY im ZiB2-Studio &#8211; habt ihr Fragevorschläge?&#8221; ihre Frage dann live auf Sendung gestellt sehen konnten (ist mir auch schon ein paar Mal passiert).</p>
<p>Die Verleger sollten sich vielleicht besser Gedanken machen, wie sie ihr eigenes Angebot verbessern können, als sich darauf zu konzentrieren die Möglichkeiten des nunmal erfolgreichen öffentlich-rechtlichen Rundfunks (was immer man persönlich dazu für eine Meinung hat) zu beschneiden oder sie tief ins 20. Jahrhundert zurück zu schicken. Das ORF-Gesetz gehört diesbezüglich repariert.</p>
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		<title>Warum ACTA abgelehnt werden muss.</title>
		<link>http://schreuder.at/2012/02/01/warum-acta-abgelehnt-werden-muss/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 14:25:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[politikblog]]></category>
		<category><![CDATA[acta]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Grünen werden ACTA ablehnen. Allem voran die Europäischen Grünen haben sich schon seit Monaten mit dem Thema beschäftigt, als es noch kein allzu großes mediales Thema war. Alle Dossiers wurden auf der Website Act on ACTA veröffentlicht. Warum soll man aber ACTA nun ablehnen? Und warum geht das auch nicht-netzaffinen Leuten was an? Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Grünen werden <a href="http://register.consilium.europa.eu/pdf/de/11/st12/st12196.de11.pdf">ACTA</a> ablehnen. Allem voran die Europäischen Grünen haben sich schon seit Monaten mit dem Thema beschäftigt, als es noch kein allzu großes mediales Thema war. Alle Dossiers wurden auf der Website <a href="http://en.act-on-acta.eu/Main_Page">Act on ACTA</a> veröffentlicht.</p>
<p>Warum soll man aber ACTA nun ablehnen? Und warum geht das auch nicht-netzaffinen Leuten was an? Ich versuche das jetzt kurz zusammenzufassen.</p>
<p><strong>Die Facts</strong></p>
<p>ACTA ist ein zwischenstaatliches Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika, der Europäischen Union, Japan und einigen anderen Industriestaaten und Schwellenländern. Entwicklungsländer haben bereits im Vorfeld nicht teilgenommen, kommen doch die meisten Produktkopien aus China und Südostasien. Diese kopierten Produkte haben übrigens erheblich dazu beigetragen, dass gewisse Güter in armen Staaten überhaupt leistbar waren und sind. ACTA wurde von zahlreichen EU-Staaten bereits unterschrieben &#8211; darunter auch Österreich &#8211; was aber noch <strong>nicht</strong> bedeutet, dass ACTA bereits gültig ist. Denn das Europäische Parlament muss noch zustimmen und auch nationale Parlamente müssen den Vertrag noch ratifizieren. Einige Staaten haben bereits Bedenken angemeldet, etwa Polen oder Slowenien. Voraussichtlich werden die Parlamente im späteren Frühjahr oder sogar im Herbst abstimmen.</p>
<p>ACTA bedeutet &#8221;Anti-Counterfeiting Trade Agreement&#8221;. Auf Deutsch bedeutet das in etwa &#8221;Abkommen gegen Produktpiraterie&#8221;. Der Vertrag wird seit 2008 verhandelt &#8211; ohne Öffentlichkeit! Erst ein Beschluss des Europaparlaments sorgte für eine Veröffentlichung des Vertrags. Sonst wäre der geheim durchgewunken worden.</p>
<p><strong>Kritik</strong></p>
<p>Die Kritik an ACTA sind mit drei Überschriften zusammenfassbar: Undemokratisch, netzpolitisch gefährlich und gesundheitspolitisch ebenso.</p>
<p><strong>Undemokratisch</strong>:</p>
<ul>
<li>ACTA wurde jenseits und durch Ausschaltung transparenter Organisationen (WTO oder World Intellectual Property Organization) verhandelt.</li>
<li>Entwicklungsländer werden von Industriestaaten und Konzernlobbies vor vollendeten Tatsachen gestellt.</li>
<li>Wenn ein demokratischer Politiker einen so zustande gekommenen Vertrag zustimmt, stimmt er auch undemokratischen Vorgängen zu. Auch wenn es ein guter Vertrag wäre (manches wurde ja auch tatsächlich wieder weg verhandelt) oder man inhaltlich dem Vertrag zustimmen mag, kann man nie und nimmer ein so zustande gekommenes Dokument zustimmen!</li>
</ul>
<p><strong>Netzpolitik</strong></p>
<p>Für Internetuser und -userinnen sowie Provider stellt ACTA völlig neue Rahmenbedingungen:</p>
<ul>
<li>Inhaber von Urheberrechten werden besonders gestärkt.</li>
<li>Schutz von Nutzer_innen werden nicht berücksichtigt.</li>
<li>Provider werden zu Hilfspolizisten &#8220;freiwillig gezwungen&#8221; und müssen Inhalte und Userverhalten verfolgen.</li>
<li>Es droht die Gefahr, dass bei einer dritten Mahnung eines Nutzers die Internetverbindung gekappt wird &#8211; und damit der Zugang zu Informationen &#8211; eigentlich ein Grundrecht des 21. Jahrhunderts.</li>
<li>ACTA ignoriert alle Studien &#8211; etwa dass Downloader auch mehr Musik kaufen &#8211; glaubt, dass jede Datei, die kopiert wird, auch gekauft worden wäre, was natürlich Humbug ist, aber der Contentindustrie absurd hohe Strafen ermöglicht.</li>
</ul>
<p><strong>Gesundheitspolitik</strong></p>
<p>Noch in den 90-er Jahren setzte sich Bill Clinton dafür ein, dass AIDS-Medikamente als billigere Generika afrikanischen Staaten zur Verfügung gestellt werden, damit die Epidemie dort besser bekämpfbar wird. Mit ACTA würde ihm das schwerer fallen:</p>
<ul>
<li>Wettbewerb wird unterbunden, Monopole werden abgesichert.</li>
<li>Generika &#8211; etwa aus Indien, dem größten Herstellerland von Generika &#8211; können in Europa beschlagnahmt und vernichtet werden, wenn sie etwa nach Afrika transportiert werden.</li>
<li>Europäische Transporteure sind gefährdet, könnten aufhören zu transportieren, obwohl die Generika Menschenleben retten.</li>
<li>Zerstörung von Waren ist leichter möglich als vor ACTA, obwohl die Zerstörung möglicherweise den Tod vieler Menschen bedeutet &#8211; oder zumindest kompliziertere und schwierigere Behandlungen in Entwicklungsländern.</li>
</ul>
<p><strong>Offene Fragen</strong></p>
<p>Am Ende hilft auch ACTA nicht grundlegende Fragen zu beantworten, die im digitalen Zeitalter neu überdacht werden müssen und ohnehin neue rechtliche Rahmenbedingungen benötigen:</p>
<ul>
<li>Welches Urheberrecht und Patentrecht ist dem digitalen Zeitalter entsprechend neu zu adaptieren? Stimmen unsere Rechtsbestimmungen aus dem 19. Jahrhundert überhaupt noch im digitalen Zeitalter?</li>
<li>Wem gehört das Internet? Sollen Konzerne über nahezu alle Inhalte kontrollieren dürfen?</li>
<li>Netzpolitik wird immer noch als &#8220;Randthema&#8221; betrachtet, die Contentindustrie hat alle technologischen Entwicklungen verschlafen. Sollen Internetnutzer und -nutzerinnen tatsächlich im Rückzugsgefecht der Industrie drauf zahlen, obwohl es deren Versagen war?</li>
</ul>
<p><strong>Wir sagen NEIN zu ACTA!</strong></p>
<p>Hier geht es meiner auf Facebook eingerichteten Seite<strong> <a href="http://www.facebook.com/RausausACTA">Österreich muss aus ACTA aussteigen!</a> </strong>Bitte liken!</p>
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