Nachwirkung des Rechtsrucks? Islamischer Friedhof geschändet.

Ist das, was wir auf diesem Foto sehen, schon eine Auswirkung des Wahlsonntags? Ich meine: Ja. Die rechten Recken trauen sich wieder. Die Grazer Grünen berichteten uns neulich davon, dass Kopftuch tragende Frauen vermehrt angerempelt und beschimpft werden. In Traun wurde der Islamische Friedhof geschändet wie HIER auf der Website der oberösterreichischen Islamischen Glaubensgemeinschaft berichtet wird.
Nicht, dass ich der Meinung bin, dass jeder Wähler oder jede Wählerin der FPÖ oder des BZÖ rechtsextrem wäre. Ganz bestimmt nicht. Aber diese Parteien machen Rechtsextremismus wieder sichtbar und ermutigen Rechtsextreme zu Aktionen und diese kriechen wieder aus ihren Verstecken hervor. Der Mainstream könnte davon angesteckt werden. Vor allem die FPÖ schürt diese Ressentiments und Ängste mit Hetze, die ExtremistInnen ausnützen.
Die FPÖ gefährdet das friedliche Zusammenleben. Probleme, die es gibt, werden von der FPÖ nicht gelöst, sondern dienen ihr nur zur Stimmenmaximierung. Warum sonst plakatiert die FPÖ so gerne Plakate wie „Deutsch statt nix verstehen“ und lehnt gleichzeitig im Wiener Gemeinderat JEDE Deutsch-Maßnahme bei MigrantInnen und JEDE Integrationsmaßnahme ab?
Ich traue mir daher diese These zu vertreten:
Die FPÖ will gar nicht, dass MigrantInnen sich integrieren. Die FPÖ will in Wahrheit chancenlose MigrantInnen, die sich deswegen wieder auf ihre Kultur besinnen, weil sie in Österreich keine Karrierechance und keine offenen Türen vorfinden, stattdessen aber hetzerische Propaganda der FPÖ und Diskriminierungen begegnen.
Die FPÖ braucht diese MigrantInnen nur zu einem Zweck: Sie bekommt viele WählerInnenstimmen. Es wird Zeit, dies deutlich öffentlich zu kommentieren. Denn alle WählerInnen, die sich von der FPÖ erwarten, das so genannte „Ausländerproblem“ gelöst zu bekommen, werden bitter enttäuscht: Unter schwarz-blau war die Zuwanderung auf Rekordniveau. Nur Integration gab es keine. Das ist eine bewusste Strategie der FPÖ. Das alles dient nur einem Zweck: Stimmenmaximierung. Verantwortungslos und grauenhaft.

4 Gedanken zu „Nachwirkung des Rechtsrucks? Islamischer Friedhof geschändet.“

  1. Es ist offensichtlich, und ich frage mich wieso es nicht schon längst öffentlich diskutiert wurde – nicht nur bei der Integration, auch in anderen Fragen…

    – FPÖ sagt „Asylanten kosten uns soviel“ (weil sie ein kärgliches Taschengeld beziehen [müssen]
    – FPÖ sagt „Asylanten sind kriminell“ (die Kriminalitätsrate ist im Bereich der Beschaffungskriminalität tatsächlich höher – armutsbedingt)
    – die FPÖ sagt „Asylanten sollen nicht arbeiten, weil sie Österreichern Jobs wegnehmen würden“ (was einfach Unsinn ist)

    Jetzt wäre aber wenigstens geringfügige Arbeit für Asylanten Zeit ihres Aufenthalts die Möglichkeit, ihre Situation etwas aufzuwerten. Damit würde der Beschaffungskriminalität der Grund entzogen und die Kriminalitätsrate sinken. Das wäre aber schlecht für die FPÖ, weil es dann keinen Grund mehr gäbe, auf Asylanten als Sündenbock zu zeigen.

    Ähnlich die Idee des geteilten Sozialsystems, das so nie realisiert werden wird. Die FPÖ weiß das auch, darum fordet sie es. Werden Ausländer in ein alternatives Sozialsystem gesteckt, aus dem sie weniger Leistungen erhalten, würden sie dort auch weniger einzahlen müssen. Folglich wären sie günstiger für Arbeitnehmer. Im Grunde würde die FPÖ ihre eigenen „Ziele“ mit dieser Idee boykottieren.

    Siehe auch dieses Video eines Kollegen, das mMn einen guten Ansatz bietet, wie man das wahre Gesicht der FPÖ öffentlich machen könnte.

    http://zurpolitik.com/?p=1077

  2. Es ist offensichtlich, und ich frage mich wieso es nicht schon längst öffentlich diskutiert wurde – nicht nur bei der Integration, auch in anderen Fragen…

    – FPÖ sagt „Asylanten kosten uns soviel“ (weil sie ein kärgliches Taschengeld beziehen [müssen]
    – FPÖ sagt „Asylanten sind kriminell“ (die Kriminalitätsrate ist im Bereich der Beschaffungskriminalität tatsächlich höher – armutsbedingt)
    – die FPÖ sagt „Asylanten sollen nicht arbeiten, weil sie Österreichern Jobs wegnehmen würden“ (was einfach Unsinn ist)

    Jetzt wäre aber wenigstens geringfügige Arbeit für Asylanten Zeit ihres Aufenthalts die Möglichkeit, ihre Situation etwas aufzuwerten. Damit würde der Beschaffungskriminalität der Grund entzogen und die Kriminalitätsrate sinken. Das wäre aber schlecht für die FPÖ, weil es dann keinen Grund mehr gäbe, auf Asylanten als Sündenbock zu zeigen.

    Ähnlich die Idee des geteilten Sozialsystems, das so nie realisiert werden wird. Die FPÖ weiß das auch, darum fordet sie es. Werden Ausländer in ein alternatives Sozialsystem gesteckt, aus dem sie weniger Leistungen erhalten, würden sie dort auch weniger einzahlen müssen. Folglich wären sie günstiger für Arbeitnehmer. Im Grunde würde die FPÖ ihre eigenen „Ziele“ mit dieser Idee boykottieren.

    Siehe auch dieses Video eines Kollegen, das mMn einen guten Ansatz bietet, wie man das wahre Gesicht der FPÖ öffentlich machen könnte.

    http://zurpolitik.com/?p=1077

  3. Danke für den Link und den Beitrag. Ich werde die Argumentationen auf jeden Fall weiterleiten! Selbst benutzen sowieso.
    Marco

  4. Danke für den Link und den Beitrag. Ich werde die Argumentationen auf jeden Fall weiterleiten! Selbst benutzen sowieso.
    Marco

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