Sehr persönliche Notizen zum Tod Jörg Haiders.

Die Person und das Phänomen Jörg Haider war ein Hauptgrund, warum ich ein politischer Mensch wurde. Wenn wohl auch nicht so, wie er es hätte haben wollen. Ich entwickelte nämlich Widerstand – vor allem gegenüber einer Politik, die er verkörperte. Da es in den Medien genug Erinnerungen und Rückblicke gibt, veröffentliche ich hier lieber sehr, sehr persönliche Gedanken zum plötzlichen Tod Haiders. Das tue ich, weil er nun einmal prägend für mein Leben war und ich – heute an seinem Todestag – nicht darüber schweigen kann und will. Denn mein politisches Bewusstsein wäre ohne Jörg Haider nicht so, wie es ist.
Das Salzkammergut.
Was Jörg Haider und ich gemeinsam haben ist die Region, in der wir aufwuchsen. Er südlich von Bad Ischl – in Bad Goisern; ich ab meiner Volksschulzeit westlich davon – zuerst in St. Wolfgang, dann in Bad Ischl. Der Unterschied: Er wuchs in einer nationalsozialistisch geprägten Familie auf, ich in einer zugewanderten Familie, die zwar nicht ganz als „Gastarbeitsfamilie“ galt, denn NiederländerInnen waren irgendwie keine „bösen Ausländer“, aber ich begriff sehr bald, was es heißt zuhause eine andere Sprache zu sprechen als in der Schule – und was es heißt zur Muttersprache den Kontakt zu verlieren ohne die neue Sprache (anfangs) perfekt zu beherrschen.
Das Salzkammergut war immer schon geprägt von Gegensätzen. Ein Teil des Salzkammerguts ist katholisch. der südliche Teil im oberösterreichischen Teil ist aber seit der Gegenreformation fast ausschließlich evangelisch. Einerseits gab und gibt es noch immer zahlreiche Verherrlicher der NS-Zeit, andererseits war gerade im Inneren Salzkammergut auch eine starke Widerstandsgruppe aktiv (noch heute werden viele Orte traditionell rot regiert). Einerseits war das Salzkammergut – dank kaiserlicher Traditionen und Tourismus – geprägt von Weltoffenheit und langer kultureller Tradition, andererseits gab es aber auch ländliche Strukturen und Abschottungstendenzen. Das Salzkammergut war und ist eine Region der Gegensätze. Was alle im Salzkammergut eint – und wohl auch Haider und mich einte: Die Liebe zur wunderbaren Natur, den Seen, die Berge, des kulturellen Reichtums. Vielleicht ist letzteres ohnehin die klassische Heimatliebe. Who knows?
Die Mittachtziger.
Die 80-er Jahre waren prägend in meinem Leben und machten mich zu einem politischen Menschen. Ich konnte mich zwar noch an Kreisky erinnern, aber das war bevor ich wirklich politisch wurde. Das passierte erst so richtig ab 1984, und da spielt Jörg Haider sehr bald eine Rolle. Jetzt muss ich aber etwas ausholen…
Denn es waren drei Ereignisse, die mich vor allem prägten:
1. Hainburg: Als noch sehr junger Bub, der aber schon eigenständiges Denken entwickeln konnte, war ich von dem Widerstand, der in Hainburg – weit weg im Osten Österreichs –  passierte, sehr beeindruckt. Widerstandsgeist gefiel mir. Sich nicht alles gefallen lassen, sondern auch mal aufmucken, wenn einem das Gewissen oder der Gerechtigkeitssinn sagt, dass man sich wehren muss… Das imponierte.
2. Tschernobyl: 1986. Meine Eltern waren gerade bei ihren Eltern in den Niederlanden. Meine Schwester und ich wurden – und das fanden wir toll! – zum ersten Mal als alt genug angesehen, allein auf uns selbst aufzupassen, denn mitfahren ging nicht, denn wir mussten ja in die Schule. Da passierte das Unglück in der damaligen Sowjetunion.
Ich erinnere mich noch an die erste Meldung in den Morgennachrichten, als von einer radioaktiven Wolke die Rede war. Irgendwo auf den Weg nach Skandinavien. Kurz darauf wurden wir eingeschult: Schuhe draußen stehen lassen, nicht in Sandkasten spielen, uvm. Das war ein traumatisches Erlebnis. Man konnte die Gefahr nicht sehen, nicht riechen, nicht anfassen. Sie war aber da.
Ich wollte kurz danach auch zu den Anti-Wackersdorf Demos, fand aber keine Mitfahrgelegenheit, was ich sehr bedauerte. Ich weiß auch bis heute nicht, ob mir meine Eltern das überhaupt erlaubt hätten.
3. Waldheim – Haider – Gedenkjahr: In der selben Woche, als in der Ukraine ein Reaktor explodierte, wurde in Österreich ein neuer Bundespräsident gewählt. Die Wahl wurde von Kurt Waldheim gewonnen. Als davor seine Vergangenheit Hauptthema des Wahlkampf wurde, begann ich mich für die Geschichte Österreichs, aber auch für meine eigene Geschichte zu interessieren. Woher komme ich? Was bin ich? Wer sind meine Feinde? Wo finde ich Allianzen? Ganz normale Gedanken eines nach Identität suchenden Pubertierenden… Ich fragte also nach – insbesonders 1988, als auch in meiner Schule das so genannte Gedenkjahr mit großem Aufwand betrieben wurde und wofür ich heute noch dankbar bin.
Ich war 6 Jahre alt, als meine Eltern die Niederlande verließen um in Österreich zu leben. Nun fand ich plötzlich heraus, dass meine Großeltern die NS-Zeit ja erlebt hatten und wollte wissen, wie das damals war. Da fand ich heraus, dass mein Geburtsort Putten eines der am härtesten bestraften Gemeinden der Niederlande war. Die Nazis brannten bei der so genannten Razzia von Putten im Oktober 1944 nach einem Attentat das Dorf nieder und alle Männer, deren sie habhaft wurden, verschleppten sie in Konzentrationslager. Mein Großvater wurde mit großem Glück verschont. Meine Großeltern mütterlicherseits wiederum kamen aus Rotterdam und berichteten von den Zerstörungen der alten stolzen Hafenstadt und dem Leid während der NS-Zeit. Und da wurde mir – im Zuge des Wahlkampfs 1986 bis zum Gedenkjahr 1988 – bewusst, dass meine Eltern in ein Land gezogen waren, in denen die Männer lebten, die meinen Großeltern, meinem Dorf, der Stadt meiner Mutter, das angetan hatten. Ich sah zum ersten Mal Gedenkbücher meines Geburtsortes und fand einige mit dem Namen Schreuder unter den Opfern. Österreich war plötzlich nicht nur ein schönes Land. Es legte sich ein Schatten über meine Liebe zu Österreich. Die Liebe aber blieb.
Gleichzeitig gehörten meine Eltern den Jehovas Zeugen an – eine Religion in der ich aufwuchs (die ich auch bald verlassen sollte, aber vor der ich durchaus Respekt habe). Unser Nachbar und „Glaubensbruder“ war der heute noch lebende Leopold Engleitner, der sechs Jahre KZ überlebte und darüber mit großem Engangement berichtete – und heute 103-jährig noch immer berichtet.
Meine eigene Homosexualität konnte ich damals schon erahnen, aber noch nicht wirklich fassen. Das gelang aber kurz darauf und half mir diese Identitätsfindung voranzutreiben. Mir war bald auch in dieser Hinsicht klar, zu einer potenziellen „Opfergruppe“ zu gehören. Zu einer Minderheit, die gerne diskriminiert und verfolgt wird und wurde.
Und genau in dieser Zeit der persönlichen Entwicklung begann der Aufstieg Jörg Haiders. In den aktuellen Rückblenden kann darüber genug gelesen werden, daher erspare ich mir jetzt die Erinnerungen an 1986, dem deutschnationalen Putsch innerhalb der FPÖ, den Aufstieg, dem Bann von Vranitzky, den Äußerungen zur „ordentlichen Beschäftigungspolitik“, usw.
Ich will aber davon berichten, dass genau diese Äußerungen und die plötzliche Salonfähigkeit rechtsnationaler Ideologien mich echt schockierten. Ich wurde aktiv! Einer meiner ersten Aktionen war diesbezüglich ein Maturaheft einer Parallelklasse in der Tourismusschule Bad Ischl. Darin wurde ein enorm xenophober Text veröffentlicht. Einige meiner Klasse (darunter auch Christine Hartenthaler, die heute erfolgreich das Theaterprojekt muunkompanie betreut) wehrten sich vehement gegen diesen offenen Rassismus und bekamen prompt Unterstützung seitens des Schuldirektors. Das Heft wurde eingestampft. Mein erster politischer Erfolg.
Nach dem politischen Erdbeben in Hainburg und Gründung der Grünen, der Vergangenheitsbewältigung des Landes durch die Diskussionen rund um Waldheim und der Anti-AKW-Bewegung nach dem Trauma Tschernobyl, war mir plötzlich klar: Widerstand kann sich lohnen. Nationalsozialismus, Nationalismus, Andere zu Sündenböcken machende Politik: Das war bald meine Hauptantriebsfeder meines politischen Denkens.
Die Neunziger.
Ich wurde nicht gleich Politiker, aber politisch. Ich hatte noch keine österreichische Staatsbürgerschaft, denn ich hoffte bald irgendwann eine doppelte Staatsbürgerschaft haben zu dürfen. Ich erwartete immer, dass irgendwann die Menschen und die Politik verstehen, dass man zugleich eine österreichische UND eine niederländische Identität haben kann (…darauf warte ich übrigens bis heute).
Jörg Haiders FPÖ eilte von Wahlerfolg zu Wahlerfolg. Er initiierte das so genannte „Ausländer-Volksbegehren“ und ich war eines der vielen Lichter beim so genannten Lichtermeer 1993 (ich trug eine Tafel mit der Aufschrift: Ich bin Ausländer, ich bin schwul, was noch?). Ich war am Max-Reinhardt-Seminar und wir überlegten uns, wie wir in unserer künstlerischen Arbeit auf die neue Rechts-Bewegungen antworten konnten – fanden aber nur unbefriedigende Lösungen. Ein Phänomen, das sich im Kunstschaffen Österreichs leider bis heute fortsetzt – mit einer Ausnahme: der kurz davor verstorbene Thomas Bernhard.
1999 dann der Wahltriumph der FPÖ.
2000 – 2008
Die Regierungsverhandlungen 1999/2000 sind bekannt. Das Ergebnis auch. Auch mein Geburtsland zeigte Österreich die diplomatische kalte Schulter. So sehr ich mich über die Aufnahme einer extrem rechten Partei in die Regierung empörte, empfand ich plötzlich Widersprüche. Ein großer Teil meiner Freundinnen und Freunde wählten grün, liberal, schwarz oder rot – und wurden nun kollektiv mit abgestempelt. Das empfand ich ebenfalls als ungerecht. Ich musste bei vielen Auslandsaufenthalte – besondern in den Niederlanden – einen differenzierteren Blick auf Österreich einmahnen. Es ist vielleicht diese Diskrepanz, die auch irgendwie typisch österreichisch ist: Einerseits die Politik und das Ewiggestrige bekämpfen – andererseits das Land vor banalen Schubladisierungen verteidigen müssen. Ein ständiges zwischen den Stühlen sitzen. Anti-Nationalistisch sein und trotzdem das Land lieben.
Ich kam Ende 2001 in die Politik. Nach den Attentaten in New York und Washington war die politische Diskussion ganz wo anders. Erst später sollte die FPÖ auseinander fallen und mit HC Strache ein Mann groß werden, der den Islam als Hauptfeind aussuchte – um dadurch gleichzeitig eine differenzierte Debatte wieder zu verunmöglichen, da man vor allem mit der Bekämpfung der banalen populistischen Sprüche beschäftigt war, statt sich ernsthaft mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Was bleibt.
Nach Bruno Kreisky ist Jörg Haider sicher einer der prägendsten politischen Figuren Österreichs. Auch einen wirklichen Verdienst kann man ihm zuschreiben. Er trat auch an, um die österreichische Tradition, die das ganze Land in eine rote und eine schwarze Reichshälfte einteilte (von Sportvereinen bis Autofahrerklubs, von Rettungsdiensten bis staatsnahen Betrieben), zu bekämpfen. Das ist ihm sogar in vielen Bereichen gelungen.
Was aber auch bleibt: Eine ernsthafte, sinnvolle und inhaltliche Debatte über die Aufgaben von Integrationspolitik und Zuwanderung wurde durch plumpe Propaganda unmöglich gemacht. Die Klaviatur der Vorurteile wurde so geschickt gespielt, dass bis heute die Auseinandersetzung über diese Vorurteile vorherrscht. Deswegen ist es kaum möglich in einer inhaltlichen und öffentlichen Debatte über Integration ernsthaft zu reden. Mit HC Strache hat er diesbezüglich einen Schüler, der dies ebenso beherrscht und es sogar noch weiter trieb. Auch ein Erbe Haiders…
An seinem heutigen Todestag muss man natürlich vor allem an seine Familie und an seine Angehörige und FreundInnen denken. Der Tod ist schockierend. Der Autounfall unfassbar und passiert mitten in einer spannenden Zeit – weltpolitisch und innenpolitisch.
Es gab aber auch in den Erinnerungen heute etwas äußerst Irritierendes: Seine Äußerungen zur NS-Zeit wurde in den österreichischen Medien wieder unter der Rubrik „Was das Ausland zum Tod Haiders sagt“ gebracht. Dass er den Rechtsstaat missachtete – etwa bei den Orttafeln in Kärnten – wird kaum erwähnt. Warum kann Österreich eigentlich nicht selbst darüber reflektieren, sondern lässt das wieder nur als Außensicht geschehen? Pietät: ja. Verschweigen: nein.
Auch das bleibt von Jörg Haider, einem Mann der mich politische mitprägte.

Foto: Das Lichtermeer 1993 (SOS Mitmensch). Ein Beispiel, wie Jörg Haider nicht nur seine AnhängerInnen, sondern auch diejenigen, die seiner Politik eine klare Absage erteilten, mobilisierte. 

26 Gedanken zu „Sehr persönliche Notizen zum Tod Jörg Haiders.“

  1. ein 5-Sterne BlogEintrag und ein schöner Eintrag ins lebendige Archiv unseres kulturellen Gedächtnisses.

    danke, tat gut zu lesen.

  2. ein 5-Sterne BlogEintrag und ein schöner Eintrag ins lebendige Archiv unseres kulturellen Gedächtnisses.

    danke, tat gut zu lesen.

  3. Heute morgen wußte ich nicht, wie ich reagieren soll. Ich mochte ihn ja nie. Aber wer gönnt schon jemanden einen furchtbaren Tod? Es so zu lesen, wie Sie es in Ihrem Blog geschrieben haben, ist sehr angenehm. Danke.

  4. Heute morgen wußte ich nicht, wie ich reagieren soll. Ich mochte ihn ja nie. Aber wer gönnt schon jemanden einen furchtbaren Tod? Es so zu lesen, wie Sie es in Ihrem Blog geschrieben haben, ist sehr angenehm. Danke.

  5. Jetzt ist er weg – aber das politische Klima, das er seit den 80er Jahren mitgeprägt hat, ist immer noch da. Wäre es umgekehrt, wäre mir menschlich und politisch wohler.

    Kondolenz an seine Hinterbliebenen. Mein Andenken an Jörg Haider wird darin bestehen, weiter gegen ein rechtslastiges politisches Klima einzutreten.

    Leider gibt es jetzt nicht mehr die Möglichkeit, ihm mit der Kraft des Arguments entgegenzutreten.
    Er war ein polarisierender Mensch und Politiker, dessen Tod konsequenterweise auch zwiespältige Gefühle hinterlässt.

  6. Jetzt ist er weg – aber das politische Klima, das er seit den 80er Jahren mitgeprägt hat, ist immer noch da. Wäre es umgekehrt, wäre mir menschlich und politisch wohler.

    Kondolenz an seine Hinterbliebenen. Mein Andenken an Jörg Haider wird darin bestehen, weiter gegen ein rechtslastiges politisches Klima einzutreten.

    Leider gibt es jetzt nicht mehr die Möglichkeit, ihm mit der Kraft des Arguments entgegenzutreten.
    Er war ein polarisierender Mensch und Politiker, dessen Tod konsequenterweise auch zwiespältige Gefühle hinterlässt.

  7. „An seinem heutigen Todestag muss man natürlich vor allem an seine Familie und an seine Angehörige und FreundInnen denken. Der Tod ist schockierend.“

    Ich bin weder BZÖ noch Grüne-Wähler. Ihre persönlichen Notizen zum Tod Haiders sind aber sehr gut geschrieben und interessant zu lesen!

    Ich persönlich habe einige linke Freunde und Bekannte, leider nehmen ein paar von ihnen mit Genugtuung und Wohlwollen den Tod von Jörg Haider auf. („Endlich ist der ****** tot.“) Ich finde das extrem abstoßend und bin froh, dass es politische Gegner gibt, die Jörg Haider kritisieren können, ohne sich untergriffig und hetzerisch über dessen Tod zu freuen.

  8. „An seinem heutigen Todestag muss man natürlich vor allem an seine Familie und an seine Angehörige und FreundInnen denken. Der Tod ist schockierend.“

    Ich bin weder BZÖ noch Grüne-Wähler. Ihre persönlichen Notizen zum Tod Haiders sind aber sehr gut geschrieben und interessant zu lesen!

    Ich persönlich habe einige linke Freunde und Bekannte, leider nehmen ein paar von ihnen mit Genugtuung und Wohlwollen den Tod von Jörg Haider auf. („Endlich ist der ****** tot.“) Ich finde das extrem abstoßend und bin froh, dass es politische Gegner gibt, die Jörg Haider kritisieren können, ohne sich untergriffig und hetzerisch über dessen Tod zu freuen.

  9. Wow. Dass ich den besten Blogeintrag hier lesen soll hätt ich mir nicht gedacht. Die meisten sind allgemeines Blabla. Persönlicher Bezug ist die beste Perspektive. Ich habe mich nicht nur selbst an die 80er erinnert und an Jörg Haider. Ich habe hier auch den Politiker Marco Schreuder kennengelernt.Und ich bin beeindruckt.

  10. Wow. Dass ich den besten Blogeintrag hier lesen soll hätt ich mir nicht gedacht. Die meisten sind allgemeines Blabla. Persönlicher Bezug ist die beste Perspektive. Ich habe mich nicht nur selbst an die 80er erinnert und an Jörg Haider. Ich habe hier auch den Politiker Marco Schreuder kennengelernt.Und ich bin beeindruckt.

  11. Jörg Haider hat die Politik verändert, und seine Gegner haben sein politisches Können in wirklichkeit auch immer bewundert. Er hat mich immer motiviert über Politik nachzudenken und selbst aktiv zu werden.

    Den Blog eintrag finde ich schön zu lesen.

    Auch er war nur ein Mensch und verdient es nicht so früh zu sterben

  12. Jörg Haider hat die Politik verändert, und seine Gegner haben sein politisches Können in wirklichkeit auch immer bewundert. Er hat mich immer motiviert über Politik nachzudenken und selbst aktiv zu werden.

    Den Blog eintrag finde ich schön zu lesen.

    Auch er war nur ein Mensch und verdient es nicht so früh zu sterben

  13. Die Unmöglichmachung einer inhaltlichen Debatte über Integrationspolitik ist, werter Herr, nicht Jörg Haider zuzuschreiben. Vielmehr ist die konsequente Ignoranz einer angeblich nur behaupteten und gar nicht existenten Problematik seitens der regierenden Parteien daran schuld.

    Im Klartext: Hätte man mit Haider offen darüber diskutiert und Lösungen zu finden gesucht, gäbe es jetzt nicht diese starken Polarisierungen.

    Dass die Probleme, welche Haider sich stets „eingebildet hat“, bestehen, beweisen Dinge wie die gefälschte Kriminalstatistik und der Inflationsschub, welchen die hochverschuldete Nation bald brauchen wird ;-). Dieser wird allerdings der „Finanzkrise“ zugeschoben werden.

  14. Die Unmöglichmachung einer inhaltlichen Debatte über Integrationspolitik ist, werter Herr, nicht Jörg Haider zuzuschreiben. Vielmehr ist die konsequente Ignoranz einer angeblich nur behaupteten und gar nicht existenten Problematik seitens der regierenden Parteien daran schuld.

    Im Klartext: Hätte man mit Haider offen darüber diskutiert und Lösungen zu finden gesucht, gäbe es jetzt nicht diese starken Polarisierungen.

    Dass die Probleme, welche Haider sich stets „eingebildet hat“, bestehen, beweisen Dinge wie die gefälschte Kriminalstatistik und der Inflationsschub, welchen die hochverschuldete Nation bald brauchen wird ;-). Dieser wird allerdings der „Finanzkrise“ zugeschoben werden.

  15. Der beste Blog zum Thema bisher. Danke.

    @iris hajicsek: Gefällt mir der gut, der Gedanke. Es wäre besser seine politische Ideen wären gestorben als die Person. Jetzt ist es leider andersrum.

  16. Der beste Blog zum Thema bisher. Danke.

    @iris hajicsek: Gefällt mir der gut, der Gedanke. Es wäre besser seine politische Ideen wären gestorben als die Person. Jetzt ist es leider andersrum.

  17. Na ja, die Geschichte hat uns belehrt wie viele unschuldige Familien ermordet wurden. Österreicher haben Blut verschmierte Hände, dies wurde eine Generation weitergegeben, einfacher ist es die Vergangenheit zu verleugnen. Haider war einer der es „Öffentlich“ gesagt hat, ich finde aber diejenigen viel schlimmer die schweigen und trotzdem mit Ãœberzeugung die Vergangenheit in sich tragen. Nicht umsonst hat seine Partei bei den Wahlen so gut abgeschnitten. Sehr viele Ausländer werden in Österreich diskriminiert und bewusst ausgeschlossen. Ich finde es wirklich klasse wie die Lebensgeschichte erzählt wird und dieser fremdenfeindliche Einfluss in Vorschein kommt. Für einen weiteren Schatten über Österreich hat Haider und seine Befürworter erhebliches Beigetragen. Für mich ist jemand Brillant, der aus den Fehlern in der Geschichte lernt, und mit aller Macht, Geschick und Intelligenz in die Zukunft blickt. Ich weiß nicht ob Österreich so einen tollen Politiker verloren hat? Man sollte mehr die ausländischen Nachrichten lesen, da wird es weniger verzehrt! Danke für Deine Geschichte! Ich kann das total gut nachvollziehen, was das für Dich bedeutet!

  18. Na ja, die Geschichte hat uns belehrt wie viele unschuldige Familien ermordet wurden. Österreicher haben Blut verschmierte Hände, dies wurde eine Generation weitergegeben, einfacher ist es die Vergangenheit zu verleugnen. Haider war einer der es „Öffentlich“ gesagt hat, ich finde aber diejenigen viel schlimmer die schweigen und trotzdem mit Überzeugung die Vergangenheit in sich tragen. Nicht umsonst hat seine Partei bei den Wahlen so gut abgeschnitten. Sehr viele Ausländer werden in Österreich diskriminiert und bewusst ausgeschlossen. Ich finde es wirklich klasse wie die Lebensgeschichte erzählt wird und dieser fremdenfeindliche Einfluss in Vorschein kommt. Für einen weiteren Schatten über Österreich hat Haider und seine Befürworter erhebliches Beigetragen. Für mich ist jemand Brillant, der aus den Fehlern in der Geschichte lernt, und mit aller Macht, Geschick und Intelligenz in die Zukunft blickt. Ich weiß nicht ob Österreich so einen tollen Politiker verloren hat? Man sollte mehr die ausländischen Nachrichten lesen, da wird es weniger verzehrt! Danke für Deine Geschichte! Ich kann das total gut nachvollziehen, was das für Dich bedeutet!

  19. Möchte mich ganz herzlich bei den vielen Frauen und Männern, die hier kommentiert haben (und kommentieren werden?) bedanken.

    Dieser Beitrag hat tatsächlich viel Echo. Ich habe auch zahlreiche private Emails erhalten, in denen Leute mir berichten, wie sie die Zeit Haiders seit den 80-er Jahren erlebten.

    Heute werde ich sogar vom Berliner Radiosender Fritz (RBB) dazu interviewt.

    Beste Grüße,
    Marco

  20. Möchte mich ganz herzlich bei den vielen Frauen und Männern, die hier kommentiert haben (und kommentieren werden?) bedanken.

    Dieser Beitrag hat tatsächlich viel Echo. Ich habe auch zahlreiche private Emails erhalten, in denen Leute mir berichten, wie sie die Zeit Haiders seit den 80-er Jahren erlebten.

    Heute werde ich sogar vom Berliner Radiosender Fritz (RBB) dazu interviewt.

    Beste Grüße,
    Marco

  21. ein guter Beitrag.

    nur eins möchte ich hinzufügen:
    Erst durch die Verunglimpfung Haiders beim Ausländerthema, wurde man auf die Integrationsprobleme aufmerksam. Es hätte sich im stillen Kämmerlein, am Stammtisch etwas zusammengebrauen können, dass genauso fatale Auswirkungen hätte haben können. Erst durch diese Verunglimpfungen sind auch andere Parteien die Probleme ein wenig aufgefallen: z.B. Deutsch-Kenntnisse.
    Wann wurde der verpflichtende Deutsch-Kurs eingeführt? wie Haiders-Partei in der Regierung war. Auch wenn der Stil und das WIE nicht gerade optimal waren, so wurden zumindest erste Anreize für eine Integration getan. Unter Schwarz-Rot gab es keine einzige Integrationspolitik. Und jetzt kommt man drauf, dass Fremdenhass genau deshalb geschürrt wird, weil für die Integrationspoltik kein Platz war.

  22. ein guter Beitrag.

    nur eins möchte ich hinzufügen:
    Erst durch die Verunglimpfung Haiders beim Ausländerthema, wurde man auf die Integrationsprobleme aufmerksam. Es hätte sich im stillen Kämmerlein, am Stammtisch etwas zusammengebrauen können, dass genauso fatale Auswirkungen hätte haben können. Erst durch diese Verunglimpfungen sind auch andere Parteien die Probleme ein wenig aufgefallen: z.B. Deutsch-Kenntnisse.
    Wann wurde der verpflichtende Deutsch-Kurs eingeführt? wie Haiders-Partei in der Regierung war. Auch wenn der Stil und das WIE nicht gerade optimal waren, so wurden zumindest erste Anreize für eine Integration getan. Unter Schwarz-Rot gab es keine einzige Integrationspolitik. Und jetzt kommt man drauf, dass Fremdenhass genau deshalb geschürrt wird, weil für die Integrationspoltik kein Platz war.

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