Uganda verschärft Gesetze gegen Homosexualität bis zur Todesstrafe.

Meist überwiegt die Hoffnung, die aufgeklärte Menschheit würde den Kampf gegen Bigotterie, religiösen Fanatismus und Vorurteile gewinnen. Aber auch 2009, auf dem Weg ins das zweite Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts, dürfen Zweifel aufkommen.
Wie die ugandische Website The New Vision und Africa News Update heute berichten, liegt dem Parlament in Uganda ein neues Gesetz vor. Darin sollen homosexuelle Handlungen schärfer bestraft werden – bis zur Todesstrafe.
Ganz „schlimme“ (aggravated homosexuality, wie es heißt) Handlungen von Homosexualität werden mit dem Tod bestraft. Darin versteht der Parlamentarier David Bahati auch, wenn einer der Beteiligten HIV-positiv ist. Das Schlimme daran: Viele Menschen in Afrika sind HIV-positiv und wissen das gar nicht. Wenn es also zu einem Verfahren kommt, wird medizinisch untersucht und wenn der Test positiv ist, dann droht der Tod, weil der ugandische Staat dich töten wird. Auch Sex mit Unter-18-Jährigen und mit Menschen mit Behinderung wird mit dem Tod bestraft. Homosexueller Sex wohlgemerkt – für Heteros gilt das nicht…
Generell kann Homosexualität (offence of homosexuality) mit bis zu lebenslänglichen Strafen geahndet werden. Das war leider bisher schon so. Es werden aber auch Dinge unter Strafe gestellt, die sich unglaublich anhören: So soll es etwa bestraft werden, wenn man seine Wohnung zur Verfügung stellt, wenn dort die „Straftat Homosexualität“ begangen wird.
Für lesbisch-schwule NGOs wird die Arbeit in Uganda, die immer wieder Aktionen aus dem Untergrund setzen muss, es sehr schwer hat und sich ständig vor Verfolgung schützen muss, unmöglich gemacht. Auch „Werbung“ für Homosexualität wird nunmehr explizit geahndet.
In einem Blogbeitrag im April habe ich bereits auf die verheerende Situation in Uganda aufmerksam gemacht. Zeitungen veröffentlichen Namen und Fotos von Lesben und Schwule, damit sie gejagt werden können.
Staatschef Museveni meinte einst, in Uganda gäbe es keine Homosexuellen. Das nun geplante Gesetz sagt etwas erschreckend anderes.

16 Gedanken zu „Uganda verschärft Gesetze gegen Homosexualität bis zur Todesstrafe.“

  1. Die Innenpolitik Ugandas geht Sie genau nichts an, verschwinden Sie zurück nach Holland Sie Berufsschwuchtel…

  2. Die Innenpolitik Ugandas geht Sie genau nichts an, verschwinden Sie zurück nach Holland Sie Berufsschwuchtel…

  3. Ich bin ziemlich sicher, dass Marco in seiner Jobdescription wenig von "Schwuchtel" findet…

    Aber ganzt abgesehen bin ich felsenfest überzeugt, dass der Einsatz für Menschenrechte nicht an irgendwelche Grenzen gebunden ist – ob es nun um die Rechte von Frauen, von Homosexuellen oder auch von – pardon – homophoben Idioten wie Ihnen geht…

    lG,
    Roland

  4. Ich bin ziemlich sicher, dass Marco in seiner Jobdescription wenig von "Schwuchtel" findet…

    Aber ganzt abgesehen bin ich felsenfest überzeugt, dass der Einsatz für Menschenrechte nicht an irgendwelche Grenzen gebunden ist – ob es nun um die Rechte von Frauen, von Homosexuellen oder auch von – pardon – homophoben Idioten wie Ihnen geht…

    lG,
    Roland

  5. @ Anonym: Die Innenpolitik Ugandas ist genau dann politisch auch für Nicht-Ugander von Interesse, wenn dort Menschenrechte verletzt werden.

    Nun kann es gut sein, dass Sie nicht in der Lage sind, den universellen Wert von Menschenrechten zu erkennen und außerdem meinen, dass diese nur für heterosexuelle, weiße Männer mit unflätiger Wortwahl gelten – das wäre allerdings eine Privatmeinung, die Sie ja gerne in ihre Toilette kotzen können.

    @ Marco: Danke, dass Du jenseits eines immer noch sehr verbreiteten Eurozentrismus auch Infos über die Lebenssituation jenseits des Mittelmeers und Urals in die Öffentlichkeit bringst.

    Nimmst Du mich mit nach Holland, wenn Du da mal hinfährst?

  6. @ Anonym: Die Innenpolitik Ugandas ist genau dann politisch auch für Nicht-Ugander von Interesse, wenn dort Menschenrechte verletzt werden.

    Nun kann es gut sein, dass Sie nicht in der Lage sind, den universellen Wert von Menschenrechten zu erkennen und außerdem meinen, dass diese nur für heterosexuelle, weiße Männer mit unflätiger Wortwahl gelten – das wäre allerdings eine Privatmeinung, die Sie ja gerne in ihre Toilette kotzen können.

    @ Marco: Danke, dass Du jenseits eines immer noch sehr verbreiteten Eurozentrismus auch Infos über die Lebenssituation jenseits des Mittelmeers und Urals in die Öffentlichkeit bringst.

    Nimmst Du mich mit nach Holland, wenn Du da mal hinfährst?

  7. @ Anonym im ersten Kommentar:

    Genau das ist typisch für totalitäre und antidemokratische Systeme und Haltungen: Kaum gibt es berechtigte Kritik wird alles zur inneren Angelegenheit erklärt!

    Menschenrechte, Grundrechte und Freiheitsrechte können niemals innere Angelegenheit sein. Es ist das Recht jedes Menschen diese Verletzungen anzuprangern, zu verurteilen und die Herstellung völkerrechtlicher Standards einzufordern. In Uganda und überall anders. Das tue ich hiermit!

  8. @ Anonym im ersten Kommentar:

    Genau das ist typisch für totalitäre und antidemokratische Systeme und Haltungen: Kaum gibt es berechtigte Kritik wird alles zur inneren Angelegenheit erklärt!

    Menschenrechte, Grundrechte und Freiheitsrechte können niemals innere Angelegenheit sein. Es ist das Recht jedes Menschen diese Verletzungen anzuprangern, zu verurteilen und die Herstellung völkerrechtlicher Standards einzufordern. In Uganda und überall anders. Das tue ich hiermit!

  9. Die Todestrafe ist sicher übertrieben, aber die Bestrafung von Sodomiten sollte in Österreich auch wieder eingeführt werden. Es ist wirklich nicht einzusehen, weshalb Sexualverbrecher in einem Rechtsstaat nicht bestraft werden sollten. Im übrigen könnte man – wie bei Suchtmitteldelikten – den Grundsatz "Therapie statt Strafe" anwenden.

  10. Die Todestrafe ist sicher übertrieben, aber die Bestrafung von Sodomiten sollte in Österreich auch wieder eingeführt werden. Es ist wirklich nicht einzusehen, weshalb Sexualverbrecher in einem Rechtsstaat nicht bestraft werden sollten. Im übrigen könnte man – wie bei Suchtmitteldelikten – den Grundsatz "Therapie statt Strafe" anwenden.

  11. Staatschef Museveni meinte einst, in Uganda gäbe es keine Homosexuellen. Das nun geplante Gesetz sagt etwas erschreckend anderes.

    ein kleiner fopa – grins

    Die ‘Reichszentrale zur Bekämpfung der Homosexualität’ – Schreibtisch-Täter der Homosexuellenverfolgung – erinnern wir uns
    mit welch listigen mitteln unsere gesellschaft infiltriert wird
    schafe wählen ihren schlächter

  12. Staatschef Museveni meinte einst, in Uganda gäbe es keine Homosexuellen. Das nun geplante Gesetz sagt etwas erschreckend anderes.

    ein kleiner fopa – grins

    Die ‘Reichszentrale zur Bekämpfung der Homosexualität’ – Schreibtisch-Täter der Homosexuellenverfolgung – erinnern wir uns
    mit welch listigen mitteln unsere gesellschaft infiltriert wird
    schafe wählen ihren schlächter

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