Als Zeuge Jehovas aufgewachsen.

Vor einigen Tagen wurden die Zeugen Jehovas als Religion offiziell anerkannt. Zeitungen berichteten viel darüber und auch ich wurde diesbezüglich immer wieder angesprochen und nach meiner Meinung gefragt. Dabei sind meine Gesprächspartner_innen immer sehr überrascht, wenn ich sage: „Ich bin da leicht befangen, kenne die NS-Verfolgungsgeschichte sehr gut, denn ich wuchs selbst als einer auf!“ Als Reaktion folgt dann meist eine Mischung aus Unglauben und Staunen, und manchmal habe ich sogar den Eindruck, ich mache mit dem Satz sprachlos, da ich vielmehr als weltoffener schwuler Mann bekannt bin. Der Weg ein solcher zu werden, war aber ein sehr langer. Ich kann daher hier nur sehr verkürzt zusammenfassen, obwohl es ein langer Text wird. Ich hoffe, Eure Geduld reicht.

Ich erzähle diese private Geschichte übrigens nicht aus dem Bedürfnis eines Seelenstriptease heraus. Ich glaube einfach, es hat auch gesellschaftliche Bedeutung. Die Abwägung, wieviel Privates öffentlich gemacht werden kann, ist immer schwierig, denn auch Privat ist oft sehr Politisch. Ich hoffe ich schaffe es, denn dieser Beitrag kostet mir schon Nerven, Tränen aber zum Glück keine mehr.

Kindheit, Pubertät und „schwere Prüfungen“

Im Grunde wuchs ich ganz normal in einer sehr liebevollen Familie auf – zuerst in den Niederlanden und später im Salzkammergut. Der Unterschied war aber, dass ich nicht in eine Kirche, eine Synagoge oder eine Moschee mitgenommen wurde, sondern eben in den Königreichssaal, wie die Versammlungsorte heißen. Ich ging mit Eltern und anderen JZ von Tür zu Tür, wollte bzw. musste Wachtturm und Erwachet verbreiten und wurde im Bibel lesen und interpretieren geschult. Somit war die Religion von Anfang an ein ganz normaler Bestandteil meines Lebens. Aber schon in früher Kindheit wurde mir klar gemacht: Innerhalb der Glaubensbrüder und -schwester ist man „in der Wahrheit“ und die Welt da draußen ist eben „die Welt“, was durchaus abwertend gemeint war. Das hat seinen theologischen Grund, denn die JZ glauben, dass wir seit 1914 in der Endzeit leben, der Teufel die Welt für kurze Zeit regiert und Armageddon bald kommt, um das Böse zu beseitigen. Daher gilt es noch rasch viele Menschen von der Wahrheit zu überzeugen. Das ist schon eine ganz schöne Herausforderung als Kind: Will ich bald sterben oder ewig leben? Da fällt die Entscheidung erstmals nicht besonders schwer und so strengt man sich eben an. Dass wir weder Weihnachten noch Geburtstage feierten, empfand ich merkwürdigerweise sogar als überlegen und machte mir überhaupt nichts aus. Ich beneidete die anderen Kids gar nicht. Die wiederum sahen mich schon immer als etwas „anderes“. Als JZ in die Schule zu gehen, bedeutet auch immer, auf das reduziert zu werden.

Trotzdem geht man in die Schule, schaut Fernsehen und liest Bücher und alles um dich herum ist aus „der Welt“. Hier ist also die erste große Herausforderung, die von den JZ auch immer wieder betont und mitgegeben wurde, denn all diese Einflüsse werden als „Prüfung“ dargestellt, mit der Gott uns ständig testet. In der Pubertät wird es dann freilich am schwierigsten. Als meine Sexualität (bei mir sehr früh!) sich bemerkbar machte, gefiel es mir gut. Eh klar. Mir über die Ursachen noch völlig unbewusst, referierte ich im Deutschunterricht lieber über Thomas Mann als über Hermann Hesse, lieber über Oscar Wilde als über Edgar Allan Poe. Meine Selbsterkenntnis zum gleichen Geschlecht zu tendieren, war sehr früh vorhanden – im Grunde noch bevor ich überhaupt Sexualität begriff, wovon ich mittlerweile überzeugt bin. Die ersten Phantasien setzten sich im Kopf fest und es folgten bald auch die ersten Erfahrungen, zuerst Onanie und später eben mit Partner und Partnerinnen (ich probierte beides aus, denn wollte „es“ ja wissen). Ich bemerkte rasch, dass der Glauben, in der ich erzogen wurde mit mir als Mensch nicht kompatibel war.

Coming-out und Glaube

Als die ersten Schulfreundinnen (ja, es waren allesamt Mädchen, Burschen gegenüber outete ich mich erst später) Mitte der 80-er Jahre von mir eingeweiht wurden, und sie mein Schwulsein erstaunlich locker akzeptierten, war mir trotzdem bewusst, dass ich als schwuler Mann nicht nur bei den JZ Schwierigkeiten haben würde, sondern auch in der Gesellschaft. Ich fühlte mich ganz allein auf der Welt, Internet gab’s noch nicht, ich kannte keine anderen Lesben und Schwulen, wusste gar nicht wo die sind und wie man sie erkennt. Dass ich einige Klassenkollegen Jahre später wieder in der Rosa Lila Villa treffen sollte, konnte ich damals nicht ahnen. Es folgte trotzdem eine rasche Emanzipation, die erstmal in ein Doppelleben führte. In der Schule und in „der Stadt“ (das war in diesem Fall tatsächlich Bad Ischl) suchte ich nach meiner Identität, zuhause mimte ich den braven Zeugen. Das tat ich nicht mehr nur aus Unsicherheit, zu welchen der beiden Lebensrealitäten ich nun wirklich gehörte, sondern ich wollte natürlich vor allem meine Eltern nicht enttäuschen.

Dann startete ich ein Ablenkungsmanöver, der sehr entscheidend war: Ich begann zu rauchen, was bei den JZ streng verboten ist. Rauchen ist sichtbar, Homosexualität ist es nicht. Rasch wurde mein Zigarettenkonsum zu einem Thema in der Schule, bei meinen Eltern, bei den „Ältesten“ der JZ, die sowas wie moralische und theologische Führer sind, und ich bekam die durchaus beabsichtigten Schwierigkeiten. Der Grund, warum Rauchen verboten war: Man verschmutzt seinen Körper und die der anderen. Auf meine Gegenfrage, warum dann etwa Autofahren oder Energieverbrauch aus kalorischen Kraftwerken (ja, es war die Hainburg-Zeit und ich ein früher Grün-Symphatisant!) dann erlaubt seien, bekam ich keine Antwort. Es war klar, dass ich die JZ nun verlassen konnte – mit allen Dramen, die damit verbunden sind. Die größte Angst, die ich freilich hatte, war vor Liebensentzug meiner Familie. Ich konzentrierte mich aber auf meine Matura, um gleich danach nach Wien zu ziehen, „um mal mit mir selbst zu wohnen“, wie ich das damals formulierte.

Das Leben danach

In Wien studierte ich, lebte mein Leben, wie ich es mir vorstellte und wurde eben das, was ich heute bin. Der Liebesentzug der Familie fand nicht statt. Leicht war es trotzdem nicht – für beide Seiten nicht. Ich wusste, dass ich für meine Angehörigen ein „verlorener Sohn“ war, mit dem sie kein ewiges Leben genießen werden (sicherlich eine schreckliche Vorstellung), und ich war auf den Weg meine Identität zu finden und mich selbst zu bejahen, was auch gelang. Das Glück, das ich fand, war stärker als alles andere, was ich davor erlebte und mir wurde bald sonnenklar: Religionen sind ein Hindernis zum Glück, vielmehr eine menschliche Erfindung um andere Menschen zu kontrollieren und zu maßregeln. Männer machten im Namen von Götter – und später eines Gottes – Regeln, um ganze Gesellschaften im Griff zu haben und die Frau zu unterdrücken. Männliche Moralvorstellungen wurden zum Maßstab. Ich lehnte Religionen ab diesem Zeitpunkt ab.
Bald meldeten sich Gruppen und Vereine ehemaliger Jehovas Zeugen. Ich hörte mir an, was sie zu sagen hatten, denn ich war durchaus bereit speziell Lesben und Schwulen in ähnlicher Situation zu helfen. Doch die Vereine waren genau so missionarisch und kämpferisch, wie die JZ selbst. Mir gefielen die genau so wenig. Sie verbreiteten Vorurteile, die ich so nicht erlebte. Als sie etwa irgendwo kommunizierten (leider vergessen wo), Eltern würden ihre Kinder misshandeln, wandte ich mich mit Grauen ab. Die Welt der JZ, die da geschildert wurde, war nicht die Welt, in der ich aufwuchs, also stimmte auch die Gegenpropaganda zu einem erheblichen Teil nicht.

Was ich allerdings wirklich lernte, war etwas ganz anderes, als die Vereine Ehemaliger praktizierten. In meiner Familie spielte (und spielt) die Religion der Jehovas Zeugen noch immer eine große Rolle – zumal mein Vater plötzlich bei einer Bergtour zu jung ums Leben kam. Ich wollte nach dem Bruch und der Emanzipation wieder eine Beziehung aufbauen, die eben auf einem anderen Fundament gebaut werden musste, sollte eine Beziehung überhaupt funktionieren. Dazu war es notwendig einmal darüber nachzudenken, was ich brauche – und was ich dafür geben muss.

Respekt ist ein gern benütztes, aber viel zu selten gelebtes Wort. Doch es war Respekt, der half. Und zwar wirklicher Respekt! Denn, wenn ich als schwuler Mann respektiert und anerkannt werden will, war es – so war mir sehr bald klar – auch notwendig diesen Respekt selbst anzubieten. Natürlich hätte ich ebenso eine argumentative Auseinandersetzung beginnen können, um zu überzeugen, dass das Leben, so wie ich es lebe, in Ordnung ist und nicht verurteilt werden kann. Aber dann wird es erst recht wieder zu einer Glaubensfrage und einem privaten Krieg. Ich wusste einfach, dass das scheitern würde – ja musste. Also respektierte ich die Religion meiner Angehörigen, wusste wie sie denken und glauben und sprach das auch offen aus. Daraufhin erhielt ich den Respekt und die Anerkennung für meinen Weg und meine Identität – und schließlich auch für meine Lebenspartner. Eine Erkenntnis, die für mich auch politisch prägend war: Einander das Leben, das wir nunmal lebten und leben, leben lassen, einander respektieren – und so schaffen wir tatsächlich ein friedliches Miteinander, mit dem ganz klaren Wissen und dem Bewusstsein um die gravierenden Unterschiede.

Jehovas Zeugen in der NS-Zeit

Ein mir wichtiger Exkurs widme ich jetzt meinem Nachbarn aus meiner Kindheit, den ich damals bewunderte und den ich jetzt immer noch bewundere: Leopold Engleitner (siehe Wikipedia Eintrag über ihn), geboren 1905 und immer noch bei St. Wolfgang im Salzkammergut lebend. Er gilt mittlerweile als einer der ältesten KZ-Überlebenden der Welt (wenn nicht sogar der Älteste). Er wurde verfolgt, weil er Zeuge Jehovas war, überlebte das Grauen mehrerer Konzentrationslager und erzählt heute fast 105-jährig immer noch seine Geschichte auf der ganzen Welt (vergleiche diesen berührenden Artikel). Wir kannten ihn sehr gut, weil er eben unser Nachbar war, nahmen ihn mit unserem Auto mit in den Königreichssaal und sahen ihn zwei bis drei Mal in der Woche.

Jehovas Zeugen wurden während der Schreckenszeit des Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und ermordet. Als Bibelforscher bezeichnet, hatten sie einige Erkennungsmerkmale in den Konzentrationslagern. Diese Geschichte ist wichtig zu wissen – auch im Zuge der momentan stattfindenden Debatte über die offizielle Anerkennung.

Jehovas Zeugen offiziell anerkennen?

Ich bin tatsächlich der Meinung, dass die offizielle Anerkennung der Jehovas Zeugen in Ordnung geht. Mein Beweggrund dafür ist zugegeben ein persönlicher, hat für mich aber auch allgemein politische Bedeutung. Denn nach dem Wissen der Verfolgungen und des Terrors gegen JZ, finde ich gut, dass sie nunmehr wissen, anerkannt zu sein, und sie sich somit nicht fürchten müssen. Denn bei Zeugen Jehovas ist es ähnlich wie bei Juden und Jüdinnen, Roma und Sinti, Lesben und Schwule, Menschen mit Behinderungen, usw: Sie müssen wissen, dass sie im Notfall geschützt und nicht verfolgt werden. Das verstehe ich. Persönlich wird diese Erkenntnis, wenn ich daran denke, dass eine Betroffene von Verfolgung etwa meine Mutter wäre.

Die Diskussion die stattdessen viel mehr notwendig ist: Wie trennen wir Religion und Staat? Wie kann ein gesellschaftliches Leben in Respekt und Anerkennung funktionieren, und trotzdem die Errungenschaften der Aufklärung, der Menschenrechte, der Emanzipationen verschiedener Gruppen und der Demokratie geschützt werden? Daher halte ich eine Diskussion über Privilegien, die JZ nun zustehen, für falsch. Es geht vielmehr überhaupt über den Umgang mit allen Religionen und ihren Stellenwert in Gesellschaft und Öffentlichkeit. Diese Diskussion kann und soll man nicht auf den Rücken einer einzigen Religion austragen, da dies genau zur Stigmatisierung einer einzigen Gruppe führt, die so gefährlich ist. Wenn wir schon darüber diskutieren – über Privilegien, Konkordat und andere Zugeständnisse  – dann müssen wir über alle Religionen gleichwertig und gleichermaßen reden – inklusive der Mächtigsten: der katholischen Kirche. Und da bin ich sehr der Meinung, dass viele Privilegien nicht mehr in Ordnung sind. Als Beispiel sei der Unterschied zwischen privaten und konfessionellen Schulen genannt, wie in diesem Blogbeitrag Christoph Chorherrs genannt.
 

64 Gedanken zu „Als Zeuge Jehovas aufgewachsen.“

  1. Danke, Marco, für diesen sehr berührenden und persönlichen Text!

  2. Danke für das Schreiben eines so schwer anzugehenden Artikels, möchte die Geschichte grad noch ein wenig in mir nachklingen lassen, daher kein intelligenter Kommentar an dieser Stelle, nur ein Gruß und ein Dank.

  3. Danke, Marco, für diesen sehr berührenden und persönlichen Text!

  4. Danke für das Schreiben eines so schwer anzugehenden Artikels, möchte die Geschichte grad noch ein wenig in mir nachklingen lassen, daher kein intelligenter Kommentar an dieser Stelle, nur ein Gruß und ein Dank.

  5. Für diesen Artikel gebührt dir großer Respekt, Marco!

    „Respekt ist ein gern benütztes, aber viel zu selten gelebtes Wort.“ Damit hast du es auf den Punkt gebracht.

    Deine persönliche Geschichte, die daraus gewonnene differenzierte Sichtweise ist wirklich sehr beachtlich!
    Danke für diesen Denkanstoss!

  6. Für diesen Artikel gebührt dir großer Respekt, Marco!

    „Respekt ist ein gern benütztes, aber viel zu selten gelebtes Wort.“ Damit hast du es auf den Punkt gebracht.

    Deine persönliche Geschichte, die daraus gewonnene differenzierte Sichtweise ist wirklich sehr beachtlich!
    Danke für diesen Denkanstoss!

  7. danke für den schönen beitrag, gefaellt mir gut.

    ein wichtiger aspekt: wenn wir eine trennung von staat und religionen haetten, dann wuerde auch nicht zwischen „anerkannten“ und „nicht anerkannten“ religionen unterschieden werden muessen. diese klassifierung von religionen halte ich grundsaetzlich fuer falsch.

  8. danke für den schönen beitrag, gefaellt mir gut.

    ein wichtiger aspekt: wenn wir eine trennung von staat und religionen haetten, dann wuerde auch nicht zwischen „anerkannten“ und „nicht anerkannten“ religionen unterschieden werden muessen. diese klassifierung von religionen halte ich grundsaetzlich fuer falsch.

  9. danke für den schönen beitrag, gefaellt mir gut.

    ein wichtiger aspekt: wenn wir eine trennung von staat und religionen haetten, dann wuerde auch nicht zwischen „anerkannten“ und „nicht anerkannten“ religionen unterschieden werden muessen. diese klassifierung von religionen halte ich grundsaetzlich fuer falsch.

  10. du zeigst auf sehr schöne weise, dass eben nicht alles scharz oder weiss ist. leben ist immer divers.

    ich bin von deinem so offenen und klaren artikel sehr beeindruckt, da geht es um viel mehr, als um ein rasches statement zu einem stichwort.

    jedenfalls danke!

  11. du zeigst auf sehr schöne weise, dass eben nicht alles scharz oder weiss ist. leben ist immer divers.

    ich bin von deinem so offenen und klaren artikel sehr beeindruckt, da geht es um viel mehr, als um ein rasches statement zu einem stichwort.

    jedenfalls danke!

  12. ich war einmal sehr aktiv in der kath. kirche. heute bin ich weg, ich kann diesen glauben nicht mehr glauben. dennoch wünsche ich mir manchmal regelmäßige rituale mit musik, meditation und guten texten, – ohne etwas glauben zu müssen, getragen vom leben/universum.
    ich erlebe die starke verflechtung von kirche und staat und wünschte eine deutliche trennung.
    Danke!

  13. ich war einmal sehr aktiv in der kath. kirche. heute bin ich weg, ich kann diesen glauben nicht mehr glauben. dennoch wünsche ich mir manchmal regelmäßige rituale mit musik, meditation und guten texten, – ohne etwas glauben zu müssen, getragen vom leben/universum.
    ich erlebe die starke verflechtung von kirche und staat und wünschte eine deutliche trennung.
    Danke!

  14. Gratulation zu diesem Text. Ich habe mich als Historiker mit der Geschichte der JZ in der NS-Zeit befasst und mich ständig zwischen den Polen „Bewunderung“ (für den Mut) und völligem Unverständnis (Dogmatik) bewegt. Deine persönliche Geschichte berührt ungemein.
    http://www.haraldwalser.at

  15. Gratulation zu diesem Text. Ich habe mich als Historiker mit der Geschichte der JZ in der NS-Zeit befasst und mich ständig zwischen den Polen „Bewunderung“ (für den Mut) und völligem Unverständnis (Dogmatik) bewegt. Deine persönliche Geschichte berührt ungemein.
    http://www.haraldwalser.at

  16. Lieber Marco,

    bravo und danke für diesen Beitrag! Schöner kann man den Begriff Toleranz nicht darstellen. – Und doch merkst du gleichzeitig treffend an: „Religionen sind ein Hindernis zum Glück, vielmehr eine menschliche Erfindung um andere Menschen zu kontrollieren und zu maßregeln.“
    Karl Popper: „Im Namen der Toleranz sollten wir daher das Recht beanspruchen, die Intoleranz nicht zu tolerieren.“ Und schon gar nicht staatlich finanziell zu fördern.
    Deshalb meine Konklusio: Gleichstellung aller Religionen – miteinander, aber auch mit allen anderen Vereinen, ob Kaninchenzüchter oder Modelleisenbahner… 😉

    Liebe Grüße, Erich

  17. Lieber Marco,

    bravo und danke für diesen Beitrag! Schöner kann man den Begriff Toleranz nicht darstellen. – Und doch merkst du gleichzeitig treffend an: „Religionen sind ein Hindernis zum Glück, vielmehr eine menschliche Erfindung um andere Menschen zu kontrollieren und zu maßregeln.“
    Karl Popper: „Im Namen der Toleranz sollten wir daher das Recht beanspruchen, die Intoleranz nicht zu tolerieren.“ Und schon gar nicht staatlich finanziell zu fördern.
    Deshalb meine Konklusio: Gleichstellung aller Religionen – miteinander, aber auch mit allen anderen Vereinen, ob Kaninchenzüchter oder Modelleisenbahner… 😉

    Liebe Grüße, Erich

  18. Over 6,000,000 Jews were slaughtered by the Nazis, and even many more millions of Jews suffered from persecution short-of-death from the Nazis. Approximately 5,000,000 „Non-Jews“ were also slaughtered by the Nazis, including 100,000 homosexuals, 200,000 gypsies, and 200,000 disabled persons.

    Compare those „millions“ of victims with the „handful“ of Jehovah’s Witnesses. There were only approximately 6000 Jehovah’s Witnesses in Germany during the 1930s-40s. While many of those 6000 German JWs were repeatedly arrested during the 1930s and 1940s, only a fraction were jailed or imprisoned for any significant length of time. Only about 200-300 German JWs lost their lives, and the majority of those died from any number of causes other than having been executed. Approximately 1000 JWs from other European countries lost their lives while incarcerated by the Nazis.

    During that same time period, there were more Jehovah’s Witnesses arrested and jailed in the United States than in Germany. In fact, from 1941 until 1945, approximately 4500 American Jehovah’s Witnesses „elected“ to go to prison rather than serve in the U.S. Military and go fight against those same Nazis who were committing those atrocities.

    Approximately 3000 of those 4500 American JWs were even offered „conscientious objector“ status, in which they were offered „non-combatant“ work as a substitute, but 99{6f8c26ad3fabc3ab9e5403d0d68a89bc5a2f8a366172fd8ffa8095b282dbc8a7} of those JWs refused to even help out that much.

    In fact, it is an insult to mention Jehovah’s Witnesses alongside Jewish Holocaust victims given that Jehovah’s Witnesses view the Jews much as did the Nazis.

    The WatchTower Society teaches its own version of „replacement theology“, which says that GOD rejected the Jews as His „chosen people“, and replaced them with today’s „Jehovah’s Witnesses“. In fact, the title „Jehovah’s Witnesses“ was originally applied to the Jews by the Prophet Isaiah, and is even quoted on the wall at the entrance to the Holocaust Museum in Washington D.C.

    The WatchTower Society, in calling its own members „Jehovah’s Witnesses“ is attempting to steal that designation away from the Jews. The WatchTower Society even teaches that all of the Bible’s promises of restoration for the Jewish people now belongs to the followers of the WatchTower Society.

  19. Over 6,000,000 Jews were slaughtered by the Nazis, and even many more millions of Jews suffered from persecution short-of-death from the Nazis. Approximately 5,000,000 „Non-Jews“ were also slaughtered by the Nazis, including 100,000 homosexuals, 200,000 gypsies, and 200,000 disabled persons.

    Compare those „millions“ of victims with the „handful“ of Jehovah’s Witnesses. There were only approximately 6000 Jehovah’s Witnesses in Germany during the 1930s-40s. While many of those 6000 German JWs were repeatedly arrested during the 1930s and 1940s, only a fraction were jailed or imprisoned for any significant length of time. Only about 200-300 German JWs lost their lives, and the majority of those died from any number of causes other than having been executed. Approximately 1000 JWs from other European countries lost their lives while incarcerated by the Nazis.

    During that same time period, there were more Jehovah’s Witnesses arrested and jailed in the United States than in Germany. In fact, from 1941 until 1945, approximately 4500 American Jehovah’s Witnesses „elected“ to go to prison rather than serve in the U.S. Military and go fight against those same Nazis who were committing those atrocities.

    Approximately 3000 of those 4500 American JWs were even offered „conscientious objector“ status, in which they were offered „non-combatant“ work as a substitute, but 99{6f8c26ad3fabc3ab9e5403d0d68a89bc5a2f8a366172fd8ffa8095b282dbc8a7} of those JWs refused to even help out that much.

    In fact, it is an insult to mention Jehovah’s Witnesses alongside Jewish Holocaust victims given that Jehovah’s Witnesses view the Jews much as did the Nazis.

    The WatchTower Society teaches its own version of „replacement theology“, which says that GOD rejected the Jews as His „chosen people“, and replaced them with today’s „Jehovah’s Witnesses“. In fact, the title „Jehovah’s Witnesses“ was originally applied to the Jews by the Prophet Isaiah, and is even quoted on the wall at the entrance to the Holocaust Museum in Washington D.C.

    The WatchTower Society, in calling its own members „Jehovah’s Witnesses“ is attempting to steal that designation away from the Jews. The WatchTower Society even teaches that all of the Bible’s promises of restoration for the Jewish people now belongs to the followers of the WatchTower Society.

  20. vielen dank für diesen offenen artikel von dir; es ist interessant, das ganze von einer anderen sicht zu sehen.
    gratulation! 🙂

  21. vielen dank für diesen offenen artikel von dir; es ist interessant, das ganze von einer anderen sicht zu sehen.
    gratulation! 🙂

  22. Lieber Marco,
    dieser Text hat mir sehr viel gegeben. Manchmal sind Worte nicht genug! Respekt, vielleicht bringt’s das auf den Punkt!

    Alles liebe,

  23. Lieber Marco,
    dieser Text hat mir sehr viel gegeben. Manchmal sind Worte nicht genug! Respekt, vielleicht bringt’s das auf den Punkt!

    Alles liebe,

  24. Hey Marco!

    Bin eben auf Deinen Artikel gestoßen. Und er hätte fast Wort für Wort von mir sein können. Du hast fast meine Geschichte erzählt. Und nicht nur das, Du hast sie in Wort gekleidet die ich nie gefunden hätte. Danke! Mir ging es fast genauso, ich kann auch nichts schlechtes sagen und bin auch sehr glücklich aufgewachsen, habe eine sehr,sehr schöne Jugend (nicht zuletzt durch die ZJ) gehabt. Aber letztendlich war das Ganze doch nicht mit meiner Sexualität kompatibel, so dass ich auch meinen eigenen Weg gehen muss. Leider gibt es nur einen Unterschied zwischen uns beiden: bei mir hat mein Respekt gegenüber meiner Mutter und meinen Freunden bei den ZJ nichts genutzt, sie erweisen mir diesen nicht – und so musste ich ein komplett neues Leben alleine beginnen.

    Danke, für den Mut, danke das Du so Anderen und im speziellen mir zeigst, dass sie nicht alleine sind – denn das fühlt man sich oft, noch viel mehr als wie andere "normale" Schwule.

  25. Hey Marco!

    Bin eben auf Deinen Artikel gestoßen. Und er hätte fast Wort für Wort von mir sein können. Du hast fast meine Geschichte erzählt. Und nicht nur das, Du hast sie in Wort gekleidet die ich nie gefunden hätte. Danke! Mir ging es fast genauso, ich kann auch nichts schlechtes sagen und bin auch sehr glücklich aufgewachsen, habe eine sehr,sehr schöne Jugend (nicht zuletzt durch die ZJ) gehabt. Aber letztendlich war das Ganze doch nicht mit meiner Sexualität kompatibel, so dass ich auch meinen eigenen Weg gehen muss. Leider gibt es nur einen Unterschied zwischen uns beiden: bei mir hat mein Respekt gegenüber meiner Mutter und meinen Freunden bei den ZJ nichts genutzt, sie erweisen mir diesen nicht – und so musste ich ein komplett neues Leben alleine beginnen.

    Danke, für den Mut, danke das Du so Anderen und im speziellen mir zeigst, dass sie nicht alleine sind – denn das fühlt man sich oft, noch viel mehr als wie andere "normale" Schwule.

  26. Ja, beeindruckend. Und sehr menschlich. Soll noch mal einer sagen, alle Politiker wären gleich. 😉

    Das Wenige, das ich über die Zeugen weiß, sagt mir persönlich absolut nicht zu. Die Anerkennung für sie finde ich allerdings in Ordnung, weil sie eine "richtige" Glaubensgemeinschaft sind. Das ist aber gewiss nicht jede, und ich halte es für richtig, dass zwischen anerkannten und nicht anerkannten Religionsgemeinschaften unterschieden wird.

    Auf die Spitze getrieben könnte man ja sonst sagen, eine neue Kirche ist rasch gegründet, das kann ich morgen machen, wenn ich will. Ein Beispiel ist der US-Bundesstaat Indiana, wo zumindest in den Neunzigern (aktuelleren Stand habe ich nicht) Kirchen steuerfrei gestellt waren. Die Folge: In manchen Gegenden war jedes fünfte Haus *keine* Kirche!

    Es braucht Regeln und Kriterien, nach denen man einen Glauben zulassen oder nicht zulassen kann, sonst sind allen möglichen Missbrauchsmöglichkeiten die Wege geebnet. Welche Zugeständnisse man welchem Glauben macht ist dann Verhandlungssache.

  27. Ja, beeindruckend. Und sehr menschlich. Soll noch mal einer sagen, alle Politiker wären gleich. 😉

    Das Wenige, das ich über die Zeugen weiß, sagt mir persönlich absolut nicht zu. Die Anerkennung für sie finde ich allerdings in Ordnung, weil sie eine "richtige" Glaubensgemeinschaft sind. Das ist aber gewiss nicht jede, und ich halte es für richtig, dass zwischen anerkannten und nicht anerkannten Religionsgemeinschaften unterschieden wird.

    Auf die Spitze getrieben könnte man ja sonst sagen, eine neue Kirche ist rasch gegründet, das kann ich morgen machen, wenn ich will. Ein Beispiel ist der US-Bundesstaat Indiana, wo zumindest in den Neunzigern (aktuelleren Stand habe ich nicht) Kirchen steuerfrei gestellt waren. Die Folge: In manchen Gegenden war jedes fünfte Haus *keine* Kirche!

    Es braucht Regeln und Kriterien, nach denen man einen Glauben zulassen oder nicht zulassen kann, sonst sind allen möglichen Missbrauchsmöglichkeiten die Wege geebnet. Welche Zugeständnisse man welchem Glauben macht ist dann Verhandlungssache.

  28. Hallo Marco,

    danke für diesen sehr persönlichen und berührenden Text!

    Selbst ein zum Atheisten mutierter Katholik, respektiere ich alle Religionen, solange deren Anhänger ihren Glauben als private, in erster Linie spirtuelle Angelegenheit verstehen (der durchaus Einfluss auf die politische Haltung haben darf).

    Wenn Religionen elementare Rechte ihrer Gläubigen oder (schutzbedürftiger) Dritter verletzen, geht es nicht nur um Respekt sondern darum, keine Intoleranz zu tolerieren. Ich denke, dass wir inzwischen ganz gut gelernt haben, solche Ansprüche der Katholiken in die Schranken zu weisen, mit dem Islam tun wir uns da schon wesentlich schwerer (Meinungsfreiheit, Kopftuch, etc.). Und wenn Eltern Bluttransfusionen für ihre Kinder verweigern (stimmt das eigentlich?) wird hier eine Grenze überschritten, die man selbst dann nicht tolerieren kann, wenn man die Personen selbst und deren Glauben respektiert. Du hast Recht, es geht um Respekt, für mich ist das aber etwas anderes als Toleranz.

    Im Ãœbrigen hat Chorherr schon Recht. Bei aller Kritik an Religionen sollten aber Leute wie meinereiner nicht vergessen, dass die Diktaturen des 20. Jahrhunderts mit 100en Millionen Todesopfern allesamt atheistische waren.

    @Anonym: Es ist es absurd, unanständig und über alle Maßen dumm, einer verfolgten Minderheit vorzuwerfen, dass die Nazis nicht genug von ihnen umgebracht hätten, um als Opfer zu gelten!

  29. Hallo Marco,

    danke für diesen sehr persönlichen und berührenden Text!

    Selbst ein zum Atheisten mutierter Katholik, respektiere ich alle Religionen, solange deren Anhänger ihren Glauben als private, in erster Linie spirtuelle Angelegenheit verstehen (der durchaus Einfluss auf die politische Haltung haben darf).

    Wenn Religionen elementare Rechte ihrer Gläubigen oder (schutzbedürftiger) Dritter verletzen, geht es nicht nur um Respekt sondern darum, keine Intoleranz zu tolerieren. Ich denke, dass wir inzwischen ganz gut gelernt haben, solche Ansprüche der Katholiken in die Schranken zu weisen, mit dem Islam tun wir uns da schon wesentlich schwerer (Meinungsfreiheit, Kopftuch, etc.). Und wenn Eltern Bluttransfusionen für ihre Kinder verweigern (stimmt das eigentlich?) wird hier eine Grenze überschritten, die man selbst dann nicht tolerieren kann, wenn man die Personen selbst und deren Glauben respektiert. Du hast Recht, es geht um Respekt, für mich ist das aber etwas anderes als Toleranz.

    Im Übrigen hat Chorherr schon Recht. Bei aller Kritik an Religionen sollten aber Leute wie meinereiner nicht vergessen, dass die Diktaturen des 20. Jahrhunderts mit 100en Millionen Todesopfern allesamt atheistische waren.

    @Anonym: Es ist es absurd, unanständig und über alle Maßen dumm, einer verfolgten Minderheit vorzuwerfen, dass die Nazis nicht genug von ihnen umgebracht hätten, um als Opfer zu gelten!

  30. Danke für die vielen Kommentare. Diese Geschichte hat sogar einen Wikipedia-Autor dazu gebracht, den Eintrag über mich zu ändern.

    @Ralph: Dein Kommentar hat mich sehr berührt und gefreut. Bist du in Wien? Gerne mal Kaffee. Mail an marco.schreuder(at)gruene.at

  31. Danke für die vielen Kommentare. Diese Geschichte hat sogar einen Wikipedia-Autor dazu gebracht, den Eintrag über mich zu ändern.

    @Ralph: Dein Kommentar hat mich sehr berührt und gefreut. Bist du in Wien? Gerne mal Kaffee. Mail an marco.schreuder(at)gruene.at

  32. lieber marco, wie das leben so spielt, bei mir war es genau umgekehrt, bin katholisch aufgewachsen, durfte immer alles machen, hab 15 jahre lang mind. 1packerl tschik am tag geraucht, war städig fort und ständig betrunken, weihnachten,geburtstage und alles wurde zelebriert aber alles war so leer, die ansicht daß es gott gibt, ihm etwas an uns liegt war für mich die schönste nachricht aller zeiten (den katholischen glauben fand ich leer und auf rituale beschränkt)aber meine familie kommt damit überhaupt nicht klar, daß ich keine blutwurst essen will, keinen alk trinke(nur noch sehr selten), nicht mehr rauche, bibel lese, alles mißfällt ihnen und natürlich am schlimmsten daß ich auf die ganzen traditionen pfeife die mir sowieso nie wichtig waren,
    weil ich aber mit meiner tochter allein bin und sie familie braucht leb ich meinen glauben jetzt nicht, damit mein kind nicht zwischen 2 fronten gerät, denn das würde sie überfordern,

    und trotzdem, daß es gott gibt ist doch eine großartige nachricht und ich hab die zeugen immer als extrem liebevoll erlebt, was ich von sehr vielen anderen nicht behaupten kann
    liebe grüße

  33. lieber marco, wie das leben so spielt, bei mir war es genau umgekehrt, bin katholisch aufgewachsen, durfte immer alles machen, hab 15 jahre lang mind. 1packerl tschik am tag geraucht, war städig fort und ständig betrunken, weihnachten,geburtstage und alles wurde zelebriert aber alles war so leer, die ansicht daß es gott gibt, ihm etwas an uns liegt war für mich die schönste nachricht aller zeiten (den katholischen glauben fand ich leer und auf rituale beschränkt)aber meine familie kommt damit überhaupt nicht klar, daß ich keine blutwurst essen will, keinen alk trinke(nur noch sehr selten), nicht mehr rauche, bibel lese, alles mißfällt ihnen und natürlich am schlimmsten daß ich auf die ganzen traditionen pfeife die mir sowieso nie wichtig waren,
    weil ich aber mit meiner tochter allein bin und sie familie braucht leb ich meinen glauben jetzt nicht, damit mein kind nicht zwischen 2 fronten gerät, denn das würde sie überfordern,

    und trotzdem, daß es gott gibt ist doch eine großartige nachricht und ich hab die zeugen immer als extrem liebevoll erlebt, was ich von sehr vielen anderen nicht behaupten kann
    liebe grüße

  34. Hallo Marco,

    gerade eben bin ich auf der Suche nach schwulen Zeugen Jehovas auf deinen Text gestoßen. Auch ich kann nicht anders, als dir meinen Respekt zu erweisen.

    Ich selbst bin auch als Zeuge Jehovas aufgewachsen, der sich – ähnlich wie du – sehr früh seiner sexuellen Orientierung bewusst wurde. Einige Jahre habe ich sogar gehofft, dass "das" vorüber ginge. Tat es aber nicht. Nur meine ebenso schon in sehr frühen Jahren vorhandene Spiritualität änderte sich auch nicht. Der Konflikt war da.

    Ich lebe bis heute mit diesem Konflikt. Das dies nicht immer einfach ist, versteht sich von selbst. Ich habe inzwischen viele andere aktive Zeugen Jehovas kennengelernt, die auch schwul sind, es aber nicht ausleben. Ich kenne aber auch solche, die nicht mehr aktive Zeugen Jehovas sind und sich dafür entschieden haben, ihrer Sexualität den Vorrang einzuräumen. Da sowohl Sexualität, als auch Spiritualität dem Menschen eigene Eigenschaften sind, die ich als gottgegeben betrachte, muss jeder selbst entscheiden, wie er im Fall eines Konflikts damit umgeht. Verurteilen ist nicht meine Sache – oder ich sage es mal erweitert: nicht unsere, sprich die Sache der Zeugen Jehovas. Leider steht dieser Haltung bei vielen Menschen – und da schließe ich auch uns als Zeugen Jehovas ausdrücklich ein! – eine mangelnde Abstraktionsfähigkeit im Weg.

    Vielen Dank für deinen Text, für dein Plädoyer für Respekt und Akzeptanz! Chapeau!

    Herzliche Grüße aus Deutschland

    Bernd

  35. Hallo Marco,

    gerade eben bin ich auf der Suche nach schwulen Zeugen Jehovas auf deinen Text gestoßen. Auch ich kann nicht anders, als dir meinen Respekt zu erweisen.

    Ich selbst bin auch als Zeuge Jehovas aufgewachsen, der sich – ähnlich wie du – sehr früh seiner sexuellen Orientierung bewusst wurde. Einige Jahre habe ich sogar gehofft, dass "das" vorüber ginge. Tat es aber nicht. Nur meine ebenso schon in sehr frühen Jahren vorhandene Spiritualität änderte sich auch nicht. Der Konflikt war da.

    Ich lebe bis heute mit diesem Konflikt. Das dies nicht immer einfach ist, versteht sich von selbst. Ich habe inzwischen viele andere aktive Zeugen Jehovas kennengelernt, die auch schwul sind, es aber nicht ausleben. Ich kenne aber auch solche, die nicht mehr aktive Zeugen Jehovas sind und sich dafür entschieden haben, ihrer Sexualität den Vorrang einzuräumen. Da sowohl Sexualität, als auch Spiritualität dem Menschen eigene Eigenschaften sind, die ich als gottgegeben betrachte, muss jeder selbst entscheiden, wie er im Fall eines Konflikts damit umgeht. Verurteilen ist nicht meine Sache – oder ich sage es mal erweitert: nicht unsere, sprich die Sache der Zeugen Jehovas. Leider steht dieser Haltung bei vielen Menschen – und da schließe ich auch uns als Zeugen Jehovas ausdrücklich ein! – eine mangelnde Abstraktionsfähigkeit im Weg.

    Vielen Dank für deinen Text, für dein Plädoyer für Respekt und Akzeptanz! Chapeau!

    Herzliche Grüße aus Deutschland

    Bernd

  36. An Marco
    Es ging mir wie dir aber nicht bei den Zeugen Jehovas sondern in der Neuapostolischen Kirche, als ich dann bereute und den Weg wieder zurück wollte habe ich Jehova kennengelernt.
    Es war durchaus die letzen 20 Jahre ein harter Kampf, gegen seine Neigung aber ich habe es nicht bereut.
    Ich habe das Gefühl du siehst die Grundsätze mehr als eine Ansammlung von Regeln.
    Jehova bietet allen Menschen seine Freundschaft an.
    Es ist natürlich nicht einfach eine Freundschaft mit jemand zu haben den man nicht sieht, aber es ist möglich.
    Ist es wirklich den Menschen möglich aus eigener Kraft, die Erde zu einem Paradies gestalten.
    Du siehst selbst es ist nicht möglich.
    Und dafür brauchen wir Jehovas Hilfe.
    Kein Mensch kann von Jehova etwas erwarten, wenn er nicht selbst bereit ist seinen Beitrag zu leisten.
    Du sagst das Gott eine Erfindung der Menschen ist, es ist genau umgekehrt der Mensch ist eine Erfindung Jehovas und er weiss am besten was für uns gut ist.

  37. An Marco
    Es ging mir wie dir aber nicht bei den Zeugen Jehovas sondern in der Neuapostolischen Kirche, als ich dann bereute und den Weg wieder zurück wollte habe ich Jehova kennengelernt.
    Es war durchaus die letzen 20 Jahre ein harter Kampf, gegen seine Neigung aber ich habe es nicht bereut.
    Ich habe das Gefühl du siehst die Grundsätze mehr als eine Ansammlung von Regeln.
    Jehova bietet allen Menschen seine Freundschaft an.
    Es ist natürlich nicht einfach eine Freundschaft mit jemand zu haben den man nicht sieht, aber es ist möglich.
    Ist es wirklich den Menschen möglich aus eigener Kraft, die Erde zu einem Paradies gestalten.
    Du siehst selbst es ist nicht möglich.
    Und dafür brauchen wir Jehovas Hilfe.
    Kein Mensch kann von Jehova etwas erwarten, wenn er nicht selbst bereit ist seinen Beitrag zu leisten.
    Du sagst das Gott eine Erfindung der Menschen ist, es ist genau umgekehrt der Mensch ist eine Erfindung Jehovas und er weiss am besten was für uns gut ist.

  38. Hab in einer entscheidenden Lebensphase diesen Artikel gelesen und er spiegelt auch meine Geschichte. Ich bin schwul, war ZJ und konnte mich nach einem jahrelangem, persönlichen Kampf endlich „befreien“ und zumir finden.

    Danke für diesen wunderbaren und mutmachenden Beitrag!
    La vita e bella!
    Al.

  39. Hab in einer entscheidenden Lebensphase diesen Artikel gelesen und er spiegelt auch meine Geschichte. Ich bin schwul, war ZJ und konnte mich nach einem jahrelangem, persönlichen Kampf endlich „befreien“ und zumir finden.

    Danke für diesen wunderbaren und mutmachenden Beitrag!
    La vita e bella!
    Al.

  40. Hallo marco,

    ich bin selbst ein Zeuge Jehovas und sehr glücklich mit meinem Leben und Glauben. Ich habe eine tolle Familie mit wunderbaren Kindern. Ich finde es furchtbar wie wir und unsere Kinder in dieser Gesellschaft diskriminiert werden.

    Ich persönlich freue mich über deinen offenen und ehrlichen Lebensbericht ohne Vorurteile und Bösen nachtreten und keinen erfundenen Geschichten gegen die friedliebenden ZJ. Sowie es nun mal einige unbedingt machen müssen, die nicht mehr ZJ sind. Es ist wie bei einer Beziehung die auseiander geht. Der, der sich verletzt fühlt, muss meistens unbedingt gegen den andere nachtreten egal wer schuld ist. Ich oder mein Partner.

    Ich wünsche dir alles Gute und Jehovas Segen. Er sieht die Herzen und nicht wir. Dein Bericht zeigt aber schon das du als ein guter und offener Mensch erzogen worden bist, eben als ein ZJ und das die grenzenlose Liebe allen Menschen gegenüber die dir als ZJ mitgegeben würde ist, dir sogar im Leben weiter hilft, weil du dich nicht verschlisst sondern zu deinem Leben als ZJ und jetzt als Schwuler stehst.

    Liebe Grüße aus Deutschland
    Peter

  41. Hallo marco,

    ich bin selbst ein Zeuge Jehovas und sehr glücklich mit meinem Leben und Glauben. Ich habe eine tolle Familie mit wunderbaren Kindern. Ich finde es furchtbar wie wir und unsere Kinder in dieser Gesellschaft diskriminiert werden.

    Ich persönlich freue mich über deinen offenen und ehrlichen Lebensbericht ohne Vorurteile und Bösen nachtreten und keinen erfundenen Geschichten gegen die friedliebenden ZJ. Sowie es nun mal einige unbedingt machen müssen, die nicht mehr ZJ sind. Es ist wie bei einer Beziehung die auseiander geht. Der, der sich verletzt fühlt, muss meistens unbedingt gegen den andere nachtreten egal wer schuld ist. Ich oder mein Partner.

    Ich wünsche dir alles Gute und Jehovas Segen. Er sieht die Herzen und nicht wir. Dein Bericht zeigt aber schon das du als ein guter und offener Mensch erzogen worden bist, eben als ein ZJ und das die grenzenlose Liebe allen Menschen gegenüber die dir als ZJ mitgegeben würde ist, dir sogar im Leben weiter hilft, weil du dich nicht verschlisst sondern zu deinem Leben als ZJ und jetzt als Schwuler stehst.

    Liebe Grüße aus Deutschland
    Peter

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