Der Nahost-Konflikt und wir

„Warum tust du das, Marco? Warum äußerst du sich so deutlich im Nahost-Konflikt? Du kannst dabei doch nur verlieren?“ werde ich oft gefragt. Und natürlich stimmt das. Mit jeder Aussage zum Nahost-Konflikt kann man als Politiker oder Politikerin ausschließlich verlieren. Zu gewinnen gibt es da gar nix – weder in der öffentlichen Meinung, noch parteiintern, wie sich unlängst zeigte. Deswegen schwiegen ja auch so viele. In allen Parteien. Manche (auch neue) Parteien haben dazu noch genau gar nichts gesagt. Das ist das Problem, das ich dabei habe. Ich kann dazu nicht schweigen. Ich kann nicht schweigen, wenn die Schuld nur auf einer Seite gesucht wird, obwohl man politisch wohl nur durch Schweigen gewinnen kann und sich auf die Innenpolitik konzentriert. Mit Hypo-Debatten oder mit dem Umbau der Mariahilfer Straße könnte ich sicher besser „punkten“.

Aber ich kann nunmal nicht schweigen, wenn Menschen zu anderen blutigen Konflikten keine Meinung haben, nicht auf die Straße gehen, 170.000 Tote in Syrien mit Achselzucken zur Kenntnis nehmen, die Vertreibung von Christen und Christinnen aus Mossul – vielleicht ein bisschen traurig, vielleicht ein bisschen erschüttert – kopfschüttelnd kommentieren, das derzeit stattfindende Genozid gegen Jesiden (oder Êzîdî) seitens des IS vielleicht schlimm finden, aber wenn es um Israel geht erst so richtig zornig werden und gegen den jüdischen Staat demonstrieren gehen. Und dabei nicht bedenken, dass es sich hier um einen Konflikt handelt, der zwei Seiten hat, und eine der Seiten Hamas heißt.

Ich benenne diese eifrige antiisraelische Demo-Kultur – ob sie nun auf den Straßen oder in den sozialen Netzwerken stattfindet -, wie ich sie eben wahrnehme und beurteile: Als antisemitisch. Denn ich sehe das wie Henryk Broder (mit dem ich nun im übrigen nicht immer einer Meinung bin): Wer Juden (oder Israel) etwas übler nimmt als anderen, ist Antisemit.

Immer öfter wird aber auch gesagt, man möge sich auf keine Seite schlagen und doch bitte eine neutrale Haltung einnehmen. Was immer das dann in der Konsequenz auch heißen mag (keine Verurteilung antisemitischer Übergriffe in Europa?). Das sehe ich auch fundamental anders. Denn die Gründung des Staates Israel hat viel mit unserer Geschichte zu tun. Und das in weiterer Folge bereits die Gründungsgeschichte zwei Narrative kennt ist das Dilemma, in das wir bis heute stecken. Und das hat sehr viel mit uns zu tun. Es handelt sich nicht um einen Konflikt, der so gar nichts mit uns zu tun hätte.

Und dann ist da eben die Hamas, die man ja nun nicht als normale arabische politische Bewegung bezeichnen kann. Hier landen wir beim Thema, das uns die letzten Jahre – und wohl auch die zukünftigen Jahre – beschäftigen wird: Eine zunehmende Radikalisierung, die durch den IS ja besonders deutlich wird. Das Thema Islamismus dürfen wir zukünftig nicht den rechtsradikalen Parteien überlassen. Auch die Linke, die Grünen, die liberalen Kräfte werden dazu Haltungen entwickeln müssen. Allerdings müssen unsere Lösungen nicht der FPÖ hinterher hinken, die mit einfachen Parolen dazu punkten kann. Nein, wir brauchen emanzipatorische, aufklärerische, antirassistische Lösungen! Und wieder sieht man: Die Auseinandersetzung „da unten“ hat viel mit uns, mit Europa, zu tun.

Ein Vorwurf, den ich mir oft anhören darf, wenn ich mich äußere, ist Islamophobie. Der tut weh. Zugegeben. Da hat man mich dann schön erwischt, weil ich dann natürlich sofort meine Äußerungen überprüfe und der Vorwurf an mir nagt. Deshalb habe ich intensiv darüber nachgedacht, ob auch ich einem Vorurteil erlegen bin, denn ich glaube niemand ist gegen Vorurteile gefeit. Auch ich nicht. Aber je länger ich mich damit beschäftige, umso deutlicher muss ich ihn zurück weisen.

Denn meine tiefste politische Überzeugung ist nach wie vor eine Gesellschaft, in der jede und jeder Religion ausüben kann, wie sie/er will. Ich bin für Minarette in Favoriten und für Synagogen in Gaza, für Kirchen in Mossul und für Atheismus in jedem Land. Ich bin für Freiheit. That’s it. Und wenn ich dann genauer hinsehe, dann sehe ich eine Hamas, die Palästina judenfrei machen will, die es zur heiligen Pflicht sieht, jeden Juden (nicht jeden Israeli!) zu töten und Gaza bereits judenfrei gemacht hat. Und ich sehe ein Israel, in der rund 25% der Bevölkerung Araber und Araberinnen sind und – trotz aller Schwierigkeiten (allerdings sollten Europäer_innen sich beim Umgang mit Minderheiten auch mal an der eigenen Nase nehmen) – so ziemlich die freiesten Araber_innen des Nahes Ostens sind und im übrigen ebenso von Hamas-Raketen bedroht werden.

Um noch eines ein für alle mal ganz klar zu stellen: Ich bin für eine Zweistaatenlösung, für Frieden, für Freiheit. Ich bin für ein freies Palästina, in der Frauen ihre Rechte einfordern dürfen, in denen Feministinnen, Lesben und Schwule oder Oppositionelle frei leben und sich frei äußern dürfen. Und sorry, die Hamas ist nicht der Weg zu Gerechtigkeit und Freiheit. Sie repräsentiert genau das Gegenteil davon. Unterdessen wird Israel seine Bevölkerung weiter schützen müssen und weiß ganz genau, dass in diesem Krieg ebenso nichts zu gewinnen ist und die Weltöffentlichkeit entsetzt ist. Ich bin im übrigen auch entsetzt. Mich lassen Bilder von Leid und Zerstörung auch nicht kalt. Aber die Schuld alleine Israel anzulasten ist billig und – ja, ich bleibe dabei – antisemitisch.

  1. Johannes sagt:

    Ein guter Kommentar.

    Ich würde noch hinzufügen, dass Kriegsverbrechen einem Krieg inhärent sind. Und dass man die ethische Qualität eines kriegsführenden nicht daran messen muss, ob Kriegsverbrechen begangen werden, sondern wie auf Kriegsverbrechen reagiert wird. In Israel gibt es nach jedem Krieg Kriegsverbrecherprozesse, die durchaus auch mit Verurteilungen enden. Ich habe noch nie gehört, dass die Hamas einen solchen Prozess auch nur geführt hätte

  2. Johannes sagt:

    Ein guter Kommentar.

    Ich würde noch hinzufügen, dass Kriegsverbrechen einem Krieg inhärent sind. Und dass man die ethische Qualität eines kriegsführenden nicht daran messen muss, ob Kriegsverbrechen begangen werden, sondern wie auf Kriegsverbrechen reagiert wird. In Israel gibt es nach jedem Krieg Kriegsverbrecherprozesse, die durchaus auch mit Verurteilungen enden. Ich habe noch nie gehört, dass die Hamas einen solchen Prozess auch nur geführt hätte

  3. Georg Krejci sagt:

    Der palästinensische Psychologe Ahmad MANSOUR ortete eine Überforderung in Österreich im Umgang mit Antijudaismus von Migranten!
    Wie schrieb er vor kurzem:

    … dazu kommt, dass muslimische Vereine, sobald sie in der Verantwortung sind, immer die Islamophobie-Karte spielen. Das ist fatal.
    Ich lehne den Begriff der Islamophobie ab. Ich habe keine Phobie, und es ist auch keine Phobie, wenn man den Islam kritisiert. Man kann von Muslimfeindlichkeit sprechen, die in der Mehrheitsgesellschaft verankert ist. Das ist ein wichtiges und ernstes Problem.

    Es kann aber nicht sein, dass wir jedes Mal, wenn unsere Jugendliche bestimmte Defizite zeigen, sagen: „Sie haben aber Diskriminierung erlebt, lasst uns lieber nicht darüber reden, weil wir damit die Islamfeindlichkeit verstärken könnten.“ Das ist Blödsinn.

    Wir verstärken die Islamfeindlichkeit, wenn wir solche Themen nicht ansprechen und von rechten, undifferenzierten Gruppen thematisiert werden. Auch die Vereine, die immer Vertreter des Islam sein wollen, müssen solche Themen ansprechen.

  4. Georg Krejci sagt:

    Der palästinensische Psychologe Ahmad MANSOUR ortete eine Überforderung in Österreich im Umgang mit Antijudaismus von Migranten!
    Wie schrieb er vor kurzem:

    … dazu kommt, dass muslimische Vereine, sobald sie in der Verantwortung sind, immer die Islamophobie-Karte spielen. Das ist fatal.
    Ich lehne den Begriff der Islamophobie ab. Ich habe keine Phobie, und es ist auch keine Phobie, wenn man den Islam kritisiert. Man kann von Muslimfeindlichkeit sprechen, die in der Mehrheitsgesellschaft verankert ist. Das ist ein wichtiges und ernstes Problem.

    Es kann aber nicht sein, dass wir jedes Mal, wenn unsere Jugendliche bestimmte Defizite zeigen, sagen: „Sie haben aber Diskriminierung erlebt, lasst uns lieber nicht darüber reden, weil wir damit die Islamfeindlichkeit verstärken könnten.“ Das ist Blödsinn.

    Wir verstärken die Islamfeindlichkeit, wenn wir solche Themen nicht ansprechen und von rechten, undifferenzierten Gruppen thematisiert werden. Auch die Vereine, die immer Vertreter des Islam sein wollen, müssen solche Themen ansprechen.

  5. Richard sagt:

    Ich finde deinen Kommentar gut, in erster Linie weil du dich gegen klassische Schwarz-Weiß Malerei aussprichst. Allerdings argumentierst du selbst auch in einem Rahmen, der diese Schwarz-Weiß Malerei als Basis hernimmt.

    Zum Beispiel kritisierst du, dass so viele Menschen auf die Straße gehen um gegen die Art und Weise wie Israel agiert, zu demonstrieren. Das ist, per se, noch kein Antisemitismus und negiert auch nicht die Tatsache, dass viele der Personen, die dagegen demonstrieren, auch nicht die Art und Weise, wie die Hamas, ISIS oder andere radikale Islamisten agieren, gut heißen.

    Generell hab ich ein großes Problem mit Kriegsapologetik, und jemandem aus moralischen Gründen das Recht abzusprechen, gegen einen Krieg zu demonstrieren, macht die Debatte noch einseitiger.

    Zu deinem Zitat vom Broder (den ich, selbst mit deinem Vorbehalt, generell nicht freiwillig als Verbündeten angeben würde): Das Ganze ist natürlich in die andere Richtung genauso zu lesen: Wer Juden (oder Israel) etwas weniger übel nimmt als anderen, ist ein Doppelmoralist.

  6. Richard sagt:

    Ich finde deinen Kommentar gut, in erster Linie weil du dich gegen klassische Schwarz-Weiß Malerei aussprichst. Allerdings argumentierst du selbst auch in einem Rahmen, der diese Schwarz-Weiß Malerei als Basis hernimmt.

    Zum Beispiel kritisierst du, dass so viele Menschen auf die Straße gehen um gegen die Art und Weise wie Israel agiert, zu demonstrieren. Das ist, per se, noch kein Antisemitismus und negiert auch nicht die Tatsache, dass viele der Personen, die dagegen demonstrieren, auch nicht die Art und Weise, wie die Hamas, ISIS oder andere radikale Islamisten agieren, gut heißen.

    Generell hab ich ein großes Problem mit Kriegsapologetik, und jemandem aus moralischen Gründen das Recht abzusprechen, gegen einen Krieg zu demonstrieren, macht die Debatte noch einseitiger.

    Zu deinem Zitat vom Broder (den ich, selbst mit deinem Vorbehalt, generell nicht freiwillig als Verbündeten angeben würde): Das Ganze ist natürlich in die andere Richtung genauso zu lesen: Wer Juden (oder Israel) etwas weniger übel nimmt als anderen, ist ein Doppelmoralist.

  7. Susanne sagt:

    Die Gegenposition, warum es absolut ok ist, von einem westlich geprägten modernen Staat (Israel) mehr (nämlich, hallo, 100%) an Einhaltung von Menschenrechten und humanitärem Völkerrecht zu erwarten als von islamistischen Terroristen, Freischärlern und Kriminellen jeder Art, wurde am Wochenende schön in einer Kolumne im Standard dargelegt („Was ist eigentlich so falsch an zweierlei Standards?“ oder so ähnlich). Ich find’s leider online grad nicht, habe es auf Papier gelesen. It comes down to: Wenn ein Sklavenhändler und Waffenschieber jemanden verprügelt oder tötet, dann wird dich das weniger aufregen, als wenn es dein Bruder oder Sohn tut, oder? Der Sklavenhändler ist halt ein Krimineller, und du hoffst, dass die Justiz oder vergleichbares irgendwann einmal seiner habhaft wird, und ihn für alle Ãœbertretungen bestraft, aber du erwartest jetzt nicht unbedingt soziales Verhalten von ihm – er ist eben ein outlaw. Deinen Bruder hingegen hältst du an alle rechtlichen wie auch ethischen Standards deiner Gruppe. Israel an alle rechtlichen Standards des Völkerrechts zu halten, auch wenn die andere Seite oder sonst irgendwelche Wahnsinnigen (ich sage nur IS) sie wiederholt und sogar noch viel ärger verletzen mag, macht mich durchaus nicht zum Antisemiten. Israel, genau wie mein Bruder, hat das Recht auf Selbstverteidigung, wenn es konkret angegriffen wird. Aber meinem Bruder würde ich niemals nahelegen, die Kinder und Frauen von irgendeiner Gruppe zu bombardieren, die ihn nicht mag und angeblich sogar ganz böse Tunnel unter seine Wohnung gräbt (wo ist bitte dieses angebliche riesige Scheißtunnelsystem und warum kann man eigentlich nicht einfach UM den Gazastreifen herum einen Ring in die Wüste bombardieren, würde das nicht jeden potenziellen Tunnel zum Einsturz bringen? Außer in Rafah ist die Gegend um den Gazastreifen ja nicht grad dicht besiedelt und ob die bösen Terroristen jetzt in Ägypten an die frische Luft kommen kann den Israelis ja noch relativ wurscht sein). also ich würde es von einem meintewegen atheistischen oder katholischen Politiker meines Landes niemals tolerieren, dass er so mit den Familien seiner Feinde umgeht, oder mit sonstigen Menschen, die blöderweise in dem selben Streifen Land (von ihm selbst!!!) festgesetzt wurden wie seine Feinde. Never!!!! Und ja, das würde mich VIEL mehr aufregen, als wenn ein eh allgemein als Krimineller bekannter Psychopath wie die IS oder irgendwelche bekannt durchgeknallten Islamisten so etwas tun! Das heißt nicht, dass ich es zB von der IS gut finde oder der Meinung bin, wir sollten das tolerieren.

  8. Susanne sagt:

    Die Gegenposition, warum es absolut ok ist, von einem westlich geprägten modernen Staat (Israel) mehr (nämlich, hallo, 100%) an Einhaltung von Menschenrechten und humanitärem Völkerrecht zu erwarten als von islamistischen Terroristen, Freischärlern und Kriminellen jeder Art, wurde am Wochenende schön in einer Kolumne im Standard dargelegt („Was ist eigentlich so falsch an zweierlei Standards?“ oder so ähnlich). Ich find’s leider online grad nicht, habe es auf Papier gelesen. It comes down to: Wenn ein Sklavenhändler und Waffenschieber jemanden verprügelt oder tötet, dann wird dich das weniger aufregen, als wenn es dein Bruder oder Sohn tut, oder? Der Sklavenhändler ist halt ein Krimineller, und du hoffst, dass die Justiz oder vergleichbares irgendwann einmal seiner habhaft wird, und ihn für alle Übertretungen bestraft, aber du erwartest jetzt nicht unbedingt soziales Verhalten von ihm – er ist eben ein outlaw. Deinen Bruder hingegen hältst du an alle rechtlichen wie auch ethischen Standards deiner Gruppe. Israel an alle rechtlichen Standards des Völkerrechts zu halten, auch wenn die andere Seite oder sonst irgendwelche Wahnsinnigen (ich sage nur IS) sie wiederholt und sogar noch viel ärger verletzen mag, macht mich durchaus nicht zum Antisemiten. Israel, genau wie mein Bruder, hat das Recht auf Selbstverteidigung, wenn es konkret angegriffen wird. Aber meinem Bruder würde ich niemals nahelegen, die Kinder und Frauen von irgendeiner Gruppe zu bombardieren, die ihn nicht mag und angeblich sogar ganz böse Tunnel unter seine Wohnung gräbt (wo ist bitte dieses angebliche riesige Scheißtunnelsystem und warum kann man eigentlich nicht einfach UM den Gazastreifen herum einen Ring in die Wüste bombardieren, würde das nicht jeden potenziellen Tunnel zum Einsturz bringen? Außer in Rafah ist die Gegend um den Gazastreifen ja nicht grad dicht besiedelt und ob die bösen Terroristen jetzt in Ägypten an die frische Luft kommen kann den Israelis ja noch relativ wurscht sein). also ich würde es von einem meintewegen atheistischen oder katholischen Politiker meines Landes niemals tolerieren, dass er so mit den Familien seiner Feinde umgeht, oder mit sonstigen Menschen, die blöderweise in dem selben Streifen Land (von ihm selbst!!!) festgesetzt wurden wie seine Feinde. Never!!!! Und ja, das würde mich VIEL mehr aufregen, als wenn ein eh allgemein als Krimineller bekannter Psychopath wie die IS oder irgendwelche bekannt durchgeknallten Islamisten so etwas tun! Das heißt nicht, dass ich es zB von der IS gut finde oder der Meinung bin, wir sollten das tolerieren.

  9. Susanne sagt:

    Wobei, ich bin auch „für ein freies Palästina, in der Frauen ihre Rechte einfordern dürfen, in denen Feministinnen, Lesben und Schwule oder Oppositionelle frei leben und sich frei äußern dürfen. Und sorry, die Hamas ist nicht der Weg zu Gerechtigkeit und Freiheit“. Und NUR Israel die Schuld anzulasten wäre, ja, antsemitisch. Aber in meinen Postings wie in sehr vielen anderen geht’s nicht um „Wer-hat-angefangen“ – sondern darum, wie sehr welche Zivilisten darunter leiden und wie wir das behandeln. Und da sind wir immer noch extrem rassistisch und definitiv nicht antisemitisch, da zählen arabische Leben in der Berichterstattung außerhalb der arabischen Welt einfach nur einen winzigen Bruchteil von Sendezeit und dramatischer Berichterstattung im Gegensatz zu einem gefallenen Soldaten der IDF. Und ja, das hat wahrscheinlich schon auch mit Islamophobie zu tun. Wobei mir der Islam echt gestohlen bleiben kann, aber ich will halt trotzdem nicht, dass Menschen, die ohne viel Wahl in die Gesellschaft in Gaza hineingeboren wurden und jetzt dort festsitzen, deshalb bombardiert, getötet und verstümmelt werden und wir schauen zu und sagen, ja, aber die Hamas regiert dort ja, ihr habt’s die gewählt (44% haben sie gewählt und die Hamas ist sowieso längst nicht mehr legal an der Macht, die nächste Wahl ist überfällig, und ja, die Hamas ist ein Problem. Leider hat nett verhandeln den Palästinensern allerdings auch nie wirklich so etwas wie echte Freiheit gebracht. Nur dass das UCK/KLA Konzept halt für die Hamas nicht voll aufgeht).

  10. Susanne sagt:

    Wobei, ich bin auch „für ein freies Palästina, in der Frauen ihre Rechte einfordern dürfen, in denen Feministinnen, Lesben und Schwule oder Oppositionelle frei leben und sich frei äußern dürfen. Und sorry, die Hamas ist nicht der Weg zu Gerechtigkeit und Freiheit“. Und NUR Israel die Schuld anzulasten wäre, ja, antsemitisch. Aber in meinen Postings wie in sehr vielen anderen geht’s nicht um „Wer-hat-angefangen“ – sondern darum, wie sehr welche Zivilisten darunter leiden und wie wir das behandeln. Und da sind wir immer noch extrem rassistisch und definitiv nicht antisemitisch, da zählen arabische Leben in der Berichterstattung außerhalb der arabischen Welt einfach nur einen winzigen Bruchteil von Sendezeit und dramatischer Berichterstattung im Gegensatz zu einem gefallenen Soldaten der IDF. Und ja, das hat wahrscheinlich schon auch mit Islamophobie zu tun. Wobei mir der Islam echt gestohlen bleiben kann, aber ich will halt trotzdem nicht, dass Menschen, die ohne viel Wahl in die Gesellschaft in Gaza hineingeboren wurden und jetzt dort festsitzen, deshalb bombardiert, getötet und verstümmelt werden und wir schauen zu und sagen, ja, aber die Hamas regiert dort ja, ihr habt’s die gewählt (44% haben sie gewählt und die Hamas ist sowieso längst nicht mehr legal an der Macht, die nächste Wahl ist überfällig, und ja, die Hamas ist ein Problem. Leider hat nett verhandeln den Palästinensern allerdings auch nie wirklich so etwas wie echte Freiheit gebracht. Nur dass das UCK/KLA Konzept halt für die Hamas nicht voll aufgeht).

  11. Robert Singer sagt:

    Ihr Kommentar hebt sich erfreulicherweise von den vielen einseitigen Berichterstattungen deutlich durch Ausgewogenheit ab.

    Jede Kritik ist absolut erwünscht und fruchtbar, sobald sie in einem so komplizierten Konflikt ein Mindestmaß an Ausgewogenheit beibehält.

    Es steht außer Zweifel, dass nur eine faire und durch Direktverhandlungen vereinbarte Zweistaatenlösung den Nahostkonflikt auf Dauer beenden kann.

    Direktverhandlungen setzen voraus, dass beide Seiten das Existenzrecht des anderen Partners ohne wenn und aber vor Beginn der Verhandlungen anerkennt und für die Dauer dieser Direktverhandlungen alle Waffen – unabhängig von Verahndlungsfortschritt – absolut schweigen.

    Solange diese Mindestvoraussetzungen nicht erfüllt sind, wird es keine Direktverhandlungen geben können und werden die kriegerischen Handlungen eingestellt.

    Es ist daher müßig zu wiederholen, wer wessen Existenzrecht nicht anerkennt und wer wen ausdrücklich vernichten will.

    Und keiner Verhandelt die Modalitäten seines Begräbnisses.

    Alles andere ist schreckliche Propaganda, wo gelogen wird, dass sich die Balken biegen und die zum Tod von tausenden von Menschen führt.

    Die Konfliktparteien haben die Wahl: und jeder hat die seine getroffen.

  12. Robert Singer sagt:

    Ihr Kommentar hebt sich erfreulicherweise von den vielen einseitigen Berichterstattungen deutlich durch Ausgewogenheit ab.

    Jede Kritik ist absolut erwünscht und fruchtbar, sobald sie in einem so komplizierten Konflikt ein Mindestmaß an Ausgewogenheit beibehält.

    Es steht außer Zweifel, dass nur eine faire und durch Direktverhandlungen vereinbarte Zweistaatenlösung den Nahostkonflikt auf Dauer beenden kann.

    Direktverhandlungen setzen voraus, dass beide Seiten das Existenzrecht des anderen Partners ohne wenn und aber vor Beginn der Verhandlungen anerkennt und für die Dauer dieser Direktverhandlungen alle Waffen – unabhängig von Verahndlungsfortschritt – absolut schweigen.

    Solange diese Mindestvoraussetzungen nicht erfüllt sind, wird es keine Direktverhandlungen geben können und werden die kriegerischen Handlungen eingestellt.

    Es ist daher müßig zu wiederholen, wer wessen Existenzrecht nicht anerkennt und wer wen ausdrücklich vernichten will.

    Und keiner Verhandelt die Modalitäten seines Begräbnisses.

    Alles andere ist schreckliche Propaganda, wo gelogen wird, dass sich die Balken biegen und die zum Tod von tausenden von Menschen führt.

    Die Konfliktparteien haben die Wahl: und jeder hat die seine getroffen.

  13. Ulrich sagt:

    Zitat: „Wer Juden (oder Israel) etwas übler nimmt als anderen, ist Antisemit.“

    Da liegt das Problem für mich: Die Aussage, „Wer Juden etwas übler nimmt als anderen, ist Antisemit.“ unterschreibe ich voll und ganz – keine Diskussion.

    Aber, „Wer Israel etwas übler nimmt als anderen, ist Antisemit.“ Halte ich für Problematisch. Ich nehme dem Staat Israel, vertreten druch seine Regierung dinge Ãœbel. Israel versteht sich soweit ich weiss, als westliche Demokratie. Einem Staat mit einem solchen Selbstverständnis darf ich übel nehmen, wenn es die eigenen Standards nicht erreicht. (Genauso wie jedem anderen Staat der Welt). Und daher darf ich dem Staat Israel übel nehmen, dass in den besetzten Gebieten immer noch Siedlungen gebaut werden z.B.. Dabei ist mir egal ob in diesen Siedlungen Juden, Araber oder Rastafari wohnen. Der Staat und sein Handeln wird kritisiert. Auch wenn ich die Türkei zu recht für ihr Handeln kritisiere wird mir nicht gleich Islamfeindlichkeit unterstellt, oder?

    Dieser Konflikt ist historisch tief verwurzelt, und im ganzen letzen Jahrhundert haben alle seiten immer wieder dazu beigetragen den am Kochen zu halten. Die Unterstellung Israelkritik == Antisemitismus hilft da nicht wirklich.

  14. Ulrich sagt:

    Zitat: „Wer Juden (oder Israel) etwas übler nimmt als anderen, ist Antisemit.“

    Da liegt das Problem für mich: Die Aussage, „Wer Juden etwas übler nimmt als anderen, ist Antisemit.“ unterschreibe ich voll und ganz – keine Diskussion.

    Aber, „Wer Israel etwas übler nimmt als anderen, ist Antisemit.“ Halte ich für Problematisch. Ich nehme dem Staat Israel, vertreten druch seine Regierung dinge Übel. Israel versteht sich soweit ich weiss, als westliche Demokratie. Einem Staat mit einem solchen Selbstverständnis darf ich übel nehmen, wenn es die eigenen Standards nicht erreicht. (Genauso wie jedem anderen Staat der Welt). Und daher darf ich dem Staat Israel übel nehmen, dass in den besetzten Gebieten immer noch Siedlungen gebaut werden z.B.. Dabei ist mir egal ob in diesen Siedlungen Juden, Araber oder Rastafari wohnen. Der Staat und sein Handeln wird kritisiert. Auch wenn ich die Türkei zu recht für ihr Handeln kritisiere wird mir nicht gleich Islamfeindlichkeit unterstellt, oder?

    Dieser Konflikt ist historisch tief verwurzelt, und im ganzen letzen Jahrhundert haben alle seiten immer wieder dazu beigetragen den am Kochen zu halten. Die Unterstellung Israelkritik == Antisemitismus hilft da nicht wirklich.

  15. Wilfried Schramhauser sagt:

    Israel an westlichen Standards messen?

    Aber natürlich Herr Ulrich tun Sie das ! Aber warum haben Sie nicht die Vereinigten Staaten an diesen Standards gemessen? Wo waren die Proteste ? Oder Großbritannien? Oder Deutschland ( als man Afgahnistan einen zivilen Konvoi bombardieren ließ )
    Wo war der Aufschrei der Massen in Europa ? Wo sind die Demonstrationen gegen Syrien? Gegen die Türkei ? usw.

    Nein Herr Ulrich wahr ist, dass man nur allzu geneigt ist den jüdischen Staat zu kritisieren, ohne die Fakten wirklich objektiv zu beurteilen ! Noch bevor wir wissen was tatsächlich in Gaza geschehen ist , wer tatsächlich wofür verantwortlich ist, sind wir in Europa mit einem Urteil zur Hand und stellen Israel an den Pranger ! Dort wo westliche Demokratien in vergleichbare Konflikte verwickelt sind, zeigt sich aber dass ihre Handlungen nicht besser, wenn nicht gar verwerflicher sind!
    Krieg ist eine schreckliche Sache ! Verlierer sind immer die, die am wenigsten Schuld tragen und ohnedies wehrlos der Situation gegenüber stehen ! Es ist zu tiefst bedauerlich was im nahen Osten passiert ! Weil es die schwächsten wieder am härtesten trifft, weil es keine Lösung des Problems bringen wird und weil ein Friede dadurch wieder weiter weg rücken wird !
    Also fragen wir uns doch wer profitiert von dem Konflikt ? Wer steckt dahinter und ist an der Fortführung intressiert und ächten wir dann jene !!
    Israel hat es sich nicht leicht gemacht, zu diesem Zeitpunkt war aber nichts anderes mehr möglich ! Ich habe großen Respekt vor den Bürgern Israels vor ihrer Leistung und vor ihrer Bereitschaft ihr Land zu verteidigen ! Dies alles ist die Folge jahrtausender Verfolgung ohne eigenem Land den Völkern schutzlos ausgeliefert !! Wer also glaubt Israel könne vernichtet werden, dem sei gesagt die Juden werden diesen Staat halten und verteidigen, weil sie die andere Option auf so furchtbare Art und Weise erfahren mussten

  16. Wilfried Schramhauser sagt:

    Israel an westlichen Standards messen?

    Aber natürlich Herr Ulrich tun Sie das ! Aber warum haben Sie nicht die Vereinigten Staaten an diesen Standards gemessen? Wo waren die Proteste ? Oder Großbritannien? Oder Deutschland ( als man Afgahnistan einen zivilen Konvoi bombardieren ließ )
    Wo war der Aufschrei der Massen in Europa ? Wo sind die Demonstrationen gegen Syrien? Gegen die Türkei ? usw.

    Nein Herr Ulrich wahr ist, dass man nur allzu geneigt ist den jüdischen Staat zu kritisieren, ohne die Fakten wirklich objektiv zu beurteilen ! Noch bevor wir wissen was tatsächlich in Gaza geschehen ist , wer tatsächlich wofür verantwortlich ist, sind wir in Europa mit einem Urteil zur Hand und stellen Israel an den Pranger ! Dort wo westliche Demokratien in vergleichbare Konflikte verwickelt sind, zeigt sich aber dass ihre Handlungen nicht besser, wenn nicht gar verwerflicher sind!
    Krieg ist eine schreckliche Sache ! Verlierer sind immer die, die am wenigsten Schuld tragen und ohnedies wehrlos der Situation gegenüber stehen ! Es ist zu tiefst bedauerlich was im nahen Osten passiert ! Weil es die schwächsten wieder am härtesten trifft, weil es keine Lösung des Problems bringen wird und weil ein Friede dadurch wieder weiter weg rücken wird !
    Also fragen wir uns doch wer profitiert von dem Konflikt ? Wer steckt dahinter und ist an der Fortführung intressiert und ächten wir dann jene !!
    Israel hat es sich nicht leicht gemacht, zu diesem Zeitpunkt war aber nichts anderes mehr möglich ! Ich habe großen Respekt vor den Bürgern Israels vor ihrer Leistung und vor ihrer Bereitschaft ihr Land zu verteidigen ! Dies alles ist die Folge jahrtausender Verfolgung ohne eigenem Land den Völkern schutzlos ausgeliefert !! Wer also glaubt Israel könne vernichtet werden, dem sei gesagt die Juden werden diesen Staat halten und verteidigen, weil sie die andere Option auf so furchtbare Art und Weise erfahren mussten

  17. Gilda sagt:

    Ich als Frau bin anti islamistin denn ich verteidige mein Genre. Ausserdem bin ich gegen Terroristen und Israel muss sich wohl verteidigen wenn es bombardiert wird oder sollen diese Menschen sagen:“Allah ist gross,dank sei Allah wir werden ausgebombt“ ? In Österreich gibt es leider immer noch genau so viele Antisemiten wie eh und jeh,zeitweise schweigen sie und verkleiden sich und dann wieder manifestieren sie ihren unbegründeten Hass laut und sichtbar. Hier überlegt wohl keiner daß die Muslime , die ihre antisemitischen Parolen in Österreich schamlos verbreiten,genau die Ausländer sind, welche so gerne heimgeschickt werden.
    Danke Marco Schreuder für ihr Nicht-Schweigen zum Thema.

  18. Gilda sagt:

    Ich als Frau bin anti islamistin denn ich verteidige mein Genre. Ausserdem bin ich gegen Terroristen und Israel muss sich wohl verteidigen wenn es bombardiert wird oder sollen diese Menschen sagen:“Allah ist gross,dank sei Allah wir werden ausgebombt“ ? In Österreich gibt es leider immer noch genau so viele Antisemiten wie eh und jeh,zeitweise schweigen sie und verkleiden sich und dann wieder manifestieren sie ihren unbegründeten Hass laut und sichtbar. Hier überlegt wohl keiner daß die Muslime , die ihre antisemitischen Parolen in Österreich schamlos verbreiten,genau die Ausländer sind, welche so gerne heimgeschickt werden.
    Danke Marco Schreuder für ihr Nicht-Schweigen zum Thema.

  19. janina sagt:

    Wer Begriffe wie “ Islamfeindlich“ nutzt hat sich bereits von einer offenen Gesellschaft verabschiedet. Diese Begriffe entstammen den islamischen Rechtsschulen und regelmäßig baumeln Menschen in den Bandengebieten am Kran wegen Feindschaft zum Islam. Nach der Iranischen Katastrophe (sog. Revolution) gab es einen Ideologietransfer, seitdem muss man hier gegen derartigen Regress argumentieren und hängen dort weiter Menschen am Kran.

  20. janina sagt:

    Wer Begriffe wie “ Islamfeindlich“ nutzt hat sich bereits von einer offenen Gesellschaft verabschiedet. Diese Begriffe entstammen den islamischen Rechtsschulen und regelmäßig baumeln Menschen in den Bandengebieten am Kran wegen Feindschaft zum Islam. Nach der Iranischen Katastrophe (sog. Revolution) gab es einen Ideologietransfer, seitdem muss man hier gegen derartigen Regress argumentieren und hängen dort weiter Menschen am Kran.

  21. David sagt:

    Danke Marco, Du sprichst mir aus der Seele.
    Genau meine Sichtweise. Ich wünschte mehr Menschen würde das offen kommunizieren und vor allem auch dazu stehen.

    @Ulrich: Israel ist ein souveräner Staat und repräsentiert das Judentum auf der ganzen Welt. Also ohnehin nur schwer zu trennen aus globaler Sicht betrachtet. Und die einzige Frage die relevant im Raum stehen sollte – vor allen überflüssigen Diskussionen auf allen Seiten – was würde man selbst machen? Was? Diplomatie gegen die Hamas? Die Tunnel zuschütten und warten bis sie wieder neue graben? Es gibt in diesem Krieg ein großes Leiden! Das der Menschen, die von der Hamas als Schutzschilde verwendet werden. Das der Menschen die in Häusern leben in denen Waffen lagern! (….). In einem Krieg, in dem Menschen sterben, gibt es immer nur Verlierer. Ich wünsche den Palästinensern, dass sie die Hamas in GÄNZE in ihrem Land tilgen, das sie es wider aufbauen und in Frieden neben Israel existieren. In welcher Staatsform auch immer! Hamas ist Terror! Israel muss sich verteidigen. Das hat mit dem Judentun NICHTS zu tun. Und wer das vermischt und unqualifiziert kommentiert ist definitiv ein Antisemit und darf keine Bühne bekommen! Meine Meinung!

  22. David sagt:

    Danke Marco, Du sprichst mir aus der Seele.
    Genau meine Sichtweise. Ich wünschte mehr Menschen würde das offen kommunizieren und vor allem auch dazu stehen.

    @Ulrich: Israel ist ein souveräner Staat und repräsentiert das Judentum auf der ganzen Welt. Also ohnehin nur schwer zu trennen aus globaler Sicht betrachtet. Und die einzige Frage die relevant im Raum stehen sollte – vor allen überflüssigen Diskussionen auf allen Seiten – was würde man selbst machen? Was? Diplomatie gegen die Hamas? Die Tunnel zuschütten und warten bis sie wieder neue graben? Es gibt in diesem Krieg ein großes Leiden! Das der Menschen, die von der Hamas als Schutzschilde verwendet werden. Das der Menschen die in Häusern leben in denen Waffen lagern! (….). In einem Krieg, in dem Menschen sterben, gibt es immer nur Verlierer. Ich wünsche den Palästinensern, dass sie die Hamas in GÄNZE in ihrem Land tilgen, das sie es wider aufbauen und in Frieden neben Israel existieren. In welcher Staatsform auch immer! Hamas ist Terror! Israel muss sich verteidigen. Das hat mit dem Judentun NICHTS zu tun. Und wer das vermischt und unqualifiziert kommentiert ist definitiv ein Antisemit und darf keine Bühne bekommen! Meine Meinung!

  23. […] Und ich sehe ein Israel, in der rund 25% der Bevölkerung Araber und Araberinnen sind und – trotz aller Schwierigkeiten (allerdings sollten Europäer_innen sich beim Umgang mit Minderheiten auch mal an der eigenen Nase nehmen) – so ziemlich die freiesten Araber_innen des Nahes Ostens sind und im übrigen ebenso von Hamas-Raketen bedroht werden…..” (Der Grün-Politiker Marco Schreuder, hier) […]

  24. […] Und ich sehe ein Israel, in der rund 25% der Bevölkerung Araber und Araberinnen sind und – trotz aller Schwierigkeiten (allerdings sollten Europäer_innen sich beim Umgang mit Minderheiten auch mal an der eigenen Nase nehmen) – so ziemlich die freiesten Araber_innen des Nahes Ostens sind und im übrigen ebenso von Hamas-Raketen bedroht werden…..” (Der Grün-Politiker Marco Schreuder, hier) […]

  25. I.B. sagt:

    Wer Juden (oder Israel) etwas übler nimmt als anderen, ist Antisemit?

    Wer Israel etwas übler nimmt als anderen, ist nicht Anti-Semit sondern schlimmstenfalls Anti-Israelische-Politk. Im Übrigen kann ich nicht sehen, wo Herr Pilz (und um seine Aussage handelt es sich ja wohl) der israelischen Politik etwas übler nimmt als anderen.
    Wer ständig bei Kritik an israelischer Politik von Anti-Semitismus spricht, fördert bloss Anti-Semitismus. Schließlich wird ja auch kaum jemand als anti-Deutsch bezeichnet, der die Politik der Frau Merkel kritisiert.

  26. I.B. sagt:

    Wer Juden (oder Israel) etwas übler nimmt als anderen, ist Antisemit?

    Wer Israel etwas übler nimmt als anderen, ist nicht Anti-Semit sondern schlimmstenfalls Anti-Israelische-Politk. Im Übrigen kann ich nicht sehen, wo Herr Pilz (und um seine Aussage handelt es sich ja wohl) der israelischen Politik etwas übler nimmt als anderen.
    Wer ständig bei Kritik an israelischer Politik von Anti-Semitismus spricht, fördert bloss Anti-Semitismus. Schließlich wird ja auch kaum jemand als anti-Deutsch bezeichnet, der die Politik der Frau Merkel kritisiert.

  27. marco sagt:

    Liebe Frau Bleier,
    da merkt man halt leider, dass Ihnen das Bewusstsein über den Konflikt leider fehlt, denn das Existenzrecht Deutschlands stellt ja niemand in Frage.

  28. marco sagt:

    Liebe Frau Bleier,
    da merkt man halt leider, dass Ihnen das Bewusstsein über den Konflikt leider fehlt, denn das Existenzrecht Deutschlands stellt ja niemand in Frage.

  29. Ulrich sagt:

    Wilfried Schramhauser: Woher wissen Sie, wogegen ich protestiert habe und wogegen nicht. Ich messe auch die Vereinigten Staaten an den selben Standards. Und auch da habe ich was gegen die Kriege ohne Mandat des Sicherheitsrats, Menschen- und Völkerrechtswidige Rechtspraxis, die Todesstrafe uvm. Dto. Deutschland, Grossbritannien und was weiss ich wer noch aller.

    Aber nur weil andere auch Unrecht tun, gibt das niemandem das Recht, den Boden der Menschlichkeit, des Rechtsstaats, der Menschenrechte oder des Völkerrechts zu verlassen.

    Und nochmal: Ich kritisiere nicht den „jüdischen Staat“. (Komische Sache, weil ja andrerseits der Begriff des „islamischen Staats“ sofort Ressentiments weckt.), ich kritisiere die Politik des Staats *Israel*.

    Und mein Urteil dazu: Solange ich nicht weiss, was passiert (und hier sind alle Informationen nur von Propaganda getragen), muss ich auf beiden Seiten das Schlimmste annehmen. Und daher ist es nur angemessen (auch in Tradition der österreichischen Neutralität) erst mal für alle am Krieg beteiligten Parteien ein Waffenembargo zu fordern – genauso wie ich diese Forderung (dort wo nicht sowieso umgesetzt) das auch für andere Kriege fordere (Ukraine, Syrien, Irak, usw.)

    Ich finde das Vorgehen der Hamas und anderer Terrorgurppen verwerflich, und es ist dagegen vorzugehen. Ich frage nur ob der Zweck hier alle Mittel heiligt. Und gerade im Falle des *Staats Israel* ist hier zumindest Vorsicht geboten, da der *Staat Israel* es in der Vergangenheit auch mit dem Rechtsstaat, den Menschenrechten und dem V̦lkerrecht (Stichwort Annexionsverbot) nicht immer so genau genommen hat. Das hat aber nix damit zu tun, dass es wichtig ist, mit Rechtsstaatlichen Mitteln gegen Terrorismus vorzugehen Рund da gibt es genug historische (auch negativ-)Beispiele, aus denen man Lernen k̦nnte Рgerade auch in Westeuropa.

    Ich hab nur echt ein Problem, wenn Politische kritik an einem Staat und dessen Handeln gleich mit der Antisemitismus-Keule erschlagen wird, das ist nämlich zu einfach.

  30. Ulrich sagt:

    Wilfried Schramhauser: Woher wissen Sie, wogegen ich protestiert habe und wogegen nicht. Ich messe auch die Vereinigten Staaten an den selben Standards. Und auch da habe ich was gegen die Kriege ohne Mandat des Sicherheitsrats, Menschen- und Völkerrechtswidige Rechtspraxis, die Todesstrafe uvm. Dto. Deutschland, Grossbritannien und was weiss ich wer noch aller.

    Aber nur weil andere auch Unrecht tun, gibt das niemandem das Recht, den Boden der Menschlichkeit, des Rechtsstaats, der Menschenrechte oder des Völkerrechts zu verlassen.

    Und nochmal: Ich kritisiere nicht den „jüdischen Staat“. (Komische Sache, weil ja andrerseits der Begriff des „islamischen Staats“ sofort Ressentiments weckt.), ich kritisiere die Politik des Staats *Israel*.

    Und mein Urteil dazu: Solange ich nicht weiss, was passiert (und hier sind alle Informationen nur von Propaganda getragen), muss ich auf beiden Seiten das Schlimmste annehmen. Und daher ist es nur angemessen (auch in Tradition der österreichischen Neutralität) erst mal für alle am Krieg beteiligten Parteien ein Waffenembargo zu fordern – genauso wie ich diese Forderung (dort wo nicht sowieso umgesetzt) das auch für andere Kriege fordere (Ukraine, Syrien, Irak, usw.)

    Ich finde das Vorgehen der Hamas und anderer Terrorgurppen verwerflich, und es ist dagegen vorzugehen. Ich frage nur ob der Zweck hier alle Mittel heiligt. Und gerade im Falle des *Staats Israel* ist hier zumindest Vorsicht geboten, da der *Staat Israel* es in der Vergangenheit auch mit dem Rechtsstaat, den Menschenrechten und dem Völkerrecht (Stichwort Annexionsverbot) nicht immer so genau genommen hat. Das hat aber nix damit zu tun, dass es wichtig ist, mit Rechtsstaatlichen Mitteln gegen Terrorismus vorzugehen – und da gibt es genug historische (auch negativ-)Beispiele, aus denen man Lernen könnte – gerade auch in Westeuropa.

    Ich hab nur echt ein Problem, wenn Politische kritik an einem Staat und dessen Handeln gleich mit der Antisemitismus-Keule erschlagen wird, das ist nämlich zu einfach.

  31. I.B. sagt:

    Der Begriff Anti-Semitismus ertreckt sich auf alle Semiten auf der ganzen Welt, unabhängig davon, ob jemand gegen die Hamas-Politk oder gegen die israelische Politik ist oder nicht.

    Unlängst war ein jüdischer Friedensaktivist aus Israel zu Gast bei einer der Journale des ORF. Er sagte, dass viele der Bevölkerung gegen die israelische Politik eingestellt sind, aber natürlich trotzdem Angst vor der Hamas haben.

    Nach Ihrer Diktion wären also diese jüdischen Israeli Anti-Semiten. Ziemlich absurd, nicht wahr?

    Leider ist es halt nicht nur absurd, sondern auch gefährlich, mit solchen Begriffen so sorglos und willkürlich umzugehen.

    Dieser Friedensaktivist sagte auch, dass auch er früher als Terrorist tätig war, nämlich gegen die britische Mandatshoheit. Allerdings räumte er ein, dass die israelische Politik gegen die Palästinenser heute viel schlimmer ist als damals die britische Politik, gegen die er und andere kämpften.

    Ob man nun gegen die Hamas-Politik und/oder gegen die israelische Politik ist oder nicht – es kann, aber muss nicht zwingend etwas mit anti-Semitismus zu tun haben.

    Ãœbrigens, ob es uns nun passt oder nicht, auch die Hamas ist eine demokratisch gewählte Partei – und demokratisch gewählt zu werden ist uns doch so wahnsinnig wichtig!

    Wenn mir nun anscheinend das Bewusstsein des Konflikts leider fehlt, so befinde ich mich zumindest in bester Gesellschaft: „Moralische Schandtat“. „Krimineller Akt“. So bewertet UN-Generalsekretär Ban Ki Moon den israelischen Angriff auf die Schule bei Rafa.

  32. I.B. sagt:

    Der Begriff Anti-Semitismus ertreckt sich auf alle Semiten auf der ganzen Welt, unabhängig davon, ob jemand gegen die Hamas-Politk oder gegen die israelische Politik ist oder nicht.

    Unlängst war ein jüdischer Friedensaktivist aus Israel zu Gast bei einer der Journale des ORF. Er sagte, dass viele der Bevölkerung gegen die israelische Politik eingestellt sind, aber natürlich trotzdem Angst vor der Hamas haben.

    Nach Ihrer Diktion wären also diese jüdischen Israeli Anti-Semiten. Ziemlich absurd, nicht wahr?

    Leider ist es halt nicht nur absurd, sondern auch gefährlich, mit solchen Begriffen so sorglos und willkürlich umzugehen.

    Dieser Friedensaktivist sagte auch, dass auch er früher als Terrorist tätig war, nämlich gegen die britische Mandatshoheit. Allerdings räumte er ein, dass die israelische Politik gegen die Palästinenser heute viel schlimmer ist als damals die britische Politik, gegen die er und andere kämpften.

    Ob man nun gegen die Hamas-Politik und/oder gegen die israelische Politik ist oder nicht – es kann, aber muss nicht zwingend etwas mit anti-Semitismus zu tun haben.

    Übrigens, ob es uns nun passt oder nicht, auch die Hamas ist eine demokratisch gewählte Partei – und demokratisch gewählt zu werden ist uns doch so wahnsinnig wichtig!

    Wenn mir nun anscheinend das Bewusstsein des Konflikts leider fehlt, so befinde ich mich zumindest in bester Gesellschaft: „Moralische Schandtat“. „Krimineller Akt“. So bewertet UN-Generalsekretär Ban Ki Moon den israelischen Angriff auf die Schule bei Rafa.

  33. Hax sagt:

    Warum wird Israel eigentlich mehr kritisiert als China und Russland, die haben doch auch ihr Tibet und Tschetschenien? Das liegt daran, dass Palästina während der Ansiedelung von Juden dort und vor der Gründung Israels britisches Einflussgebiet war. Weiters hängt die Legitimation des Staates wesentlich mit der Katastrophe Holocaust zusammen, was eine rein innereuropäische Sache war. Dazu wird Israel massiv finanziell, politisch und militärisch unterstützt, was die unterstützenden Staaten in eine Verantwortungsrolle zwingt. Erwähnen soll man auch die Identifikation Israels als westlich orientierte, rechtsstaatliche Demokratie. Es gibt also durchaus sehr gute und zahlreiche Gründe, warum man auf Israel verstärkt ein Auge hat.

  34. Hax sagt:

    Warum wird Israel eigentlich mehr kritisiert als China und Russland, die haben doch auch ihr Tibet und Tschetschenien? Das liegt daran, dass Palästina während der Ansiedelung von Juden dort und vor der Gründung Israels britisches Einflussgebiet war. Weiters hängt die Legitimation des Staates wesentlich mit der Katastrophe Holocaust zusammen, was eine rein innereuropäische Sache war. Dazu wird Israel massiv finanziell, politisch und militärisch unterstützt, was die unterstützenden Staaten in eine Verantwortungsrolle zwingt. Erwähnen soll man auch die Identifikation Israels als westlich orientierte, rechtsstaatliche Demokratie. Es gibt also durchaus sehr gute und zahlreiche Gründe, warum man auf Israel verstärkt ein Auge hat.

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