#Aufschrei, Netzfeminismus und neue Netzwerke: Wer besetzt den digitalen Raum?

Die Grüne Bildungswerkstatt Wien organisiert in Kooperation mit der Grünen Frauenorganisation und mit mir als netzpolitischer Sprecher der Grünen eine Podiumsdiskussion am 27. Mai 2013 zum Thema:

Wer besetzt den digitalen Raum?

#Aufschrei, Netzfeminismus und neue Netzwerke

Wir möchten uns im Rahmen dieser Veranstaltung die Präsenz von Frauen im Web und Social Media genauer ansehen. Anknüpfend an die durch #Aufschrei gestartete Debatte möchten wir diskutieren, inwiefern Web 2.0 eine Möglichkeit für Frauen bietet, sich den „malestream“ entgegen zu stellen.

Bietet das Netz neue Möglichkeiten zur feministischen Organisation?

Wie gehen wir mit (sexualisierten) Übergriffen im Netz und auf netzpolitischen Veranstaltungen um?

Wie kann eine feministische Praxis im Netz aussehen?

Begrüßung: Marco Schreuder (Bundesrat und netzpolitischer Sprecher der Grünen)

Moderation und kurzer Input: Martina Wurzer (Gemeinderätin und Sprecherin der Grünen Frauen Wien)

Am Podium diskutieren:

Sigi Maurer (ehem. ÖH-Vorsitzende und NR-Kandidatin der Grünen)
Ingrid Brodnig (Redaktuerin der Wochenzeitung FALTER)
Brigitte Theissl (Bloggerin)
Michaela Amort (Marketing Managerin, Bloggerin)

Wann: 27. Mai 2013, 19:00

Wo:  C3  – Centrum für Internationale Entwicklung, Sensengasse 3, 1090 Wien

2 Gedanken zu „#Aufschrei, Netzfeminismus und neue Netzwerke: Wer besetzt den digitalen Raum?“

  1. Zugleich ereignet sich gerade an diesen Orten auch das zeitgemäße „Kampfspiel“ um Entwertung und Ãœberbewertung, Abwertung und Aufwertung von Tätigkeiten, das immer noch der routinemäßigen Trennlinie von Geschlecht folgt. Pierre Bourdieu (1997, 203) verweist zurecht darauf, dass „männlicher Habitus“ sich vor allem dort entwickelt, wo (frauenausschließende) „Spiele“ des Wettbewerbs stattfinden. In modernen wie spätmodernen Gesellschaften sind dies im speziellen Felder der Ökonomie, der Politik, der Wissenschaft, aber auch des Militärs und des Sports. Männer grenzen sich in zweifacher Weise ab: einmal gegenüber Frauen, dann aber auch gegenüber anderen Männern (ebd., 215). Die kapitalistische Ökonomie – auch in ihrer globalisierten Version – spaltet nicht nur die Geschlechter, sondern perpetuiert die kompetitive, hierarchisch geordnete, auf soziale Schließung bedachte Struktur bürgerlicher Männlichkeit (Meuser 20001, 2). Die „Global Cities“ bilden hierfür entscheidende Arenen neuer Art.

  2. Zugleich ereignet sich gerade an diesen Orten auch das zeitgemäße „Kampfspiel“ um Entwertung und Überbewertung, Abwertung und Aufwertung von Tätigkeiten, das immer noch der routinemäßigen Trennlinie von Geschlecht folgt. Pierre Bourdieu (1997, 203) verweist zurecht darauf, dass „männlicher Habitus“ sich vor allem dort entwickelt, wo (frauenausschließende) „Spiele“ des Wettbewerbs stattfinden. In modernen wie spätmodernen Gesellschaften sind dies im speziellen Felder der Ökonomie, der Politik, der Wissenschaft, aber auch des Militärs und des Sports. Männer grenzen sich in zweifacher Weise ab: einmal gegenüber Frauen, dann aber auch gegenüber anderen Männern (ebd., 215). Die kapitalistische Ökonomie – auch in ihrer globalisierten Version – spaltet nicht nur die Geschlechter, sondern perpetuiert die kompetitive, hierarchisch geordnete, auf soziale Schließung bedachte Struktur bürgerlicher Männlichkeit (Meuser 20001, 2). Die „Global Cities“ bilden hierfür entscheidende Arenen neuer Art.

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