Der 100. Geburtstag von Miep Gies, Retterin der Anne Frank-Tagebücher und gebürtige Wienerin, wurde überall gefeiert. Nur nicht in Wien.

Miep Gies, am 15.2.1909 als Hermine Santrouschitz (auch Santruschitz geschrieben) in Wien geboren, feierte vor kurzem ihren 100. Geburtstag. Sie half der Familie von Anne Frank in ihrem Versteck in Amsterdam und rettete die berühmten Tagebücher des jüdischen Mädchens. Ob in den Niederlanden, in Israel oder in den USA: Überall wird sie als Heldin gefeiert. In Wien fehlt allerdings eine offizielle Würdigung. Das will ich ändern.

Als gebürtiger Niederländer ist mir dir Geschichte von Miep Gies seit meiner Kindheit vertraut. Umso überraschter bin ich immer wieder, dass in Wien kaum jemand weiß, dass sie eine gebürtige Wienerin ist. Miep Gies ist ein Musterbeispiel von Zivilcourage und Menschlichkeit. Daher beantragte ich vor einigen Tagen sowohl bei Bürgermeister Michael Häupl als auch bei Bundespräsident Heinz Fischer, Miep Gies offiziell zu würdigen und zu ehren. Immerhin ist sie der letzte noch lebende Mensch, der Anne Frank noch persönlich kannte.

Diesen Vorschlag hat auch der KURIER in seiner morgigen Ausgabe (3.4.2009) aufgenommen und berichtet darüber (leider nicht online), worüber ich mich sehr freue, da der Artikel sicher eine Hilfe dabei ist. Der Bundespräsident hat mir übrigens schon mitteilen lassen, dass eine Ehrung auf dem Weg ist. Was sehr erfreulich ist!

Der Wien-Bezug Anne Franks ist übrigens vielschichtiger, als den meisten Wiener_innen bekannt sein durfte. Auch der Mann, der 1944 die Familie Frank und die anderen untergetauchten Juden verhaftete, war ein Wiener: SS Oberscharführer Karl Silberbauer. Der war übrigens bei der Verhaftung völlig verdutzt, als Miep Gies sagte. „Sie sind ein Wiener! Ich auch.“ Das rettete Miep Gies im übrigen vor einer Verhaftung. Dabei ließ es die tapfere Frau aber auch nicht. Denn danach versuchte sie Silberbauer zu bestechen, damit er die Familie Frank freilässt.

Meine Kolleg_innen bei den Meidlinger Grünen, insbesondere Klubobmann Andreas Stöhr, und ich werden jedenfalls mit einigen Wünschen an die Stadt und an den Bezirk herangehen:

Benennung des Steinhage-Parks in Anne Frank-Park: Der Park zwischen Korbergasse (in Haus Nummer 12 lebte Miep Gies vor ihrer Reise in die Niederlande) und Steinhagegasse wird demnächst neu gestaltet. Zu diesem Anlass beantragen die Meidlinger Grünen die Umbenennung in Anne Frank-Park. Bislang ist keine Gasse oder Straße in Wien nach Anne Frank benannt.
Hinweisschild am ehemaligen Wohnhaus: Wir werden Gespräche führen, damit am ehemaligen Wohnhaus von Miep Gies in der Korbergasse 12 ein Schild angebracht wird. Diesbezügliche Gespräche mit einigen EigentümerInnen, sowie dem Niederländischem Verein in Wien (De Nederlandse Vereniging Wenen) sind am Laufen.
Offizielle Ehrungen: Der Bürgermeister der Stadt Wien, Michael Häupl, sowie Bundespräsident Heinz Fischer wurden von mir bereits angeschrieben. Darin werden sie ersucht, Miep Gies mit offiziellen Verdienstzeichen zu ehren. Von Michael Häupl hat mit übrigens mündlich zugesichert, dass eine Ehrung schnell ermöglicht werden soll. Der Bundespräsident will es, wie oben beschrieben, auch tun.
Schulprojekte: In Schulprojekten sollte die Geschichte der gebürtigen Wienerin Miep Gies Anlass zu historischer Auseinandersetzung mit den Tagebüchern der Anne Frank, sowie der Geschichte des Nationalsozialismus sein. Wir haben auch die Anne Frank-Stiftung kontaktiert, um herauszubekommen, an welcher Schule Miep Gies war. Denn gerade dort wäre ein Anne Frank-Projekt sehr, sehr schön! Wer Hinweise geben kann, den oder die bitte ich um eine Mail!

Biografie Miep Gies, geb. Hermine Santrouschitz
Kindheit in Wien, Leiden und Amsterdam
Miep Gies wurde am 15. Februar 1909 in Wien geboren. Sie erlebte den Ersten Weltkrieg als Kind einer Arbeiterfamilie. Nach dem Krieg gab es Hunger und Not in Wien. Als 1919 in der Familie ein zweites Kind geboren wurde, ergab sich 1920 eine gute Gelegenheit für die oft kranke Hermine. Die Niederländische Arbeiterberwegung (Nederlandse arbeidersvereniging) ermöglichte österreichischen Kindern aus in Not geratenen ArbeiterInnen-Familien die Möglichkeit, einige Monate in den Niederlanden zu verbringen. Im Dezember 1920 begab sich Hermine nach Holland.
Sie kam in Leiden an, wo sie Aufnahme in der Familie Nieuwenburg fand. Sie fühlte sich wohl, wurde liebevoll umsorgt, hatte wieder zu essen und wurde mittleweile „Miep“ genannt. Bereits 1921 sprach sie so gut Niederländisch, dass sie Klassenbeste wurde. 13-jährig übersiedelte Miep Santrouschitz mit ihrer Pflegefamilie ins Stadtteil Rivierenbuurt in Amsterdam.
1925 besuchte sie mit ihrer Pflegefamilie ihre Eltern und Schwester in Wien. Sowohl sie, als auch ihre Eltern, merkten bald, dass sie sich sehr an die Niederlande gewöhnt hatte und durfte mit der Familie Nieuwenburg nach Amsterdam zurückkehren. Dort schrieb sie – genau wie Anne Frank – intime Gedanken und Notizen, die sie allerdings später aus Scham vernichtete. Mit 18 Jahren verließ Miep die Schule und wurde Sekretärin in einem Textilbetrieb. 1933, mitten in der Weltwirtschaftskrise, wurde sie gekündigt. Sie war einige Monate arbeitslos, als ein Nachbar auf eine Firma hinwies, bei der sie womöglich arbeiten könnte. Die Firma hieß N.V. Nederlandsche Opekta Mij. und war auf das Produkt Opekta spezialisiert, einem Geliermittel, das beim Herstellen von Marmelade benützt wurde. Sie traf den Direktor des Betriebs und bekam den Job. Der Direktor hieß Otto Frank, Vater von Anne Frank.
Arbeit für Otto Frank
Mit Otto Frank – der noch alleine in Amsterdam lebte und auf seine Familie, die sich noch in Aachen aufhielt, wartete – verstand sich Miep sehr gut. Er entschuldigte sich für sein holpriges Niederländisch, worauf sie beide sich schnell in ihrer beider Muttersprache unterhielten: Deutsch. In einem Werbefilm für Opekta sah man Miep, wie sie Marmelade einkochte. Sie sprachen viel über Politik und beide waren gegen Hitler, der soeben Reichskanzler wurde und weswegen Frank nach Amsterdam übersiedelte. Die Familie Frank kam bis 1934 nach und lebte fortan in der niederländischen Hauptstadt. 1940 übersiedelte die Firma in ein größeres Haus an der Prinsengracht 263, heute das berühmte Anne Frank-Haus und -Museum.
Jan Gies
Noch in ihrer Zeit in der Textilfabrik lernte Miep Jan Gies kennen, mit dem sie auch ihr liebstes Hobby pflegte: Tanzen und ins Kino gehen. Die Wohnungssuche zu dieser Zeit war enorm schwierig, aber Voraussetzung für eine Hochzeit. Viele Flüchtlinge aus Deutschland und später aus Österreich und Polen kamen nach Amsterdam. 1938 wurde Österreich von den Nazis besetzt. Miep schrieb daraufhin einen Brief an Königin Wilhelmina und bat um die Niederländische Staatsbürgerschaft.
Die NS-Besatzung der Niederlande
1940 wurde die Niederlande von den Deutschen besetzt, Rotterdam zerstört. Otto Frank half damals und fand für Jan und Miep eine Wohnung. Es fehlte nur noch die Hochzeit, für die sie noch zuwenig Geld hatten. Sie waren mittlerweile auch privat mit der Familie Frank befreundet. Anfangs ging das normale Leben in Amsterdam weiter, doch nach und nach wurden Maßnahmen gegen die Juden in Amsterdam gesetzt. Miep machte sich nicht nur um die Familie Frank zunehmend Sorgen, sondern auch um sich selbst: Denn eines Tages wurde sie zum Deutschen Konsulat gerufen. Dort fragte man Miep, die noch immer die Österreichische Staatsbürgerschaft hatte, ob es stimme, dass sie sich geweigert habe in einer NS-Organisation beizutreten. Sie meinte, dass das stimme. Daraufhin wurde ihr mitgeteilt, dass sie in den nächsten drei Monaten nach Wien zurückzukehren habe. Zudem würde in dieser Zeit ohnehin ihr Reisepass ablaufen. Der einzige Ausweg war einen Niederländer zu heiraten, wofür sie jedoch den Auszug aus dem Wiener Geburtsregister benötigte – und darauf wartete man meist bis zu einem Jahr.
Ein Onkel in Wien half, ging aufs Magistrat und traf dort eine Wiener Beamtin, die schon einmal in den Niederlanden war und schöne Erinnerungen behielt. Deshalb beschleunigte sie den Vorgang und Miep hielt sehr bald das benötigte Dokument in Händen. Am 16. Juli 1941 heirateten Miep und Jan Gies. Miep war nun Niederländerin.
Das Versteck an der Prinsengracht
Einige Monate später musste sie erneut „Ja“ sagen. Otto Frank erzählte ihr von seinen Plänen, sich mit anderen befreundeten Personen vor den Nationalsozialisten im Hinterhaus seines Hauses an der Prinsengracht verstecken zu wollen. Miep und Jan versprachen zu helfen und den untergetauchten Personen mit Lebensmittel und Zeitungen zu versorgen. Nicht nur das: Jan und Miep versteckten ab 1943 wiederum auch in ihrem Haus einen untergetauchten niederländischen Studenten, der sich weigerte eine Deutsche Loyalitätserklärung zu unterschrieben.
1942 versteckten sich die Famile Frank (Otto, seine Frau Edith sowie die Töchter Margot und Annelies Marie – kurz Anne) mit der Familie Pels (in Anne Franks Tagebuch Familie van Daan genannt) und Fritz Pfeffer (im Tagebuch Albert Dussel genannt) im Hinterhaus an der Prinsengracht 263.
Jan und Miep Gies (im Tagebuch Anne Franks Henk und Anne van Santen genannt) werden zwei der fünf HelferInnen der untergetauchten Menschen. Der Gewürzzweig der Firma wurde mittlerweile in Gies & Co. umbenannt und offiziell wurde Jan Gies Geschäftsführer. Allerdings regelte Otto Frank die Firmengeschicke nach wie vor aus seinem Versteck. Miep Gies betrat jeden Tag als erste das Büro und besuchte die Untergetauchten mit Lebensmitteln und Büchern aus der Bibliothek und holte die Einkaufsliste für den nächsten Tag ab. Jan Gies, der für die Gemeinde Amsterdam arbeitete und Verbindungen zur Widerstandsbewegung hatte, organisierte Wertmarken für die Untergetauchten. Im Laufe des Krieges wurde das Organisieren von Lebensmittel immer schwieriger. Miep Gies musste (mit dem in ihrem Haus versteckten Studenten) für elf Menschen einkaufen.
Am 4. August 1944 saß Miep Gies mit ihren (ebenfalls Familie Frank helfenden) KollegInnen Bep und Johannes Kleiman im Büro an der Prinsengracht, als plötzlich ein bewaffneter Mann in der Tür stand, und seine Pistole auf sie richtete. Jemand hatte die versteckten Menschen im Hinterhaus verraten. Miep Gies sollte ebenfalls verhaftet werden, hatte aber Glück. Der Leiter der Operation war SS Oberscharführer Karl Silberbauer, wie Miep Gies ein gebürtiger Wiener. „Aus persönlicher Symphatie“ entgeht Miep einer Verhaftung.
Die Familie Frank wird in verschiedenen Konzentrationslagern verschleppt. Nur Otto Frank sollte zurückkehren.
Befreiung und nach dem Krieg
Nach der Befreiung der Niederlande und dem Ende des NS-Regimes kehrte nur Otto Frank zurück. Nach seiner Rückkehr lebte er bei Jan und Miep Gies. Er vertraute sie am meisten und ging mit Miep täglich in seine Firma. Als Otto Frank vom Tod seiner Töchter hörte, griff Miep Gies in ihre Schublade und überreichte Otto Frank die von ihr geretteten Tagebücher von Anne Frank mit den Worten „Das ist das Erbe ihrer Tochter Anne“. Sie hatte niemals eine Zeile darin gelesen. Otto Frank übersetzte Teile des Tagebuchs selbst ins Deutsche. Sonntags traf er sich gerne mit jüdischen Freunden aus Amsterdam, die ebenfalls viele Angehörige verloren hatten.
1947 überredete ihn ein Freund, ihm einige Zeilen von Annes Tagebuch zu lesen zu geben. Auch ein Journalist der Zeitung Het Parool, Jan Romein, kannte Fragmente und schrieb darüber einen Beitrag. Otto Frank wurde schließlich überredet, die von Miep Gies geretteten Tagebücher zu veröffentlichen. Das geschah 1947. Miep Gies wollte das Tagebuch „Het Achterhuis“ lange nicht lesen, aber als die zweite Ausgabe erschien las sie das Buch in einem durch. Otto Frank verbrachte mittlerweile seine Arbeit nur noch mit dem Erbe seiner Tochter. Miep Gies kündigte 1947. 1948 wurde nicht nur Juliana neue Königin der Niederlande, sondern Jan Gies gewann eine Summe im Lotto. Mit diesem Geld reisten sie in die Schweiz und besuchten mit Otto Frank auch seine Mutter in Basel. 1949 wurde Miep Gies Mutter und gebar Paul Gies.
Nachdem er sieben Jahre bei Jan und Miep Gies wohnte, ging Otto Frank 1953 nach Basel, wo seine Mutter lebte. Er blieb bis zu seinem Tod 1980 in Kontakt mit der Familie Gies.
1993 starb Jan Gies. Bald darauf übersiedelte Miep Gies in eine kleine Stadt, wo sie bis heute – 100-jährig – bei guter Gesundheit lebt. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen in den Niederlanden, in Deutschland und in Israel die Yad Vashem-Auszeichnung. Aus ihrer Geburtsstadt Wien erhielt sie jedoch noch keine Auszeichnungen. Seit dem Tod ihres Mannes tritt Miep Gies nicht mehr öffentlich auf, verbreitet die Geschichte von Anne Frank aber nach wie vor auf der von ihr autorisierten Website www.miepgies.nl.
Foto: Miep Gies im Alter von 99 Jahren, Oktober 2008, Copyright: Anne Frank-Stiftung
Biografie wurde von mir aus den Materialien auf der Website von Miep Gies und aus ihrem Buch „Mein Leben mit Anne Frank“ erstellt.
 
 

19 Gedanken zu „Der 100. Geburtstag von Miep Gies, Retterin der Anne Frank-Tagebücher und gebürtige Wienerin, wurde überall gefeiert. Nur nicht in Wien.“

  1. ein wunderschöner blogbeitrag. und zu meiner schande muss ich gestehen: ich habe nicht gewusst, dass miep gies eine geborene wienerin war. jetzt würde ich von anderen lesern gerne wissen: wusstet ihr das?
    danke, marco schreuder!

  2. ein wunderschöner blogbeitrag. und zu meiner schande muss ich gestehen: ich habe nicht gewusst, dass miep gies eine geborene wienerin war. jetzt würde ich von anderen lesern gerne wissen: wusstet ihr das?
    danke, marco schreuder!

  3. Danke @Sylvia und @anonym. Auf facebook habe ich auch einige Reaktionen erhalten, die eher darauf hinweisen, dass sehr viele diesen Wiener Background nicht kannten. Umso wichtiger, dass Österreich und Wien zu dieser Geschichte steht: Eine Retterin und ein Verhafter aus Wien. Nebenbei: Auch Seyß-Inquart war zu dieser Zeit Reichskommissar in den Niederlanden… Noch ein Österreich-Bezug!

    Am meisten freute ich mich über Robert Menasses Lob, der mir das auf facebook mitteilte. 🙂

  4. Danke @Sylvia und @anonym. Auf facebook habe ich auch einige Reaktionen erhalten, die eher darauf hinweisen, dass sehr viele diesen Wiener Background nicht kannten. Umso wichtiger, dass Österreich und Wien zu dieser Geschichte steht: Eine Retterin und ein Verhafter aus Wien. Nebenbei: Auch Seyß-Inquart war zu dieser Zeit Reichskommissar in den Niederlanden… Noch ein Österreich-Bezug!

    Am meisten freute ich mich über Robert Menasses Lob, der mir das auf facebook mitteilte. 🙂

  5. Danke für diesen Beitrag!
    Ich bin auch gleich auf die Website von Miep Gies, die ich nur empfehlen kann.
    Die österreichische Ehrung ist ein wihtiger Schritt.

  6. Danke für diesen Beitrag!
    Ich bin auch gleich auf die Website von Miep Gies, die ich nur empfehlen kann.
    Die österreichische Ehrung ist ein wihtiger Schritt.

  7. Die ganze Geschichte ist noch viel viel österreichischer als man bislang dachte. Die Geschichte geht zurück auf den Firmengründer der Opekta, Robert Feix, gebürtig in Wien. Der Firmensitz und Produktionsstandort war zwar in Köln, man hatte aber auch Filialen in Wien (später Ried), in Basel, in Prag und eben in Amsterdam, wo im Hinterhaus der Opekta das Tagebuch geschrieben wurde … letzter Geschäftsführer der Opekta war Ulrich Feix, ebenfalls Österreicher und Sohn des Firmengründers. 1982 wurde die Opekta erstmalig verkauft und die Rechte liegen heute bei Dr. Oetker. (siehe auch Wikipedia)

    Gruß aus Köln

  8. Die ganze Geschichte ist noch viel viel österreichischer als man bislang dachte. Die Geschichte geht zurück auf den Firmengründer der Opekta, Robert Feix, gebürtig in Wien. Der Firmensitz und Produktionsstandort war zwar in Köln, man hatte aber auch Filialen in Wien (später Ried), in Basel, in Prag und eben in Amsterdam, wo im Hinterhaus der Opekta das Tagebuch geschrieben wurde … letzter Geschäftsführer der Opekta war Ulrich Feix, ebenfalls Österreicher und Sohn des Firmengründers. 1982 wurde die Opekta erstmalig verkauft und die Rechte liegen heute bei Dr. Oetker. (siehe auch Wikipedia)

    Gruß aus Köln

  9. Ãœber das Kontaktformular auf der Homepage kann man Frau Gies via Mail erreichen.

    Vielleicht hat man Glück und sie schreibt persönlich zurück.

    Ich hab‘ das Buch von Frau Gies gelesen. Es gibt auch eine Neuauflage, doch die kenne ich nicht.

    Wenn man bedenkt, dass Frau Gies in den 1920er Jahren halbtot gewesen und wieder aufgepäppelt worden ist – dann ist die Tatsache, dass sie noch immer lebt, bewundernwert.

  10. Über das Kontaktformular auf der Homepage kann man Frau Gies via Mail erreichen.

    Vielleicht hat man Glück und sie schreibt persönlich zurück.

    Ich hab‘ das Buch von Frau Gies gelesen. Es gibt auch eine Neuauflage, doch die kenne ich nicht.

    Wenn man bedenkt, dass Frau Gies in den 1920er Jahren halbtot gewesen und wieder aufgepäppelt worden ist – dann ist die Tatsache, dass sie noch immer lebt, bewundernwert.

  11. Ich habe nicht gewusst, dass sie noch lebt! Wahnsinn. Ein Jahrhundert Geschichte.

    Und JA: Die Ehrung war wirklich längst überfällig. Sehr gute Initative!

  12. Ich habe nicht gewusst, dass sie noch lebt! Wahnsinn. Ein Jahrhundert Geschichte.

    Und JA: Die Ehrung war wirklich längst überfällig. Sehr gute Initative!

  13. Ich wohne nun seit einem Jahr als Anrainerin des Parks, der auf Initiative der Grünen nach Anne-Frank benannt werden soll.
    Zu meiner Schande muss auch ich mir eingestehen, dass ich nicht wusste, dass Miep Gries Wienerin war. ich würde es sehr begrüßen, wenn durch diese Initiative und die Ehrungen und die Park-Umbenennung der Mut dieser Frauen gewürdigt wird.

  14. Ich wohne nun seit einem Jahr als Anrainerin des Parks, der auf Initiative der Grünen nach Anne-Frank benannt werden soll.
    Zu meiner Schande muss auch ich mir eingestehen, dass ich nicht wusste, dass Miep Gries Wienerin war. ich würde es sehr begrüßen, wenn durch diese Initiative und die Ehrungen und die Park-Umbenennung der Mut dieser Frauen gewürdigt wird.

  15. Miep Gies (1909-2010), sie hat jedoch jeden Wien-Bezug abgestritten und wollte nie mehr dorthin zurück, weil ihr die Atmosphäre nicht gefallen habe. Ein Onkel hatte ihr geholfen, die Geburtsurkunde zu beschaffen, die sie zu der Heirat mit Jan (+ 1993) 1941 brauchte.

    Die richtigen Eltern und die richtige Schwester sind in den 1930er Jahren gestorben.

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